Altersvorsorgedepot Vergleich 2027
Angekündigte Angebote mit Start, Kosten und Förderung im Überblick
Datenstand: 30. Oktober 2026
Noch nicht abschließbar: Start am 1. Januar 2027
Das Altersvorsorgedepot gibt es erst ab dem 1. Januar 2027, vorher kann es kein Anbieter verkaufen. Die Produkte brauchen ein Zertifikat des Bundeszentralamts für Steuern (BZSt), in dessen Zertifikatsliste (Dokumentstand 11.09.2026) steht noch kein Altersvorsorgedepot. Alle Angaben auf dieser Seite sind Ankündigungen der Anbieter, Datenstand 30. Oktober 2026. Start, Kosten und Aktionen können sich bis zum Marktstart ändern.
Wir haben 14 Anbieter erfasst, die bis zum 30.10.2026 ein Altersvorsorgedepot angekündigt haben, und die Angaben auf den Anbieterseiten und in Pressemitteilungen geprüft. Ein Sterne-Rating vergeben wir bewusst nicht: Solange Kosten, Produkte und Zertifizierung vieler Anbieter nicht feststehen, würde eine Wertung auf Annahmen beruhen. Was ein Anbieter noch nicht veröffentlicht hat, steht als „noch nicht bekannt“ in der Tabelle.
Die 14 angekündigten Altersvorsorgedepots im Vergleich
Alphabetisch sortiert, ohne Wertung. Kein Produkt ist heute abschließbar. Mit * gekennzeichnete Links sind Werbelinks.
- Start
- Launch 2027 (FAQ: 1. Januar 2027)
- Standarddepot
- Ja
- Kosten (soweit bekannt)
- Standard: Depot, Sparplan, Kauf und Verkauf 0 €, TER der zwei ETFs 0 % in 2027 bis 2029
- Produktauswahl
- Vorsorge Standard (2 vorausgewählte ETFs), Vorsorge Flex (selbst wählen)
- Aktion / Warteliste
- Warteliste, Produkt noch nicht verfügbar
- Start
- Jahresbeginn 2027
- Standarddepot
- Ja
- Kosten (soweit bekannt)
- Noch nicht bekannt
- Produktauswahl
- comdirect: Standard (2 vorausgewählte ETFs) und Flexibel. Commerzbank: eigenes Depot mit 2 aktiv gemanagten Fonds
- Aktion / Warteliste
- comdirect: Early-Bird-Prämie 50 € für die Vorregistrierung
- Start
- Anfang 2027
- Standarddepot
- Ja
- Kosten (soweit bekannt)
- Noch nicht bekannt
- Produktauswahl
- Flexibles Altersvorsorgedepot und Standarddepot (2 vorausgewählte Fonds)
- Aktion / Warteliste
- Newsletter-Service, kein Bonus angekündigt
- Start
- 1. Januar 2027
- Standarddepot
- Noch nicht bekannt
- Kosten (soweit bekannt)
- Noch nicht bekannt
- Produktauswahl
- Noch nicht bekannt, die Auswahl kann laut DKB enger sein als gesetzlich zulässig
- Aktion / Warteliste
- Newsletter-Anmeldung, keine Warteliste, kein eigener Bonus
- Start
- 1. Januar 2027 (geplant)
- Standarddepot
- Ja
- Kosten (soweit bekannt)
- Core: Depot 0 €, Orders 0 € (zzgl. Spreads), Produktkosten höchstens 0,07 % p. a. ab Jahr 6. Plus und Flex: noch nicht bekannt
- Produktauswahl
- Standarddepot Core, Standarddepot Plus, Flex (bis 25 Positionen)
- Aktion / Warteliste
- Eintrag für Start-Infos, keine Bonusaktion gefunden
- Start
- 1. Januar 2027
- Standarddepot
- Ja
- Kosten (soweit bekannt)
- Aktiv: TER ab 0,03 % p. a. Relax: TER zusammen 0,20 % p. a. Keine Depotführungs-, Wechsel- und Ordergebühren
- Produktauswahl
- Aktiv (Selbstentscheider, über 1.000 ETFs und Fonds), Relax (Standard, 2 aktive ETFs)
- Aktion / Warteliste
- Startbonus 50 € (Starteliste 2026, Depot bis 15.02.2027)
- Start
- 1. Januar 2027 (geplant)
- Standarddepot
- Noch nicht bekannt
- Kosten (soweit bekannt)
- Noch nicht bekannt, Preise laut Joe Broker vor dem 1. Januar 2027
- Produktauswahl
- Noch nicht bekannt
- Aktion / Warteliste
- Keine Aktion angekündigt
- Start
- 2027
- Standarddepot
- Ja
- Kosten (soweit bekannt)
- Noch nicht bekannt
- Produktauswahl
- Garantieprodukt (80 % oder 100 %), Altersvorsorgedepot (Fonds und ETFs), Standard-Depot (2 Fonds)
- Aktion / Warteliste
- Anmeldung möglich, kein Bonus angekündigt
- Start
- 1. Januar 2027 (Depot lässt sich laut quirion vorher nicht eröffnen)
- Standarddepot
- Ja
- Kosten (soweit bekannt)
- Standard: keine Depotgebühr zum Start, ETF-Kosten 0,07 % und 0,08 % p. a., mindestens im 1. Jahr erstattet
- Produktauswahl
- Standard (1 Aktien-ETF + 1 Anleihen-ETF), Pro-Variante
- Aktion / Warteliste
- „Platz vormerken“ kostenlos, keine Bonusaktion gefunden
- Start
- 1. Januar 2027
- Standarddepot
- Ja
- Kosten (soweit bekannt)
- Standard: Verwaltungsgebühr 0,15 % p. a. (TER und Effektivkosten noch nicht angegeben)
- Produktauswahl
- Standarddepot (1 Aktien-ETF + 1 Anleihen-ETF), Vermögensverwaltung (bis 6 Aktien-ETFs + 1 Anleihen-ETF)
- Aktion / Warteliste
- Warteliste, „StartVorteil“: 3 % p. a. auf Tagesgeld bis zum Start
- Start
- 1. Januar 2027 (nach aktuellem Stand)
- Standarddepot
- Ja
- Kosten (soweit bekannt)
- Konto, Depot und Sparpläne 0 €. Ausgewählte ETFs mit 0 % p. a. TER bis 31.12.2027 (Rentenbonus)
- Produktauswahl
- Standard und Selbst entscheiden
