Krypto-Kreditkarten Vergleich 2026
OKX, Trade Republic, Bitpanda und Bybit im Cashback- und Gebühren-Check
Zuletzt aktualisiert: 6. September 2026
Mit einer Krypto-Kreditkarte bezahlst du im Alltag und greifst dabei auf ein Kryptoguthaben zu, das im Bezahlmoment in Euro umgewandelt wird. Wir haben 4 Karten mit Deutschland-Bezug nach denselben Kriterien bewertet und die Konditionen auf den offiziellen Anbieterseiten geprüft: Cashback und Deckel, die Kosten der Umwandlung, Fremdwährungsgebühr, Kartenform und die Regulierung des Herausgebers. Das Sterne-Rating berechnen wir nach festen, nachvollziehbaren Kriterien.
Wichtig vorab: Alle Karten hier sind technisch Debit- oder E-Geld-Karten, keine echten Kreditkarten mit Kreditrahmen. Für Mietwagen-Kaution oder Hotelreservierung eignen sie sich deshalb nur eingeschränkt. Suchst du eine klassische Karte, hilft unser allgemeiner Kreditkarten-Vergleich weiter, für Handelsplätze der Kryptobörsen-Vergleich.
Virtuelle Mastercard mit 2 % Cashback und sehr günstiger Umwandlung
Cashback und Konditionen zum Datenstand, variabel.
Die 4 Krypto-Kreditkarten im Vergleich
4 Karten im Überblick, sortiert nach unserer Bewertung. Das Sterne-Rating je Karte berechnen wir nach festen Kriterien aus Cashback, Umwandlungskosten, Gebühren und Regulierung.
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Konditionen, Cashback-Sätze und Aktionen sind zeitlich veränderlich. Die Angaben beruhen auf den offiziellen Anbieterangaben zum angegebenen Datenstand; einzelne Werte können sich seither geändert haben. Verbindlich ist immer die jeweils aktuelle Anbieterseite. Das Bezahlen mit Kryptowährungen kann in Deutschland eine steuerpflichtige Veräußerung auslösen.
Die 4 Krypto-Kreditkarten im Detail
In der Reihenfolge unserer Bewertung, mit den wichtigsten Stärken und Schwächen.
OKX Card: Virtuelle Mastercard mit 2 % Cashback und sehr günstiger Umwandlung
Die OKX Card ist eine rein virtuelle Mastercard, die es aktuell nicht als Plastikkarte gibt. Sie wandelt im Bezahlmoment automatisch dein USDC- oder USDG-Guthaben aus dem OKX-Pay-Konto in Euro um, der Händler bekommt Euro. Ein manuelles Aufladen oder Vorab-Umtauschen ist nicht nötig. Rechtlich ist es keine Bank-Debitkarte, sondern eine E-Geld-Karte des litauischen Herausgebers Monavate, OKX Europe tritt als Programm-Manager auf.
Beim Cashback ist die Karte stark: Normalnutzer bekommen 2 % auf ihre Kartenzahlungen, gedeckelt auf 50 Euro pro Kalendermonat, was einem Umsatz von 2.500 Euro entspricht. Wichtig ist die Bedingung, dass das Cashback nur bei Zahlung mit USDG anfällt, USDC-Zahlungen bringen kein Cashback. Die einzige laufende Kostenstelle ist ein Umwandlungs-Spread von 0,1 % pro Kauf. Eine Fremdwährungsgebühr fällt nicht an, der Kurs kommt direkt von Mastercard.
Ausgabe-, Monats- und Jahresgebühr gibt es nicht. Am Geldautomaten und bei einigen Kategorien wie Krypto-Käufen, Überweisungen oder Steuerzahlungen gibt es kein Cashback. Apple Pay und Google Pay werden unterstützt, gezahlt wird überall dort, wo Mastercard gilt. Da es sich um E-Geld handelt, greift keine Einlagensicherung. Weil aus einem Stablecoin gezahlt wird, fällt bei der Umwandlung in der Regel kein nennenswerter Kursgewinn an, die steuerliche Belastung der einzelnen Zahlung ist damit gering.
