Unsere Bitpanda Erfahrungen in Kurzform: Der Wiener Anbieter bündelt über 650 Kryptowährungen, mehr als 10.000 Aktien und ETFs, Edelmetalle und eine Visa-Debitkarte in einer App. Dafür zahlst du beim Krypto-Kauf 0,99 bis 2,49 Prozent, bei Aktien 1 Euro pro Trade und beim Staking 20 Prozent Kommission. Wir zeigen dir alle Gebührenstufen, wo die Regulierung endet und für wen sich Bitpanda lohnt.
Was Bitpanda ist und welche Gesellschaft was macht
Bitpanda* ist ein Anbieter aus Wien, gegründet 2014. Angefangen hat die Plattform mit Kryptowährungen. Heute handelst du dort auch Aktien, ETFs und Edelmetalle, dazu kommen Staking, Krypto-Indizes und eine Visa-Debitkarte.
Ein Teil unseres Teams hat bei Bitpanda 2018 die ersten Kryptowährungen gekauft. Für diesen Test haben wir alle Zahlen neu gegen die aktuellen Kostendokumente und Produktseiten des Anbieters geprüft.
Für dich als Kunde in Deutschland arbeiten mehrere Gesellschaften zusammen. Krypto-Dienste laufen über die Bitpanda Asset Management GmbH, die von der BaFin nach der EU-Verordnung MiCAR zugelassen ist. Aktien und ETFs verantwortet die Bitpanda Financial Services GmbH. Edelmetalle liegen bei der Bitpanda Metals GmbH in Wien. In Österreich ist die Bitpanda GmbH von der FMA zugelassen.
Das klingt nach Verwaltungsaufwand, ist aber nachvollziehbar aufgeteilt. Jede Gesellschaft trägt die Aufsicht für ihr eigenes Produkt. Für dich heißt das: Nicht jedes Angebot fällt unter dieselbe Regulierung. Wo die Grenze verläuft, zeigen wir bei Earn und Edelmetallen.
Krypto, Aktien, ETFs und Edelmetalle in einer App
Bitpanda im Video
Im Video gehen wir die Gebührenstufen, die Konzernstruktur und die Card durch. Zwei Punkte aus dem Video haben wir für diesen Text präzisiert: die Zahl der Konzerngesellschaften und die zuständigen Aufsichtsbehörden. Maßgeblich sind die Angaben im Artikel.
Bitpanda Gebühren für Krypto: 0,99 bis 2,49 Prozent

Bitpanda rechnet beim Krypto-Kauf mit einer prozentualen Gebühr, die im verbindlichen Angebot steht, bevor du bestätigst. Das Kosteninformationsdokument teilt alle Coins in vier Stufen ein.
Stablecoins und Bitcoin kosten 0,99 Prozent. Der Euro-Stablecoin EURCV ist mit 0 Prozent die Ausnahme. Ethereum, Solana und die anderen größeren Coins liegen in Stufe 3 bei 1,49 Prozent. Coins unter 100 Millionen Euro Marktkapitalisierung und Neulistungen aus dem Programm Bitpanda Spotlight kosten 2,49 Prozent.
In der Praxis heißt das: Wer für 1.000 Euro Bitcoin kauft, zahlt 9,90 Euro Gebühr. Bei Ethereum sind es 14,90 Euro, bei einem kleinen Altcoin 24,90 Euro. Zum Vergleich: Auf der Handelsoberfläche Bitpanda Fusion startet die Gebühr bei 0,25 Prozent. Dafür siehst du im Broker den Betrag vor dem Klick und musst keinen Spread schätzen.
Hinzu kommt der Zahlungsweg. Für SEPA-Einzahlungen und Auszahlungen in Euro erhebt Bitpanda selbst keine Gebühr. PayPal-Einzahlungen kosten 1,49 Prozent. Blockchain-Gebühren für Krypto-Auszahlungen reicht Bitpanda unverändert an das Netzwerk durch, ohne eigenen Aufschlag. Wer die Gebühren mit dem Bitpanda-Token VSN bezahlt, bekommt 20 Prozent Rabatt.
Ein Posten fällt aus dem Rahmen. Landet eine Krypto-Einzahlung auf einer falschen Adresse, kostet der Wiederherstellungsversuch 15 Prozent des Betrags. Das klappt zudem nur bei bestimmten Blockchains.