- Aktion / Warteliste
- Vorregistrierung mit Verlosung (5 Gewinne), kein Bonus für alle
- Start
- 1. Januar 2027
- Standarddepot
- Ja
- Kosten (soweit bekannt)
- Standarddepot: Depot, Sparplan, Orders 0 € (zzgl. Spreads), TER-Erstattung in den ersten 3 Jahren bis 25.000 €
- Produktauswahl
- Standarddepot und freies Altersvorsorgedepot
- Aktion / Warteliste
- Vorab registrieren, TER-Erstattung im Standarddepot
- Start
- Anfang 2027
- Standarddepot
- Ja
- Kosten (soweit bekannt)
- Standarddepot: 0,1 % effektive Kosten p. a. Individualprodukt: 1,0 bis 1,5 %. Depot und Zulagenverwaltung kostenlos
- Produktauswahl
- Standarddepot (passiv), Individualprodukt (aktiv), Garantieprodukte
- Aktion / Warteliste
- Keine Aktion angekündigt
- Start
- Nicht genannt
- Standarddepot
- Ja
- Kosten (soweit bekannt)
- Laut Anbieter komplett kostenlos möglich: keine Depotgebühren, keine Ausführungskosten bei Sparplänen
- Produktauswahl
- Standarddepot und Selbstentscheider-Depot, mehrere Dutzend ETFs von BlackRock, DWS und Vanguard
- Aktion / Warteliste
- Keine Aktion und keine Warteliste gefunden
Alle Angaben sind Ankündigungen der Anbieter unter dem Vorbehalt der Zertifizierung, Datenstand 30.10.2026. Start, Kosten und Aktionen können sich bis zum Marktstart ändern, Anbieter können Aktionen ändern oder beenden. Verbindlich sind das Produktinformationsblatt und die jeweilige Anbieterseite.
Die Angebote im Detail
Alphabetisch, mit Kosten, Produkten, Aktionen und den Quellen, auf denen die Angaben beruhen. Was wir nicht belegen konnten, steht unter „Noch nicht bekannt“.
Bitpanda Altersvorsorgedepot
- Start laut Anbieter:
- Launch 2027 (FAQ: 1. Januar 2027)
- Standarddepot:
- Ja
- Dahinter:
- ETF-Ausführung über die Bitpanda Financial Services GmbH (Zweigniederlassung Berlin)
Kosten
- Vorsorge Standard: Depot 0 €, Sparplan 0 €, Kauf und Verkauf 0 €.
- Die Fondskosten (TER) der zwei vorausgewählten ETFs liegen laut Bitpanda in den Jahren 2027 bis 2029 bei 0 %, danach hängen sie vom Produkt ab.
- Vorsorge Flex: 0 € bei Select-Partnern, sonst 1 €.
Produktauswahl
- Vorsorge Standard: zwei vorausgewählte ETFs.
- Vorsorge Flex: ETFs selbst wählen.
Aktion und Warteliste
- Laut Bitpanda ist das Produkt derzeit noch nicht verfügbar, es gibt eine Warteliste. Abschließen oder einzahlen kannst du erst nach dem Start.
Noch nicht bekannt
- Zertifizierungsstatus: Bitpanda nennt keinen (Bezeichnung auf der Seite: Vorsorgekonto nach dem AltZertG).
- Kosten nach 2029: laut Bitpanda produktspezifisch, noch nicht bekannt.
comdirect / Commerzbank Altersvorsorgedepot
- Start laut Anbieter:
- Jahresbeginn 2027
- Standarddepot:
- Ja
Kosten
- Noch nicht bekannt: Die Pressemitteilung nennt keine Kosten.
Produktauswahl
- comdirect „Altersvorsorgedepot Standard“: zwei vorausgewählte ETFs.
- comdirect „Altersvorsorgedepot Flexibel“: mehr ETFs und Fonds zur Auswahl.
- comdirect: Sparen ab 10 € im Monat laut Pressemitteilung.
- Commerzbank: eigenes Altersvorsorgedepot mit zwei aktiv gemanagten Multi-Asset-Fonds von Allianz Global Investors (Aktienanteil im Schnitt 15 % beziehungsweise 70 %).
Aktion und Warteliste
- Early-Bird-Prämie von 50 € für die Vorregistrierung bei comdirect (Pressemitteilung vom 01.10.2026).
- Genaue Teilnahmebedingungen und Frist: noch nicht bekannt.
Noch nicht bekannt
- Kosten beider Produkte.
- Bedingungen und Frist der Early-Bird-Prämie.
- Zertifizierungsstatus.
- Die comdirect-Produktseite war für uns am 30.10.2026 nicht abrufbar. Die Angaben stammen aus der Pressemitteilung der Commerzbank.
Consorsbank Altersvorsorgedepot
- Start laut Anbieter:
- Anfang 2027
- Standarddepot:
- Ja
Kosten
- Noch nicht bekannt: Die Anbieterseite nennt keine Kosten.
Produktauswahl
- Flexibles Altersvorsorgedepot.
- Standarddepot mit zwei vorausgewählten Fonds: ein defensiver (Risikoklasse SRI 1 bis 2) und ein chancenorientierter (SRI 3 bis 5).
- Eine ESG-Variante ist laut Consorsbank angedacht.
Aktion und Warteliste
- Newsletter-Service für Informationen zum Start, kein Bonus angekündigt.
Noch nicht bekannt
- Kosten.
- Zertifizierungsstatus.
DKB Altersvorsorgedepot
- Start laut Anbieter:
- 1. Januar 2027
- Standarddepot:
- Noch nicht bekannt
Kosten
- Noch nicht bekannt: Die DKB nennt keine Kosten für ihr Produkt.
Produktauswahl
- Die DKB nennt noch keine konkreten Produkte oder ETFs. Laut Anbieterseite kann die Auswahl enger sein als gesetzlich zulässig.
- Ein Übertrag von Riester-Verträgen über das DKB-Banking ist ab Januar 2027 geplant.
Aktion und Warteliste
- Die Anmeldung auf der Anbieterseite führt nur zu einem Newsletter, eine Warteliste gibt es nicht.
- Kein eigener Bonus.
Noch nicht bekannt
- Kosten und ETF-Auswahl.