In unserem Vergleich ist die OKX Card die Karte mit dem attraktivsten Verhältnis aus Cashback und Kosten: 2 % Belohnung stehen nur 0,1 % Umwandlung gegenüber. Der klare Nachteil ist, dass es die Karte nur virtuell gibt und der Herausgeber als E-Geld-Institut keiner Einlagensicherung unterliegt. Wer bereits Stablecoins bei OKX hält und eine reine Zahlungskarte mit hohem Cashback sucht, ist hier richtig.
Vorteile
- 2 % Cashback bei nur 0,1 % Umwandlungs-Spread
- Keine Fremdwährungsgebühr, keine Jahresgebühr
- Automatische Umwandlung im Bezahlmoment, kein Vorab-Aufladen
Nachteile
- Nur virtuell, keine physische Karte
- Cashback nur bei Zahlung mit USDG, nicht mit USDC
- E-Geld ohne Einlagensicherung, Deckel 50 €/Monat
Trade Republic: Visa Debit einer deutschen Vollbank mit 2 % Krypto-Saveback

Trade Republic ist als einziger Anbieter in diesem Vergleich eine deutsche Vollbank und wird von der BaFin und der Deutschen Bundesbank beaufsichtigt. Eine eigene "Krypto Card" gibt es nicht: Es ist die normale Visa Debit, die beim Bezahlen aus dem Krypto-Guthaben 2 % Krypto-Saveback gutschreibt. Der Saveback fließt nicht als frei verfügbares Guthaben, sondern in einen Sparplan.
Die virtuelle Karte ist kostenlos, die physische Classic-Karte kostet einmalig 5 Euro, die verspiegelte Mirror-Karte 50 Euro. Eine Jahresgebühr fällt nicht an. Im Ausland zahlst du zum Visa-Wechselkurs ohne Fremdwährungsaufschlag, Bargeld hebst du ab 100 Euro weltweit kostenlos ab, darunter kostet es 1 Euro. Apple Pay und die Samsung Wallet werden unterstützt.
Der Krypto-Saveback von 2 % gilt für Kartenumsätze bis 1.500 Euro im Monat, also höchstens 30 Euro. Wichtig zur Einordnung: Beim Bezahlen aus dem Krypto-Guthaben verkauft Trade Republic die Coins zum jeweiligen Spread, bei Bitcoin sind das nach unseren Messungen rund 0,8 %, bei kleineren Coins auch 1 bis 2 %. Dieser Spread zehrt einen Teil des 2-%-Vorteils auf, unter dem Strich bleibt bei Bitcoin also grob ein Prozent netto, bei Altcoins weniger. Dazu kommt der normale Saveback von 1 % auf Kartenzahlungen (maximal 15 Euro im Monat, Voraussetzung ist ein Sparplan ab 50 Euro). Trade Republic weist selbst darauf hin, dass das Saveback-Programm mit zwei Wochen Frist beendet werden kann. Das Cash auf dem Verrechnungskonto ist über die Einlagensicherung der Partnerbanken bis 100.000 Euro geschützt, die Kryptowerte selbst unterliegen keiner Einlagensicherung.
Wichtig ist der steuerliche Punkt: Wer aus dem Krypto-Guthaben bezahlt, verkauft in dem Moment Kryptowährung. Das gilt in Deutschland als Veräußerung und ist im Gegensatz zu Zinsen und Dividenden bei Trade Republic nicht steuereinfach, sondern selbst in der Steuererklärung anzugeben. Für alle, die eine vertrauenswürdige, kostenlose Karte von einer deutschen Bank suchen und Krypto ohnehin bei Trade Republic halten, ist die Karte eine solide Wahl, auch wenn der Spread beim Bezahlen einen Teil des Saveback-Vorteils kostet.