Die vier Gebührenstufen im Überblick
Die Stufen stammen aus dem Kosteninformationsdokument Krypto in der Version 4.0.0 vom 8. Juli 2026. Die Fassung davor stammte vom Februar 2026. Bitpanda schiebt ältere Versionen in ein Archiv, die jeweils gültige Fassung steht auf der Kostentransparenz-Seite des Anbieters.
Assets | Gebühr pro Kauf und Verkauf | |
|---|---|---|
| Stufe 1 | Stablecoins (EURCV: 0 %) | 0,99 % |
| Stufe 2 | Bitcoin, VSN | 0,99 % |
| Stufe 3 | Andere Krypto-Assets, etwa Ethereum oder Solana | 1,49 % |
| Stufe 4 | Marktkapitalisierung unter 100 Mio. Euro und Bitpanda Spotlight | 2,49 % |
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Bitpanda Fusion: Handel von 0,25 bis 0,02 Prozent
Bitpanda Fusion ist die Handelsoberfläche für aktive Nutzer. Statt der Broker-Stufen gilt hier ein Volumenmodell über die vergangenen 30 Tage. Level 1 startet bei 0,25 Prozent, Level 7 endet bei 0,02 Prozent bei über 250 Millionen Euro Handelsvolumen.
Für Privatanleger zählt in der Regel nur Level 1. Das ist rund ein Viertel der Bitcoin-Gebühr im normalen Broker. Die Oberfläche ist zwar weniger aufgeräumt als die App, bei regelmäßigen Käufen macht sich der Unterschied aber schnell bemerkbar.
Wer mit Hebel handelt, zahlt beim Margin-Trading keine Kaufgebühr, dafür 0,18 Prozent pro Tag auf das geliehene Kapital in den ersten 60 Tagen. Danach sinkt der Satz stufenweise bis auf 0,0312 Prozent. Das Schließen kostet 0,3 Prozent, eine Liquidation 1 Prozent. Krypto-Indizes kosten 1,99 Prozent pro Kauf und Verkauf, das Halten ist kostenlos.
Handelsvolumen der letzten 30 Tage | Gebühr | |
|---|---|---|
| Level 1 | bis 100.000 € | 0,25 % |
| Level 2 | bis 500.000 € | 0,21 % |
| Level 3 | bis 2,5 Mio. € | 0,17 % |
| Level 4 | bis 10 Mio. € | 0,13 % |
| Level 5 | bis 50 Mio. € | 0,08 % |
| Level 6 | bis 250 Mio. € | 0,05 % |
| Level 7 | über 250 Mio. € | 0,02 % |
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Staking und Earn: 20 Prozent Kommission

Beim Staking behält Bitpanda 20 Prozent der Rewards als Kommission. Die Rechnung ist verständlich: Wirft ein Netzwerk 5 Prozent ab, landen bei dir 4 Prozent. Bitpanda nennt auf der Staking-Seite Beispielspannen von 4 bis 6 Prozent für Solana, 2 bis 4 Prozent für Ethereum und 14 bis 16 Prozent für ATOM (Cosmos). Diese Werte sind Schätzungen des Anbieters, keine Zusage.
Rewards kommen wöchentlich, gezählt wird ab 24 Stunden ununterbrochener Haltedauer. Eine Sperrfrist gibt es laut Anbieter nur bei Ethereum. Die 20 Prozent sind ein spürbarer Abzug. Dafür ersparst du dir eigene Validatoren und das Wallet-Setup.
Anders liegt der Fall bei Earn on Stablecoins. Bitpanda wirbt mit bis zu 7 Prozent auf EURCV und USDC. Der Disclaimer darunter lässt keinen Spielraum: Earn ist ein nicht reguliertes Produkt der Bitpanda GmbH, die MiCAR-Zulassung deckt es nicht ab, es besteht kein Einlagenschutz, und das Eigentum an den Token geht für die Dauer der Transaktion auf Bitpanda über. Du verleihst also an Bitpanda und trägst das Gegenparteirisiko. Diese Zeile solltest du gelesen haben, bevor du den Schieberegler bewegst.
Aktien und ETFs für 1 Euro pro Trade, Edelmetalle ab 1 Euro

Bei Aktien und ETFs verlangt Bitpanda 1 Euro pro Trade, ausgeführt über den Handelsplatz Quotrix. Depotführung und Dividendenabwicklung kosten nichts. Das Angebot umfasst laut Anbieter über 10.000 Aktien, ETFs und ETCs, darunter seit Januar 2026 über 530 iShares-ETFs.
Sparpläne laufen derzeit als Aktion ohne Ordergebühr, für über 7.500 Aktien und 2.500 ETFs. Bitpanda kennzeichnet das im Kostendokument ausdrücklich als Promotion. Ob die Aktion beim Lesen dieses Artikels noch gilt, steht in der aktuellen Fassung des Dokuments.