- Standarddepot: nicht ausdrücklich genannt.
- Zertifizierungsstatus.
flatex Altersvorsorgedepot
- Start laut Anbieter:
- 1. Januar 2027 (geplant)
- Standarddepot:
- Ja
Kosten
- Standarddepot Core: Depot 0 €, Sparplan und Einmalanlage 0 € Ordergebühr (zzgl. Spreads), Produktkosten höchstens 0,07 % p. a. ab dem sechsten Jahr. In den ersten fünf Jahren erstattet flatex die Produktkosten.
- Standarddepot Plus und Flex: Kosten nennt flatex erst vor dem Start.
Produktauswahl
- Standarddepot Core und Standarddepot Plus.
- Flex: freie Auswahl bis zu 25 Positionen.
Aktion und Warteliste
- Eintrag für Informationen zum Start möglich. Eine Bonusaktion haben wir nicht gefunden.
Noch nicht bekannt
- Kosten von Standarddepot Plus und Flex.
- Die Bank hinter dem Produkt nennt flatex nicht.
- Zertifizierungsstatus.
- Die flatex-Seite enthält zum Gesetzgebungsstand veraltete Angaben. Wir nutzen sie nur für Produkt und Kosten, nicht für die Rechtslage.
ING Altersvorsorgedepot
- Start laut Anbieter:
- 1. Januar 2027
- Standarddepot:
- Ja
Kosten
- Aktiv: Fondskosten (TER) ab 0,03 % p. a., je nach gewähltem ETF oder Fonds.
- Relax (Standard): TER der zwei ETFs zusammen 0,20 % p. a.
- Keine Depotführungs-, Wechsel- und Ordergebühren (für Einmalzahlungen und Umschichtungen), keine Gebühren für die Sparplanausführung. Es fallen nur Produktkosten an. Sparrate ab 10 €.
Produktauswahl
- Aktiv: Selbstentscheider-Depot mit über 1.000 ETFs und Fonds.
- Relax: Standarddepot mit zwei aktiven ETFs.
- Ein digitaler Wechselservice für Riester-Verträge ist laut ING im Laufe des Jahres 2027 geplant, der Abschluss soll schon zum Marktstart möglich sein.
Aktion und Warteliste
- Startbonus von 50 € einmalig für Neukunden, die sich in die Starteliste 2026 eintragen und das Depot bis zum 15.02.2027 eröffnen (Pressemitteilung vom 26.10.2026).
Noch nicht bekannt
- Zertifizierungsstatus.
- Weitere Bedingungen des Startbonus: aus der Pressemitteilung nicht ersichtlich.
Joe Broker Altersvorsorgedepot
- Start laut Anbieter:
- 1. Januar 2027 (geplant)
- Standarddepot:
- Noch nicht bekannt
- Dahinter:
- Laut Anbieterseite eine Marke der TARGOBANK
Kosten
- Noch nicht bekannt: Die Kostenstruktur steht laut Joe Broker noch nicht fest, die Preise sollen vor dem 1. Januar 2027 veröffentlicht werden.
Produktauswahl
- Joe Broker will das Altersvorsorgedepot 2027 bei Verfügbarkeit in der App ergänzen. Welche Produkte es geben wird, ist noch nicht bekannt.
Aktion und Warteliste
- Keine Aktion angekündigt. Das normale Joe-Broker-Depot lässt sich laut Anbieterseite schon heute eröffnen, das ist aber kein Altersvorsorgedepot.
Noch nicht bekannt
- Kosten, Produkte und Standarddepot.
- Zertifizierungsstatus.
Openbank (Santander) Altersvorsorgedepot
- Start laut Anbieter:
- 2027
- Standarddepot:
- Ja
Kosten
- Noch nicht bekannt: Die Anbieterseite nennt keine Kosten.
Produktauswahl
- Garantieprodukt mit einer Zusage von 80 % oder 100 %.
- Altersvorsorgedepot mit Fonds und ETFs, eigene Gewichtung.
- Standard-Depot mit zwei Fonds.
- Partner laut Anbieterseite: Openbank, ERGO und Santander Asset Management.
Aktion und Warteliste
- Anmeldung für Informationen auf der Anbieterseite möglich, kein Bonus angekündigt.
Noch nicht bekannt
- Kosten.
- Rolle der Partner, insbesondere von ERGO: nicht erläutert.
- Die Seite von Santander selbst haben wir nicht ausgewertet.
- Zertifizierungsstatus.
quirion Altersvorsorgedepot
- Start laut Anbieter:
- 1. Januar 2027 (Depot lässt sich laut quirion vorher nicht eröffnen)
- Standarddepot:
- Ja
- Dahinter:
- Quirin Privatbank AG
Kosten
- Standard: keine Depotgebühr zum Start. ETF-Kosten 0,07 % und 0,08 % p. a., laut quirion mindestens im ersten Jahr erstattet.
- Kosten ab dem zweiten Jahr und für die Pro-Variante nennt quirion erst vor dem Start.
- In der Pressemitteilung vom 03.09.2026 schreibt quirion, ein kostenfreies Angebot zu planen.
Produktauswahl
- Standard: ein Aktien-ETF und ein Anleihen-ETF. Laut Pressemitteilung vom 03.09.2026 sind das der Vanguard FTSE Global All-Cap (TER 0,07 %) und der Vanguard Global Aggregate Bond EUR Hedged (TER 0,08 %).
- Zusätzlich eine Pro-Variante, Details dazu nennt quirion erst vor dem Start.
Aktion und Warteliste
- „Platz vormerken“ ist kostenlos. Eine Bonusaktion haben wir nicht gefunden.
Noch nicht bekannt
- Kosten ab dem zweiten Jahr und der Pro-Variante.
- Zertifizierung: laut quirion frühestens zum 1. Januar 2027.
Raisin / WeltSparen Altersvorsorgedepot
- Start laut Anbieter:
- 1. Januar 2027
- Standarddepot:
- Ja
- Dahinter:
- Raisin Bank
Kosten
- Standarddepot: Verwaltungsgebühr 0,15 % p. a.
- Vermögensverwaltung: Verwaltungsgebühr 0,25 bis 0,46 % p. a.
- Das sind Verwaltungsgebühren. Fondskosten (TER) und Effektivkosten gibt Raisin noch nicht an.
Produktauswahl
- Standarddepot: ein Aktien-ETF und ein Anleihen-ETF.