Vorteile
- Deutsche Vollbank unter BaFin-Aufsicht, Verrechnungskonto bis 100.000 € gesichert
- 2 % Krypto-Saveback plus 1 % Saveback, keine Jahresgebühr
- Keine Fremdwährungsgebühr, Bargeld ab 100 € weltweit kostenlos
Nachteile
- Krypto-Spread beim Bezahlen (bei Bitcoin ca. 0,8 %, bei Altcoins mehr) zehrt am 2-%-Saveback
- Saveback fließt in den Sparplan, nicht als frei verfügbares Cashback
- Krypto-Zahlung ist eine steuerpflichtige Veräußerung, nicht steuereinfach
- Saveback-Programm mit 2 Wochen Frist kündbar
Bitpanda Card: Visa Debit mit 600+ Assets als Zahlungsquelle und 1 % Krypto-Cashback

Die Bitpanda Card ist eine Visa Debit, die es virtuell und physisch gibt. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist die Auswahl: Als Zahlungsquelle lassen sich über 600 Assets festlegen, dazu ein Haupt- und ein Sekundär-Asset als Fallback. Herausgeber der Karte ist Transact Payments Malta unter Aufsicht der maltesischen MFSA, Bitpanda selbst ist ein seit 2014 in Wien etablierter, MiCA-lizenzierter Anbieter.
Das Cashback liegt bei 1 % und fällt nur an, wenn als Zahlungsquelle ein reines Kryptowährungs-Asset gewählt ist. Zahlungen aus Euro, Aktien-Bruchteilen, Edelmetallen oder Stablecoins bringen kein Cashback. Die Karte hat keine Jahresgebühr, die Ersatzkarte kostet 5,90 Euro und jede zusätzliche physische Karte 10 Euro. Fremdwährungsgebühren erhebt Bitpanda selbst nicht, Visa-Aufschläge sind aber möglich.
Einen Punkt beziffert Bitpanda auf der Kartenseite nicht: die Umwandlungskosten. Wer mit Krypto zahlt, verkauft in dem Moment das Asset, und darauf greift der übliche Bitpanda-Verkaufs-Spread. Eine eigene, niedrige Kartengebühr wie die 0,1 % bei OKX weist Bitpanda nicht aus. Am Geldautomaten kostet die Abhebung 2 % oder mindestens 2 Euro, das tägliche Automatenlimit liegt bei 500 Euro. Apple Pay und Google Pay sowie 3D Secure werden unterstützt.
In unserem Vergleich bietet die Bitpanda Card die größte Auswahl an Zahlungs-Assets, und sie kommt von einem gut etablierten EU-Anbieter. Beim Verhältnis aus Cashback und Umwandlungskosten liegt sie hinter der OKX Card, weil dem 1 % Cashback ein nicht klein ausgewiesener Verkaufs-Spread gegenübersteht. Wer bereits ein breites Bitpanda-Portfolio hält und daraus flexibel zahlen will, findet hier die passende Karte.
Vorteile
- 600+ Assets als Zahlungsquelle wählbar
- Etablierter EU-Anbieter aus Wien, virtuell und physisch
- Keine Jahresgebühr, keine Bitpanda-Fremdwährungsgebühr
Nachteile
- Beim Bezahlen wird Krypto verkauft, der Verkaufs-Spread mindert den Cashback-Vorteil
- Cashback nur bei reinen Krypto-Assets, nicht bei Fiat/Stocks/Metallen
- Automatenabhebung 2 % oder mindestens 2 €
Bybit Card: Mastercard Debit mit 1 % Cashback ohne Monatsdeckel
Die Bybit Card ist eine Mastercard-Debitkarte von Bybit EU. Sie wird aus einem Funding Account gedeckt, das du mit Krypto oder mit Euro füllen kannst. Die virtuelle Karte ist sofort verfügbar, eine physische Mastercard lässt sich im EWR inklusive Deutschland dazu bestellen. Kartenherausgeber ist Harmoniie SAS aus Frankreich unter Aufsicht der ACPR, die Plattform Bybit EU GmbH sitzt in Wien und ist MiCA-lizenziert unter Aufsicht der österreichischen FMA.