Der Euro pro Order fällt bei größeren Käufen kaum ins Gewicht, das Fixpreis-Modell kennst du von Neobrokern. Bei vielen kleinen Einzelkäufen summiert er sich. Wer zehn Aktien für je 50 Euro kauft, zahlt 10 Euro Gebühr und damit 2 Prozent.
Bruchteile sind möglich, der Einstieg liegt laut Anbieter bei 2 Euro. Sie tragen aber in der Regel kein Stimmrecht und lassen sich nicht übertragen. Wer zur Hauptversammlung will, zahlt 60 Euro je Anmeldung. Die Steuerabwicklung für deutsche Kunden läuft laut Kostendokument automatisch und kostenlos.
Edelmetalle handelst du ab 1 Euro in Gold, Silber, Platin und Palladium. Die Barren sind LBMA-zertifiziert und lagern in einem Schweizer Hochsicherheitstresor. Dabei ist zu beachten: Edelmetalle bei Bitpanda Metals gelten nicht als Kryptowerte unter MiCAR, und Bitpanda nennt selbst das Gegenparteirisiko der externen Verwahrer.
Bruchteile ab 2 Euro, Depotführung kostenlos
Bitpanda Card: Cashback nur mit Krypto

Die Bitpanda Card ist eine Visa-Debitkarte ohne Monatsgebühr. Beim Bezahlen legst du in der App fest, welches Guthaben belastet wird: Euro, eine Kryptowährung oder andere Bestände auf der Plattform.
Die Konditionen laut Card-Seite:
- •Kontoeröffnung, Erstversand und monatliche Kosten: 0 Euro
- •Fremdwährungsgebühr: 0 Prozent, Visa-Aufschläge sind möglich
- •Geldautomat: 2 Prozent oder 2 Euro, der höhere Wert gilt
- •Ersatzkarte 5,90 Euro, Zusatzkarte 10 Euro
- •Limits: 500 Euro am Automaten pro Tag, 10.000 Euro Ausgaben pro Tag
Cashback von 1 Prozent gibt es nur bei Zahlungen mit Kryptowährungen. Zahlst du mit Euro-Guthaben, gehst du leer aus. Ein weiterer Haken liegt bei der Steuer: Jede Kartenzahlung mit Krypto ist ein Verkauf. In Deutschland kann das ein privates Veräußerungsgeschäft sein, wenn zwischen Kauf und Zahlung nicht mehr als ein Jahr liegt. Die Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr gilt für alle privaten Veräußerungsgeschäfte zusammen. Die Details stehen in unserem Beitrag zur Krypto-Steuererklärung.
Wer die Card mit Krypto nutzt, braucht deshalb eine saubere Transaktionsliste. Tools wie CoinTracking oder Blockpit lesen die Bitpanda-Historie ein und rechnen die Haltefristen aus. Andere Karten vergleichen wir im Krypto-Kreditkarten-Vergleich.
Am Automaten gibt es einen Haken: Bei 20 Euro Abhebung sind die 2 Euro Mindestgebühr 10 Prozent. Erst ab 100 Euro greift der Prozentsatz.
Wie sicher ist Bitpanda?

Bitpanda nennt auf seiner Sicherheitsseite 16 europäische Lizenzen und Registrierungen, über 7 Millionen Nutzer sowie Zertifizierungen nach ISO 27001 und SOC 2 Typ 2. Auf Trustpilot steht der Anbieter bei 4,1 von 5 Sternen aus über 15.000 Bewertungen. Die rund 7.700 Rezensionen, die Bitpanda selbst auf der Sicherheitsseite nennt, sind ein älterer Stand.
Für deutsche Kunden zählt vor allem die MiCAR-Zulassung der Bitpanda Asset Management GmbH durch die BaFin. Krypto-Bestände liegen laut Anbieter in Cold Storage, du bist wirtschaftlicher Eigentümer, und die verwahrten Bestände sind nach Anbieterangabe 1:1 hinterlegt. Das gilt für regulär verwahrte Kryptowerte, nicht für Token, die du bei Earn verleihst.
Was das nicht heißt: eine Einlagensicherung. Kryptowerte sind keine Bankeinlage und fallen nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung. Bei Aktien und ETFs bist du wirtschaftlicher Eigentümer der Wertpapiere, Bitpanda ist hier der Broker; bei Bruchteilen gelten die genannten Einschränkungen. Bei Earn on Stablecoins und Edelmetallen greift wie beschrieben weder MiCAR noch ein Einlagenschutz.