- Vermögensverwaltung: bis zu sechs Aktien-ETFs und ein Anleihen-ETF.
Aktion und Warteliste
- Warteliste auf der Anbieterseite.
- „StartVorteil“: 3 % p. a. auf Tagesgeld bis zum Start des Altersvorsorgedepots, laut Anbieter nur mit Förderberechtigung. Die vollständigen Bedingungen konnten wir am 30.10.2026 nicht prüfen, der AGB-Link der Anbieterseite führte auf eine Testadresse.
Noch nicht bekannt
- TER und Effektivkosten.
- Bedingungen des StartVorteils.
- Zertifizierungsstatus.
Noch nicht abschließbar, Start nach aktuellem Stand am 1. Januar 2027.
Zu Raisin*Scalable Capital Altersvorsorgedepot
- Start laut Anbieter:
- 1. Januar 2027 (nach aktuellem Stand)
- Standarddepot:
- Ja
- Dahinter:
- Scalable Capital Bank GmbH
Kosten
- Konto und Depot 0 €, Sparpläne 0 €.
- Käufe im Modell „Selbst entscheiden“: 0 € mit PRIME+, 0,99 € mit FREE.
- Rentenbonus: 0 % p. a. TER für ausgewählte ETFs bis 31.12.2027, die TER wird laut Scalable reinvestiert. Die Liste dieser ETFs haben wir noch nicht ausgewertet.
- Spreads und Produktkosten können zusätzlich anfallen.
Produktauswahl
- Zwei Modelle: „Standard“ und „Selbst entscheiden“.
- Auszahlung laut Anbieterbeschreibung ab 65, bis zu 30 % einmalig, der Rest als Plan bis mindestens 85.
Aktion und Warteliste
- Vorregistrierung vom 27.08. bis 31.12.2026 mit Verlosung, kein Bonus für alle. Laut Newsletter ist dafür vorher ein Scalable-Depot oder Tagesgeld nötig.
- Verlosung: fünf Gewinne (je einer pro Monat der Vorregistrierung von August bis Dezember). Gewinn laut Teilnahmebedingungen (Stand Oktober 2026): 540 € pro Jahr ab 2027 bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter, höchstens bis 67. Ziehung im Februar 2027.
- Die Auszahlung setzt ein Altersvorsorgedepot bei Scalable bis zum 31.01.2027 voraus.
Noch nicht bekannt
- Welche Kosten für welches Modell (Standard oder Selbst entscheiden) gelten, ist auf der Anbieterseite nicht eindeutig lesbar.
- ETF-Liste des Rentenbonus.
- Zertifizierungsstatus: Die Seite weist darauf hin, dass das Produkt staatlich zertifiziert sein muss, nennt aber keinen Status.
Noch nicht abschließbar, Start nach aktuellem Stand am 1. Januar 2027.
Zu Scalable Capital*Smartbroker+ Altersvorsorgedepot
- Start laut Anbieter:
- 1. Januar 2027
- Standarddepot:
- Ja
Kosten
- Standarddepot: Depot 0 €, Sparplan 0 €, Einzelorders 0 € (zzgl. Spreads). TER-Erstattung zu 100 % in den ersten drei Jahren bis 25.000 € Anlagevolumen, nur im Standarddepot.
- Freies Altersvorsorgedepot: Depot 0 €, Sparplan 0 €, Einzelorders ab 500 € gratis über gettex, darunter 1 €.
Produktauswahl
- Standarddepot (mit TER-Erstattung).
- Freies Altersvorsorgedepot mit eigener Auswahl.
Aktion und Warteliste
- Vorab registrieren ist auf der Anbieterseite möglich.
- Die Teilnahmebedingungen der TER-Erstattung waren für uns nicht lesbar. Weitere Bedingungen aus Drittquellen übernehmen wir nicht, solange Smartbroker+ sie nicht selbst bestätigt.
Noch nicht bekannt
- Teilnahmebedingungen der TER-Erstattung.
- Die Bank hinter dem Produkt nennt Smartbroker+ nicht.
- Zertifizierungsstatus.
Noch nicht abschließbar, Start nach aktuellem Stand am 1. Januar 2027.
Zu Smartbroker+*Sparkassen / Deka Altersvorsorgedepot
- Start laut Anbieter:
- Anfang 2027
- Standarddepot:
- Ja
Kosten
- Standarddepot (Welt-Aktien-ETF plus Europa-Rentenfonds, passiv): 0,1 % effektive Kosten p. a.
- Individualprodukt (aktiv, bis zu drei Bausteine): 1,0 bis 1,5 % effektive Kosten p. a., je nach Laufzeit.
- Depot und Zulagenverwaltung kostenlos.
- Alle Konditionen stehen laut Deka unter dem Vorbehalt der BaFin-Genehmigung, die im November erwartet wird.
Produktauswahl
- Standarddepot: Welt-Aktien-ETF und Europa-Rentenfonds, passiv.
- Individualprodukt: aktiv, bis zu drei Bausteine.
- Laut Sparkassen-Seite außerdem Garantieprodukte, unter anderem mit 80 %.
- Vertrieb über die Sparkassen und die App.
Aktion und Warteliste
- Keine Aktion angekündigt.
Noch nicht bekannt
- Was der genannte Genehmigungsvorbehalt genau betrifft: Die Zertifizierung läuft über das BZSt, die Bedeutung ist uns unklar.
- Zertifizierungsstatus.
Trade Republic Altersvorsorgedepot
- Start laut Anbieter:
- Nicht genannt
- Standarddepot:
- Ja
- Dahinter:
- Trade Republic Bank
Kosten
- Trade Republic beschreibt das Altersvorsorgedepot als komplett kostenlos möglich: keine Depotgebühren, keine Ausführungskosten bei Sparplänen.
- Mehrere Dutzend ETFs von BlackRock, DWS und Vanguard sollen laut Pressemitteilung langfristig ohne Produktkosten angeboten werden.
- Standarddepot und Selbstentscheider-Depot sind laut Produktseite kostenfrei.
Produktauswahl
- Standarddepot und Selbstentscheider-Depot.
- ETF-Auswahl: mehrere Dutzend ETFs von BlackRock, DWS und Vanguard laut Pressemitteilung.
Aktion und Warteliste
- Weder auf der Produktseite noch in der Pressemitteilung finden wir eine Aktion oder eine Warteliste.