Beim Cashback bietet Bybit für Normalnutzer 1 % ohne monatlichen Deckel. Das klingt zunächst besser als die 50-Euro-Grenze bei OKX, ist rechnerisch aber durch das Ausgabelimit der Karte begrenzt. Cashback wird als Reward Points gutgeschrieben, die sich in Krypto umwandeln lassen. Die höheren Staffeln von 2 bis 10 % sind ausschließlich VIP-Nutzern vorbehalten, ein Normalnutzer bleibt bei 1 %, unabhängig vom Umsatz.
Bei den Kosten hat die Karte zwei Haken: Zahlungen aus einem Krypto-Guthaben kosten 0,9 % Umwandlung, und bei Fremdwährung fällt zusätzlich eine Gebühr von 0,5 % an. Wer Euro im Funding Account hält, umgeht die 0,9 %. Am Geldautomaten sind die ersten 100 Euro im Monat gratis, danach kostet es 2 %, und das nur mit der physischen Karte. Eine Jahresgebühr gibt es nicht, die Ersatzkarte kostet 5 Euro. Apple Pay und Google Pay werden unterstützt.
In unserem Vergleich landet die Bybit Card hinter den anderen, weil sie als einzige Karte eine Fremdwährungsgebühr verlangt und die Umwandlung mit 0,9 % deutlich teurer ist als bei OKX. Das 1 % Cashback ohne Deckel ist ihr stärkstes Argument, gerade für höhere Umsätze. Als Randnotiz: Die globale Bybit-Plattform war Anfang 2025 von einem großen Hack betroffen, der aus Reserven ausgeglichen wurde und die EU-Gesellschaft nicht betraf.
Vorteile
- 1 % Cashback ohne Monatsdeckel (Non-VIP)
- Funding Account mit Krypto oder Euro, virtuell und physisch
- Erste 100 € Bargeld pro Monat kostenlos
Nachteile
- 0,5 % Fremdwährungsgebühr als einzige Karte im Vergleich
- 0,9 % Umwandlung bei Zahlung aus Krypto
- E-Geld ohne Einlagensicherung, Cashback nur als Reward Points
Worauf du bei einer Krypto-Kreditkarte achten solltest
Der Reiz einer Krypto-Karte ist das Cashback in Krypto, entscheidend ist aber das Zusammenspiel aus Belohnung und Kosten. Ein hohes Cashback nützt wenig, wenn eine teure Umwandlung oder eine Fremdwährungsgebühr es wieder auffrisst. Genauso wichtig ist, wer die Karte herausgibt und wie sie reguliert ist.
Die wichtigsten Fragen vor der Auswahl
- Wie hoch ist das Cashback, und gibt es einen monatlichen Deckel?
- Was kostet die Umwandlung von Krypto in Euro im Bezahlmoment?
- Fällt beim Bezahlen in Fremdwährung eine zusätzliche Gebühr an?
- Gibt es die Karte nur virtuell oder auch als physische Karte?
- Wer ist der Herausgeber, und greift eine Einlagensicherung?
- Aus welchem Guthaben wird gezahlt, und löst die Zahlung eine steuerpflichtige Veräußerung aus?
Steuern beim Bezahlen mit Krypto
Ein Punkt, den viele Karten-Anbieter nur klein erwähnen: In Deutschland gilt das Bezahlen mit Kryptowährung als Veräußerung. Wer aus einem volatilen Coin wie Bitcoin zahlt, löst bei jeder Zahlung einen Verkauf aus, und ein dabei entstehender Kursgewinn kann steuerpflichtig sein. Das betrifft vor allem Karten, bei denen direkt aus dem Krypto-Guthaben gezahlt wird, etwa bei Trade Republic oder Bitpanda.
Anders sieht es bei Stablecoins aus: Wer wie bei der OKX Card aus USDG oder USDC zahlt, hat in der Regel keinen nennenswerten Kursgewinn, weil der Wert an den Euro oder Dollar gekoppelt ist. Auch das Cashback in Krypto kann steuerlich relevant sein, sowohl bei der Gutschrift als auch bei einem späteren Verkauf. Wer regelmäßig mit Krypto zahlt oder Cashback erhält, dokumentiert die Vorgänge am besten laufend.