Aktiviere die Multi-Faktor-Authentifizierung, Bitpanda rät selbst dringend dazu. Unterm Strich schneidet Bitpanda bei der Regulierung gut ab. Die Abstriche liegen nicht beim Krypto-Handel selbst, sondern bei den Zusatzprodukten außerhalb von MiCAR.
Vorteile und Nachteile
Vorteile
- •Krypto, Aktien, ETFs, Edelmetalle und Card in einer App
- •Gebühr steht als Prozentsatz im Angebot, bevor du kaufst
- •Fusion von 0,25 bis 0,02 Prozent für aktive Nutzer
- •1 Euro pro Aktien-Trade, Sparplan-Kauf derzeit ohne Ordergebühr
- •MiCAR-Zulassung durch die BaFin für deutsche Kunden
- •Automatische Steuerabwicklung bei Wertpapieren
- •SEPA-Ein- und Auszahlung ohne Bitpanda-Gebühr
Nachteile
- •0,99 bis 2,49 Prozent im Broker, das Vier- bis Zehnfache von Fusion Level 1
- •20 Prozent Kommission auf Staking-Rewards
- •Earn on Stablecoins und Metals laufen außerhalb von MiCAR
- •Card-Cashback nur bei Krypto-Zahlung, und die ist steuerlich relevant
- •Automatenabhebungen unter 100 Euro sind teuer
- •Bruchteile ohne Stimmrecht, Hauptversammlung kostet 60 Euro
Die Liste der Nachteile ist lang, aber lediglich einer davon betrifft den Kernhandel: die Broker-Gebühr. Alles andere sind Zusatzprodukte, die du nicht nutzen musst. Wer Fusion nimmt und die Disclaimer der Zusatzprodukte kennt, bekommt eine Allround-Plattform mit übersichtlicher App, deren Krypto-Handel für deutsche Kunden nach MiCAR zugelassen ist.
Keine Depotgebühr, Fusion von 0,25 bis 0,02 Prozent
Kontoeröffnung und erste Schritte
Die Registrierung läuft über die App oder den Browser mit E-Mail-Adresse und Identitätsprüfung. Danach zahlst du per SEPA-Überweisung ein, ohne Gebühr seitens Bitpanda, oder per PayPal für 1,49 Prozent.
Beim ersten Kauf lohnt ein Blick auf die Stufe des Coins. Steht neben dem Angebot 1,49 oder 2,49 Prozent, weißt du, in welcher Kategorie du dich bewegst. Krypto-Sparpläne lassen sich wöchentlich, alle zwei Wochen oder monatlich ausführen, ab 10 Euro. Für größere Einzelkäufe lohnt der Wechsel zu Fusion.
Zwei Dinge gleich am Anfang erledigen: die Multi-Faktor-Authentifizierung aktivieren und die Transaktionshistorie an ein Steuertool anbinden. So sammelst du Haltefristen von Tag eins an, statt sie im Frühjahr aus alten Exporten nachzubauen.
Fazit: Für wen sich Bitpanda lohnt
Unser Fazit hat zwei Seiten, mit klarer Richtung. Auf der Habenseite steht die Regulierung: MiCAR-Zulassung durch die BaFin, wirtschaftliches Eigentum bei Wertpapieren, offene Disclaimer bei den Produkten, die nicht darunterfallen. Dazu kommt die Breite. Wer Bitcoin, einen ETF-Sparplan und etwas Gold in einer App will, findet das hier ohne Umwege.
Der Preis dafür ist die Broker-Gebühr. 0,99 Prozent bei Bitcoin und 1,49 Prozent bei Ethereum sind für Vieltrader zu viel, für einen monatlichen Sparplan verkraftbar. Wer eine reine Krypto-Börse ohne Broker-Aufschlag will, findet Alternativen in unserem Kryptobörsen-Vergleich.
Bitpanda passt zu Anlegern, die Krypto als einen Baustein neben Aktien und ETFs sehen und dafür einen regulierten Anbieter mit einer App wollen. Aktive Trader wechseln zu Fusion oder bleiben bei einer Börse ohne Broker-Aufschlag. Die Zusatzprodukte Earn und Metals sind Kür, nicht Pflicht, und so solltest du sie auch behandeln.
Krypto ist volatil, ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.
Krypto-Handel nach MiCAR zugelassen, über 650 Kryptowährungen, Aktien-Trades für 1 Euro
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