Noch nicht bekannt
- Startdatum: nicht genannt.
- Hinweise zu Eröffnung oder Warteliste: nicht vorhanden.
- Kosten des Standarddepots im Detail: Die FAQ-Antworten dazu haben wir nur teilweise ausgewertet.
- Zertifizierungsstatus.
Weitere Anbieter ohne belastbare Angaben
- XTB: Laut eigener Bildungsseite plant XTB ein Angebot, die Details stehen noch nicht fest. Start, Kosten und Warteliste sind nicht bekannt. Quelle
- Union Investment / Volksbanken: Auf der Anbieterseite finden wir bislang nur einen Info-Service und ein Gewinnspiel, aber keine Produktdaten. Quelle
- finanzen.net zero: Die Produktseite war für uns am 30.10.2026 nicht abrufbar. Belastbare Angaben liegen uns nicht vor.
- eToro: Eine offizielle Ankündigung haben wir bislang nicht gefunden.
Kosten beim Altersvorsorgedepot richtig einordnen
Die Anbieter nennen Kosten in unterschiedlichen Größen, deshalb lassen sich die Zahlen in der Tabelle nicht einfach nebeneinanderlegen. Die ING nennt eine TER, also die laufende Kostenquote der Fonds, von zusammen 0,20 % p. a. für „Relax“. Die Deka nennt effektive Kosten von 0,1 % p. a. für das Sparkassen-Standarddepot. Raisin nennt eine Verwaltungsgebühr von 0,15 % p. a., ob und in welcher Höhe Fondskosten hinzukommen, gibt Raisin noch nicht an. flatex nennt Produktkosten von höchstens 0,07 % p. a. ab dem sechsten Jahr im Standarddepot Core.
Das Gesetz zieht eine Grenze: Für das Standarddepot gilt ein Kostendeckel von 1,0 % p. a. Für Selbstentscheider-Depots nennt das Gesetz nach unserer Lesart (§ 2a AltZertG) keinen solchen Deckel. Abschluss- und Vertriebskosten müssen gleichmäßig auf die Ansparphase verteilt werden.
Anbieter müssen Effektivkosten nach einer einheitlichen Methode ermitteln (Gesamtkostenindikator nach Anhang VI der Delegierten Verordnung (EU) 2017/653) und vor Abschluss ein individuelles Produktinformationsblatt bereitstellen. Ein Muster davon muss öffentlich abrufbar sein, das BMF sieht darin die Voraussetzung für Vergleichsplattformen. Erst mit diesen Blättern lassen sich die Kosten der Anbieter sauber nebeneinanderlegen. Bis dahin sind die Zahlen in unserer Tabelle Ankündigungen.
Förderung: Zulagen, Mindestbeitrag und Höchstbeitrag
Die Förderung gilt ab dem Beitragsjahr 2027 und steht im Einkommensteuergesetz (Altersvorsorgereformgesetz, BGBl. 2026 I Nr. 156). Die Zulagen gibt es nur, wenn du förderberechtigt bist und die Voraussetzungen erfüllst. Die Beträge sind keine Zusage.
| Baustein | Regel |
|---|---|
| Grundzulage (§ 84 EStG) | 50 % auf Beiträge bis 360 €, 25 % auf Beiträge von 360,01 bis 1.800 €. Höchstens 540 € im Jahr (180 € plus 360 €, eigene Rechnung). |
| Berufseinsteigerbonus (§ 84 EStG) | Einmalig bis zu 200 € zusätzlich zur Grundzulage, wenn du zu Beginn des Beitragsjahres das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hast. |
| Kinderzulage (§ 85 EStG) | 100 % der Beiträge bis 1.800 €, höchstens 300 € je Kind, für jedes Kind mit festgesetztem Kindergeld. Laut BMF gibt es die vollen 300 € ab 300 € Eigenbeitrag je Kind, unabhängig vom Geburtsjahr. |
| Mindesteigenbeitrag (§ 86 EStG) | Mindestens 120 € pro Beitragsjahr (laut BMF 10 € im Monat), sonst gibt es keine Grund- und Kinderzulage. Statt eines einkommensabhängigen Mindestbeitrags gilt also ein fester Betrag. |
| Mittelbar berechtigter Ehegatte | Grundzulage höchstens 175 €, der eigene Beitrag muss mindestens 120 € betragen. |
| Höchsteinzahlung | Bis zu 6.840 € pro Jahr (570 € im Monat, eigene Rechnung). Gefördert wird nur bis 1.800 €. |
| Sonderausgabenabzug (§ 10a EStG) | Beiträge bis 1.800 € zuzüglich Zulageanspruch sind abziehbar. Das Finanzamt prüft, ob der Steuervorteil über die Zulage hinausgeht (Günstigerprüfung). BMF-Beispiel: 2.340 € (1.800 € plus 540 €). |
| Anzahl der Verträge (§ 82 Abs. 5 EStG) | Nach dem 31.12.2026 werden nur zwei neue Verträge gefördert, ab dem dritten Vertrag gibt es keine Förderung. |
| Vermögenswirksame Leistungen | Zählen laut BMF nicht als Altersvorsorgebeiträge. |
Beispiele zur Grundzulage
Eigene Rechnung nach der Formel in § 84 EStG, ohne Berufseinsteigerbonus, Kinderzulage und Steuervorteil. Eine Renditeannahme steckt nicht darin.
| Beitrag pro Monat | Beitrag pro Jahr | Grundzulage |
|---|---|---|
| 10 € | 120 € | 60 € |
| 30 € | 360 € | 180 € |
| 60 € | 720 € | 270 € |
| 100 € | 1.200 € | 390 € |
| 150 € | 1.800 € | 540 € |
Förderberechtigt sind laut BMF unter anderem Pflichtversicherte der gesetzlichen Rentenversicherung, Beamte (mit Einwilligung), neu auch Selbstständige mit bestimmten Einkünften, wenn sie eine Steuererklärung abgeben, und Pflichtmitglieder berufsständischer Versorgungswerke (mit Einwilligung). Die Einzelheiten stehen in den häufigen Fragen unten. Ob das auf dich zutrifft, hängt von deiner persönlichen Situation ab.
Steuer beim Altersvorsorgedepot
- Einzahlung: Beiträge sind als Sonderausgaben abziehbar (§ 10a EStG), die Zulage kommt dazu.