Das ist keine Steuerberatung und ersetzt keine individuelle Prüfung. Für die saubere Dokumentation vieler Transaktionen nutzen viele ein Krypto-Steuertool, das die Käufe, Verkäufe und Zahlungen automatisch zusammenführt. Im Zweifel klärt eine Steuerberatung die Behandlung im Einzelfall.
Wie wir die Krypto-Kreditkarten vergleichen
Wir bewerten die Karten nach einheitlichen, nachvollziehbaren Kriterien. Am stärksten wiegen das Cashback und die Kosten der Krypto-zu-Euro-Umwandlung, weil sie zusammen darüber entscheiden, was pro ausgegebenem Euro übrig bleibt. Dazu kommen die Fremdwährungsgebühr, die Kartenkosten, ob es die Karte auch physisch gibt, wie viele Assets sich als Zahlungsquelle nutzen lassen und wie der Herausgeber reguliert ist. Die Regulierung fließt bewusst spürbar ein, weil eine deutsche Vollbank mit Einlagensicherung ein anderes Vertrauensniveau bietet als eine E-Geld-Karte.
Alle harten Zahlen prüfen wir an den offiziellen Anbieterseiten und den verbindlichen Kartenbedingungen und aktualisieren sie, wenn sich Konditionen ändern. Bewertungen aus App-Stores oder von Bewertungsportalen fließen nicht in unser Sterne-Rating ein, weil sie sich leicht beeinflussen lassen. Wo eine Angabe offiziell nicht eindeutig belegt ist, etwa die Geldautomaten-Gebühr der OKX Card oder eine gesonderte Umwandlungsgebühr bei Bitpanda, benennen wir das offen, statt eine Zahl zu erfinden.
Häufige Fragen zur Krypto-Kreditkarte
Eine Krypto-Kreditkarte ist eine Karte, mit der du im Alltag bezahlst und dabei auf ein Kryptoguthaben zugreifst. Im Bezahlmoment wird die Kryptowährung in Euro umgewandelt, der Händler bekommt Euro. Trotz des Namens sind alle Karten in diesem Vergleich technisch Debit- oder E-Geld-Karten, keine echten Kreditkarten mit Kreditrahmen. Bei OKX wird aus einem Stablecoin gezahlt, bei Bybit und Bitpanda aus einem Guthaben-Konto, bei Trade Republic direkt aus dem Krypto-Wallet der Bank.
Es sind Debitkarten beziehungsweise E-Geld-Karten. Der Betrag wird sofort aus deinem Guthaben gedeckt, es gibt keinen Kreditrahmen und keine Abrechnung am Monatsende wie bei einer echten Kreditkarte. Für Mietwagen-Kautionen oder Hotelreservierungen, bei denen oft eine echte Kreditkarte verlangt wird, sind sie deshalb nur eingeschränkt geeignet.
Beim reinen, frei verfügbaren Cashback liegt die OKX Card mit 2 % vorn, allerdings gedeckelt auf 50 Euro pro Monat und nur bei Zahlung mit USDG. Trade Republic bietet 2 % Krypto-Saveback, das aber in einen Sparplan fließt statt als frei verfügbares Guthaben. Bybit und Bitpanda zahlen jeweils 1 %, Bybit ohne Monatsdeckel, Bitpanda nur bei Zahlung mit reinen Krypto-Assets.
In Deutschland gilt das Bezahlen mit Kryptowährung als Veräußerung. Ein dabei entstehender Kursgewinn kann steuerpflichtig sein, abhängig von Haltedauer und Freigrenzen. Wer aus einem Stablecoin wie USDG oder USDC zahlt, hat in der Regel keinen nennenswerten Kursgewinn. Wer aus volatilen Coins zahlt, löst dagegen bei jeder Zahlung eine Veräußerung aus. Trade Republic weist ausdrücklich darauf hin, dass Krypto anders als Zinsen nicht steuereinfach ist. Das ist keine Steuerberatung; im Zweifel hilft eine Steuerberatung oder ein Krypto-Steuertool weiter.