- Ansparphase: Wertsteigerungen und Erträge werden laut BMF nicht besteuert, es fallen keine steuerpflichtigen Kapitalerträge an.
- Auszahlung: Leistungen aus geförderten Beiträgen werden voll nachgelagert mit deinem individuellen Steuersatz besteuert (§ 22 Nr. 5 EStG), auch Zulagen, Erträge und Wertsteigerungen.
- Nicht geförderte Beiträge: Laut BMF grundsätzlich Ertragsanteilsbesteuerung, bei Mischfällen wird aufgeteilt. Zu Mischfällen im Detail liegen uns keine verbindlichen Angaben vor.
- Kranken- und Pflegeversicherung: Bei Pflichtversicherten der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sind die Leistungen beitragsfrei.
- Schädliche Verwendung: Zulagen und gesondert festgestellte Steuerermäßigungen sind zurückzuzahlen, zum Beispiel bei einer Kapitalauszahlung außerhalb der Regeln oder bei einem Wohnsitz außerhalb von EU und EWR ab der Auszahlungsphase.
- Rürup und Basisrente: Eine Übertragung in den Altersvorsorgevertrag ist laut BMF nicht vorgesehen.
Wie sich das bei dir auswirkt, hängt von deinen persönlichen Verhältnissen ab. Wir geben keine Steuerberatung.
Erlaubte Anlagen und Produkttypen
Für das Altersvorsorgedepot nennt das Gesetz eine abschließende Liste (§ 1 AltZertG). Erlaubt sind OGAW-Fonds, die in Deutschland vertrieben werden dürfen, offene Publikums-AIF und ELTIF, jeweils mit Basisinformationsblatt und höchstens Risikoklasse SRI 5. Dazu kommen Euro-Schuldverschreibungen von Bund, Ländern, Gemeinden und anderen öffentlich-rechtlichen Körperschaften sowie von Euro-Staaten, der EU, der EIB und weiteren Emittenten. Ein Verrechnungskonto ist zulässig, wenn es Vertragsbestandteil ist. Einzelaktien und Kryptowerte stehen nicht auf der Liste. Eine Garantie oder Mindestverzinsung gibt es nicht.
- Selbstentscheider-Depot: Der Anbieter wählt die Anlagen, es sei denn, du übst eine vertragliche Wahloption aus.
- Standarddepot: elektronisch abschließbar, genau zwei OGAW-Fonds, einer mit Risikoklasse SRI 1 bis 2 und einer mit SRI 3 bis 5. Du darfst die Aufteilung bestimmen, sonst gilt der Standard des Anbieters. Fünf Jahre vor Auszahlungsbeginn dürfen höchstens 50 % im risikoreicheren Fonds liegen, zwei Jahre vorher und bei Beginn höchstens 30 %.
- Angebotspflicht: Wer ein Garantieprodukt oder ein Altersvorsorgedepot zertifizieren lässt, muss mindestens ein Standarddepot anbieten, auch über einen kooperierenden Anbieter. Laut BMF sind nur reine Eigenheimrente-Anbieter ausgenommen.
- Garantieprodukt: Zusage von mindestens 80 % oder 100 % der Beiträge plus Zulagen zu Beginn der Auszahlungsphase.
- Öffentliches Standarddepot: Die Bundesregierung darf per Rechtsverordnung einen öffentlichen Träger bestimmen. Laut BMF-FAQ (Seitenstand 05.05.2026) liegt eine solche Verordnung noch nicht vor, ein Start ist nicht angekündigt, laut Deutscher Rentenversicherung möglicherweise erst nach dem 1. Januar 2027.
- Anbieterkreis: Versicherer, Kreditinstitute, Bausparkassen, externe Kapitalverwaltungsgesellschaften und EWR-Anbieter, auch Wertpapier- und Finanzdienstleistungsinstitute mit mindestens 730.000 € Anfangskapital (Gelder nur bei Kreditinstituten).
Auszahlungsphase
| Thema | Regel |
|---|---|
| Beginn | Frühestens mit Vollendung des 65. Lebensjahres (früher, wenn die gesetzliche Altersrente oder Versorgung früher beginnt), spätestens mit 70. Beim Depot gibt es einen Zeitkorridor von mindestens fünf Jahren, den Beginn zeigst du drei Monate vorher an. Ohne Vereinbarung gilt bei Verträgen ab 2027 das Alter 65. |
| Formen | Lebenslange Leibrente (gleichbleibend oder steigend) oder Auszahlungsplan bis frühestens zum Alter 85. Die Rate wird spätestens alle drei Jahre neu berechnet. |
| Einmalauszahlung | Bis zu 30 % des Kapitals zu Beginn der Auszahlungsphase. |
| Kleinbetragsrente | Abfindung möglich bis 1,5 % der monatlichen Bezugsgröße (§ 18 SGB IV). |
| Vererbung | Das Restkapital im Auszahlungsplan ist vererbbar, die Leibrente nicht (optional 10 oder 20 Jahre Rentengarantiezeit). Die Förderung ist grundsätzlich zurückzuzahlen, außer das Kapital geht ohne Abzüge auf einen Vertrag des Ehegatten über (Wohnsitz EU oder EWR, nicht dauernd getrennt). |
| Eigenheim | Entnahme als „Altersvorsorge-Eigenheimbetrag“ von mindestens 3.000 € für Kauf, Bau, Umbau oder Sanierung (§ 92a EStG). |
Anbieterwechsel und Riester-Übergang
Anbieter wechseln
Die Kündigung ist mit drei Monaten Frist zum Quartalsende möglich, das Kapital geht auf einen anderen Altersvorsorgevertrag, der Vertrag kann auch ruhen. Der abgebende Anbieter darf innerhalb von fünf Jahren nach Abschluss höchstens 150 € Kosten berechnen, danach ist der Wechsel kostenfrei. Der aufnehmende Anbieter darf höchstens 150 € Verwaltungspauschale verlangen. Ein Wechsel ist laut BMF auch zu Beginn der Auszahlungsphase möglich.