Ja. Die OKX Card ist in Deutschland ohne Warteliste verfügbar, ebenso das Bybit-Card-Programm im EWR inklusive Deutschland und die Bitpanda Card. Die Trade Republic Visa gibt es als Karte einer deutschen Bank ohnehin. Bei der physischen Bybit Card hängt die Verfügbarkeit laut den Bedingungen von der Region ab, das ist für Deutschland nicht in jedem Dokument eindeutig ausgewiesen.
Der wichtigste Unterschied ist die Regulierung des Herausgebers. Trade Republic ist eine deutsche Vollbank unter BaFin-Aufsicht, das Cash auf dem Verrechnungskonto ist bis 100.000 Euro geschützt. OKX, Bybit und Bitpanda geben ihre Karten über E-Geld-Institute aus, hier greift keine gesetzliche Einlagensicherung. Die Kryptowerte selbst unterliegen bei keinem Anbieter einer Einlagensicherung. Alle vier Anbieter arbeiten mit App-Sperre, 3D Secure beziehungsweise starker Kundenauthentifizierung und Betrugsüberwachung.
Bei den laufenden Kosten liegt die OKX Card vorn: 0,1 % Umwandlungs-Spread, keine Fremdwährungsgebühr und keine Jahresgebühr. Trade Republic verlangt keine feste Umwandlungsgebühr und keine Fremdwährungsgebühr, beim Bezahlen aus Krypto fällt aber der Krypto-Spread an (bei Bitcoin rund 0,8 %, bei Altcoins mehr). Bybit kostet 0,9 % Umwandlung plus 0,5 % Fremdwährung. Bitpanda weist für die Karte keine gesonderte Umwandlungsgebühr aus, beim Bezahlen greift aber der Verkaufs-Spread des jeweiligen Krypto-Assets. Jahresgebühren erhebt keine der vier Karten.
Bei OKX, Bitpanda und Trade Republic fällt keine Fremdwährungsgebühr des Anbieters an, gezahlt wird zum Mastercard- beziehungsweise Visa-Wechselkurs. Bei Bitpanda können einzelne Visa-Aufschläge dazukommen. Die Bybit Card verlangt als einzige Karte im Vergleich 0,5 % Fremdwährungsgebühr zusätzlich zum Mastercard-Kurs.
Für das Cashback in Krypto ja. Bei OKX zahlst du aus USDC oder USDG, das Cashback gibt es nur bei USDG. Bei Bitpanda fällt Cashback nur an, wenn ein reines Krypto-Asset als Zahlungsquelle gewählt ist. Bybit und Trade Republic erlauben auch das Bezahlen aus Euro-Guthaben, dann entfällt aber der Krypto-Bonus, bei Bybit auch die 0,9 % Umwandlung.
Da es Debit- und E-Geld-Karten ohne Kreditrahmen sind, wird die Zahlung abgelehnt, wenn das Guthaben nicht reicht. Einen Dispo oder eine Überziehung gibt es nicht. Bei einigen Karten lässt sich ein Sekundär-Asset als Fallback festlegen, etwa bei Bitpanda, sodass automatisch ein zweites Guthaben herangezogen wird.
Trade Republic passt für alle, die eine kostenlose Karte einer deutschen Vollbank wollen und ihre Kryptowerte dort halten. Die OKX Card ist die Wahl für maximales Cashback bei minimalen Kosten, wenn man Stablecoins bei OKX hält und mit einer virtuellen Karte auskommt. Die Bitpanda Card lohnt sich für breit aufgestellte Bitpanda-Portfolios mit Wunsch nach flexibler Asset-Auswahl. Die Bybit Card ist interessant für höhere Umsätze, weil das 1 % Cashback keinen Monatsdeckel hat.
Cashback und Belohnungen in Kryptowährung können steuerlich relevant sein, sowohl bei der Gutschrift als auch bei einem späteren Verkauf mit Kursgewinn. Die genaue Behandlung hängt vom Einzelfall ab. Das ist keine Steuerberatung; wer regelmäßig Krypto-Cashback erhält, dokumentiert die Gutschriften am besten und klärt die Behandlung mit einer Steuerberatung oder über ein Krypto-Steuertool.
Weiterführende Tests und Vergleiche
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