Bestehenden Riester-Vertrag behandeln
Verträge, die vor dem 1. Januar 2027 abgeschlossen wurden, laufen mit der alten Förderung weiter, du musst nicht kündigen. Alte zertifizierte Riester-Verträge dürfen ab dem 1. Januar 2027 nicht mehr vertrieben werden. Nach den Erläuterungen des BMF gibt es drei Wege:
- Den Altvertrag behalten und nur in die neue Förderung wechseln (Erklärung an den Anbieter, gilt einheitlich für alle Bestandsverträge).
- Das Kapital in einen neuen Vertrag übertragen, ohne die Förderung zurückzuzahlen.
- Den Altvertrag ruhen lassen oder beitragsfrei stellen und einen neuen Vertrag abschließen.
Wer nach dem 31.12.2026 einen neuen Vertrag abschließt, zieht alle Verträge in das neue Recht, der Bestandsschutz endet. Einen Rückweg in die alte Förderung gibt es nicht. Gefördert werden Eigenbeiträge in das Altersvorsorgedepot, bestehende Riester-Verträge sind übertragbar, ein Wechsel kann Kosten verursachen, und bereits gefördertes Kapital wird im Übertragsjahr nicht erneut gefördert.
Zum Vergleich die alte Riester-Förderung laut BMF: Grundzulage 175 €, Kinderzulage 185 € (Kinder vor 2008) beziehungsweise 300 € (ab 2008) und ein einkommensabhängiger Mindesteigenbeitrag.
Zeitplan bis zum Start
- 17.12.2025Kabinett beschließt den Gesetzentwurf.
- 27.03.2026Bundestag beschließt das Gesetz.
- 08.05.2026Bundesrat stimmt zu.
- 29.05.2026Verkündung im Bundesgesetzblatt (BGBl. 2026 I Nr. 156). Das Gesetz tritt grundsätzlich am 30.05.2026 in Kraft.
- 01.01.2027Anbieter dürfen die neuen Produkte anbieten, Zertifikate können frühestens ab diesem Tag wirksam werden. Die neuen Zulagen gelten ab dem Beitragsjahr 2027, alte Riester-Verträge dürfen nicht mehr vertrieben werden.
- 01.01.2028Weitere Teile des Gesetzes treten in Kraft, unter anderem Anpassungen bei der Eigenheimrente.
Wie wir die Altersvorsorgedepots vergleichen
Wir ordnen die Anbieter alphabetisch und vergeben kein Sterne-Rating. Solange Kosten, Produkte und Zertifizierung vieler Anbieter nicht feststehen, würde eine Wertung auf Annahmen beruhen. Was wir nicht belegen konnten, steht als „noch nicht bekannt“ da, Werte schätzen wir nicht.
Jede Anbieterangabe stammt von der Anbieterseite oder aus einer Pressemitteilung, die Quellen stehen bei jedem Anbieter. Förderung, Steuer und Regeln stammen aus dem Gesetzestext und den Erläuterungen von BMF, Bundesregierung und Deutscher Rentenversicherung. Angaben aus Vergleichsportalen, Foren oder Zusammenfassungen von Suchmaschinen übernehmen wir nicht.
Für Partnerlinks, die mit * gekennzeichnet sind, erhalten wir eine Provision, ohne Mehrkosten für dich. Das beeinflusst die Reihenfolge nicht, sie ist alphabetisch. Sobald Anbieter ein Zertifikat, Kosten oder den Start bestätigen, ziehen wir die Seite nach.
Quellen zu Gesetz und Förderung (abgerufen 30.10.2026)
- Bundesgesetzblatt 2026 I Nr. 156 (Altersvorsorgereformgesetz), Volltext
- Bundesfinanzministerium: Fragen und Antworten zur Reform der privaten Altersvorsorge (Seitenstand 05.05.2026)
- Bundesregierung: Reform der privaten Altersvorsorge
- Deutsche Rentenversicherung: Altersvorsorgereformgesetz
- Bundeszentralamt für Steuern: Zertifizierung von Altersvorsorgeprodukten
Häufige Fragen zum Altersvorsorgedepot
Das Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Anlageprodukt für die private Altersvorsorge. Es wurde mit dem Altersvorsorgereformgesetz (BGBl. 2026 I Nr. 156) eingeführt. Du zahlst regelmäßig ein, der Staat legt Zulagen dazu, und das Geld wird in einer gesetzlich festgelegten Auswahl an Investmentfonds (auch ETFs) und bestimmten Anleihen angelegt. Eine Garantie oder Mindestverzinsung gibt es beim Altersvorsorgedepot nicht. Anbieter können die neuen Produkte ab dem 1. Januar 2027 anbieten.
Nein. Das Gesetz ist verkündet und in Kraft, die neuen Produkte dürfen Anbieter aber erst ab dem 1. Januar 2027 anbieten und brauchen dafür ein Zertifikat der Zertifizierungsstelle beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt). In der BZSt-Zertifikatsliste (Dokumentstand 11.09.2026) steht noch kein Altersvorsorgedepot. Heute kannst du dich bei einigen Anbietern auf Wartelisten oder Newsletter eintragen, abschließen kannst du nichts. Stand: 30.10.2026.
Nach unserem Stand vom 30.10.2026 haben Bitpanda, comdirect / Commerzbank, Consorsbank, DKB, flatex, ING, Joe Broker, Openbank (Santander), quirion, Raisin / WeltSparen, Scalable Capital, Smartbroker+, Sparkassen / Deka und Trade Republic ein Angebot angekündigt. XTB plant laut eigener Seite ein Angebot, Details fehlen noch. Alle Angaben sind Ankündigungen, kein Anbieter nennt auf den von uns gelesenen Seiten ein erteiltes Zertifikat.
Ab dem Beitragsjahr 2027 gibt es nach dem Gesetz bis zu 540 € Grundzulage im Jahr: 50 % auf Beiträge bis 360 € und 25 % auf Beiträge von 360,01 bis 1.800 €. Dazu kommen bis zu 300 € Kinderzulage je Kind mit festgesetztem Kindergeld und einmalig bis zu 200 € Berufseinsteigerbonus, wenn du zu Beginn des Beitragsjahres das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hast. Voraussetzung für Grund- und Kinderzulage ist ein Eigenbeitrag von mindestens 120 € pro Jahr. Zusätzlich kannst du Beiträge bis 1.800 € plus Zulageanspruch als Sonderausgaben absetzen, das Finanzamt prüft, ob der Steuervorteil höher ist als die Zulage.
Das hängt vom Anbieter und vom Produkt ab. Für das Standarddepot gilt ein gesetzlicher Kostendeckel von 1,0 % p. a. (Effektivkosten). Für Selbstentscheider-Depots nennt das Gesetz nach unserer Lesart keinen Deckel. Die Anbieter nennen unterschiedliche Größen: ING eine TER von zusammen 0,20 % p. a. für „Relax“, die Deka 0,1 % effektive Kosten für das Standarddepot der Sparkassen, Raisin eine Verwaltungsgebühr von 0,15 % p. a. Diese Werte sind nicht direkt vergleichbar. Vergleichbar werden die Kosten über das Produktinformationsblatt, das Anbieter vor Abschluss bereitstellen müssen. Stand: 30.10.2026.
Im Auszahlungsplan ist das Restkapital vererbbar, bei der Leibrente nicht (optional gibt es eine Rentengarantiezeit von 10 oder 20 Jahren). Wird vererbt, ist die Förderung grundsätzlich zurückzuzahlen. Ausnahme: Das Kapital wird ohne Abzüge auf einen Altersvorsorgevertrag des Ehegatten übertragen (Wohnsitz in der EU oder im EWR, nicht dauernd getrennt lebend).
Riester-Verträge, die vor dem 1. Januar 2027 abgeschlossen wurden, laufen mit der alten Förderung weiter, du musst sie nicht kündigen. Nach den Erläuterungen des BMF gibt es drei Wege: den Altvertrag behalten und nur in die neue Förderung wechseln (Erklärung an den Anbieter, gilt einheitlich für alle Bestandsverträge), das Kapital in einen neuen Vertrag übertragen, ohne die Förderung zurückzuzahlen, oder den Altvertrag ruhen lassen oder beitragsfrei stellen und einen neuen Vertrag abschließen. Wer nach dem 31.12.2026 einen neuen Vertrag abschließt, zieht alle Verträge in das neue Recht, der Bestandsschutz endet. Ein Rückweg in die alte Förderung ist nicht möglich.
Förderberechtigt sind nach den Erläuterungen des BMF unter anderem Pflichtversicherte der gesetzlichen Rentenversicherung (zum Beispiel Arbeitnehmer, Auszubildende, nicht befreite Minijobber), Beamte (mit Einwilligung) und neu auch Selbstständige mit Einkünften nach § 15 oder § 18 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 EStG, wenn sie eine Steuererklärung abgeben, sowie Pflichtmitglieder berufsständischer Versorgungswerke (mit Einwilligung). Nicht unmittelbar förderberechtigt sind unter anderem freiwillig gesetzlich Rentenversicherte ohne weiteres Kriterium, von der Versicherungspflicht befreite Minijobber und Vollrentner wegen Alters. Ob das auf dich zutrifft, hängt von deiner persönlichen Situation ab.
In der Ansparphase sind Beiträge als Sonderausgaben abziehbar, Wertsteigerungen und Erträge werden nicht besteuert. In der Auszahlungsphase werden Leistungen aus geförderten Beiträgen voll nachgelagert mit deinem individuellen Steuersatz besteuert, auch Zulagen, Erträge und Wertsteigerungen. Für nicht geförderte Beiträge nennt das BMF grundsätzlich die Ertragsanteilsbesteuerung, bei Mischfällen wird aufgeteilt. Bei Pflichtversicherten der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sind die Leistungen beitragsfrei. Wie sich das auf dich auswirkt, hängt von deinen persönlichen Verhältnissen ab, wir geben keine Steuerberatung.
Die Auszahlung beginnt frühestens mit der Vollendung des 65. Lebensjahres (früher, wenn die gesetzliche Altersrente früher beginnt) und spätestens mit 70. Beim Depot gibt es einen Zeitkorridor von mindestens fünf Jahren, den Beginn zeigst du drei Monate vorher an. Bis zu 30 % des Kapitals dürfen zu Beginn der Auszahlungsphase auf einmal ausgezahlt werden. Der Rest kommt als lebenslange Leibrente oder als Auszahlungsplan bis frühestens zum Alter 85, die Rate wird spätestens alle drei Jahre neu berechnet.
Ja. Die Kündigung ist mit drei Monaten Frist zum Quartalsende möglich, das Kapital geht dann auf einen anderen Altersvorsorgevertrag. Der abgebende Anbieter darf innerhalb von fünf Jahren nach Abschluss höchstens 150 € Kosten berechnen, danach ist der Wechsel kostenfrei. Der aufnehmende Anbieter darf höchstens 150 € Verwaltungspauschale verlangen.
Das Gesetz nennt eine abschließende Liste: in Deutschland vertriebsfähige OGAW-Fonds, offene Publikums-AIF und ELTIF jeweils mit Basisinformationsblatt und höchstens Risikoklasse SRI 5, außerdem Euro-Schuldverschreibungen von Bund, Ländern, Gemeinden und bestimmten Euro-Staaten und Institutionen. Einzelaktien und Kryptowerte stehen nicht auf dieser Liste. Garantien oder eine Mindestverzinsung gibt es beim Altersvorsorgedepot nicht.
Die ING hat in einer Pressemitteilung vom 26.10.2026 zwei Varianten ab dem 1. Januar 2027 angekündigt: „Aktiv“ als Selbstentscheider-Depot mit über 1.000 ETFs und Fonds (TER ab 0,03 % p. a.) und „Relax“ als Standarddepot mit zwei aktiven ETFs (TER zusammen 0,20 % p. a.). Depotführungs-, Wechsel- und Ordergebühren für Einmalzahlungen und Umschichtungen sowie Gebühren für die Sparplanausführung fallen laut ING nicht an, es bleiben nur Produktkosten. Neukunden, die sich in die Starteliste 2026 eintragen und das Depot bis zum 15.02.2027 eröffnen, erhalten einen Startbonus von 50 €. Stand: 30.10.2026, ein Abschluss ist noch nicht möglich.
Trade Republic beschreibt das Produkt als komplett kostenlos möglich: keine Depotgebühren, keine Ausführungskosten bei Sparplänen. Mehrere Dutzend ETFs von BlackRock, DWS und Vanguard sollen laut Pressemitteilung langfristig ohne Produktkosten angeboten werden. Ein Startdatum nennt Trade Republic auf der Produktseite und in der Pressemitteilung nicht, einen Bonus oder eine Warteliste haben wir nicht gefunden. Stand: 30.10.2026.
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