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Ist Bitpanda sicher? Verwahrung, Einlagenschutz, Insolvenz 2026

Ist Bitpanda sicher? Sechs Gesellschaften, MiCAR-Zulassung bei FMA und BaFin, Cold Storage, was bei Insolvenz gilt, welche Produkte außerhalb von MiCAR laufen.

Aktualisiert: 17.9.2026
Cover mit dem Schriftzug Ist Bitpanda sicher, dem Bitpanda-Logo und einem Schild-Symbol

Ist Bitpanda sicher? Für deutsche Kunden läuft der Krypto-Handel über die Bitpanda Asset Management GmbH in Berlin, die von der BaFin nach MiCAR zugelassen ist. Verwahrte Kryptowerte sind nach Artikel 75 MiCAR rechtlich vom Vermögen des Anbieters getrennt, Gläubiger greifen bei einer Insolvenz nicht darauf zu. Eine Einlagensicherung gibt es für Kryptowerte laut BaFin in der Regel nicht. Earn on Stablecoins, Metals und Card laufen außerhalb dieser Zulassung. Wir zeigen, welcher Schutz für welches Produkt gilt.

Ist Bitpanda sicher? Die kurze Antwort

Die Frage nach der Sicherheit hat bei Bitpanda* keine einzelne Antwort, sondern drei Ebenen und eine Produktliste. Auf der ersten stehen die Gesellschaften: Wer ist dein Vertragspartner, und welche Behörde beaufsichtigt ihn? Auf der zweiten die IT-Sicherheit des Konzerns. Auf der dritten die Verwahrung der Kryptowerte, inklusive der Frage, was bei einer Insolvenz passiert. Danach die Produkte, die außerhalb der MiCAR-Zulassung laufen und für die andere Regeln gelten.

Der Kern vorweg: Der Krypto-Handel für deutsche Kunden läuft über die Bitpanda Asset Management GmbH in Berlin. Sie ist von der BaFin als Dienstleister für Krypto-Vermögenswerte nach MiCAR zugelassen. Verwahrte Kryptowerte bleiben laut Bitpanda dein Eigentum und sind nach MiCAR vom Anbietervermögen getrennt. Eine Einlagensicherung wie bei einer Bank gibt es dafür in der Regel nicht.

Ein Teil unseres Teams nutzt Bitpanda selbst. Für diesen Artikel haben wir Impressum, Sicherheitsseite, Nutzungsvereinbarung und die MiCAR-Verordnung gelesen. Den Gesamttest mit allen Gebühren findest du in unseren Bitpanda Erfahrungen. Hier geht es nur um Sicherheit, Regulierung und den Schutz je Produkt.

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Krypto-Handel für deutsche Kunden über die Bitpanda Asset Management GmbH. Kapital im Risiko.

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Das Video zur Sicherheit

Im Video gehen wir dieselben vier Blöcke durch: Gesellschaften, Konzernsicherheit, Verwahrung und die Produkte außerhalb der MiCAR-Zulassung. Drei Punkte aus dem Video haben wir für diesen Text präzisiert: die Bezeichnung der BaFin-Zulassung, das Jahr des Unicorn-Status und die zuständige Gesellschaft für Wertpapiere. Maßgeblich sind die Angaben im Artikel.

Ebene 1: Sechs Gesellschaften und dein Vertragspartner in Deutschland

Impressum von Bitpanda mit den sechs Gesellschaften Bitpanda GmbH, Bitpanda Asset Management GmbH, Bitpanda Payments GmbH, Bitpanda Financial Services GmbH, Bitpanda Metals GmbH und Bitpanda Broker MENA DMCC

Im Impressum stehen sechs Gesellschaften. Das wirkt auf den ersten Blick unübersichtlich, ist aber nachvollziehbar aufgeteilt: Jede Gesellschaft ist für ihr eigenes Produkt zuständig.

Für dich als Kunde in Deutschland zählt beim Krypto-Handel die Bitpanda Asset Management GmbH, Dircksenstraße 4 in Berlin. Im Impressum steht sie als Dienstleister für Krypto-Vermögenswerte gemäß MiCAR, zuständige Behörde ist die BaFin, die BaFin-ID lautet 10159692. Die Nutzungsvereinbarung, die du beim Krypto-Handel akzeptierst, stammt von dieser Gesellschaft.

Euro-Guthaben in der Fiat-Wallet ist E-Geld. Laut Nutzungsvereinbarung wird es ausschließlich von der Bitpanda Payments GmbH in Wien ausgegeben, einem konzessionierten E-Geld-Institut unter Aufsicht der österreichischen FMA. Aktien, ETFs und ETCs laufen über die Bitpanda Financial Services GmbH, ein konzessioniertes Wertpapierdienstleistungsunternehmen, ebenfalls unter FMA-Aufsicht. Edelmetalle verantwortet die Bitpanda Metals GmbH. Ihre Aufsicht führt das Magistratische Bezirksamt des 2. Wiener Gemeindebezirks, also die Gewerbebehörde, nicht die Finanzaufsicht.

Damit ist auch die Frage beantwortet, welche Bank hinter Bitpanda steht: keine. Im Impressum steht kein Kreditinstitut. Bitpanda betreibt dafür ein E-Geld-Institut, eine Wertpapierfirma und zwei MiCAR-Dienstleister.

Die sechs Gesellschaften im Überblick

Die Tabelle fasst das Impressum zusammen. Die Bitpanda Broker MENA DMCC sitzt in Dubai und wird von der dortigen Behörde VARA beaufsichtigt. Earn on Stablecoins bietet laut Staking-Seite die Bitpanda GmbH in Wien an, als nicht reguliertes Produkt.

Sitz
Zuständig für
Aufsicht
Bitpanda GmbHWienKrypto-Dienstleister nach MiCAR, Anbieter von Earn on StablecoinsFMA
Asset Management GmbHBerlinKrypto-Dienstleister nach MiCAR, Vertragspartner für Krypto in DeutschlandBaFin, ID 10159692
Payments GmbHWienE-Geld-Institut, gibt das Euro-Guthaben ausFMA
Financial Services GmbHWienWertpapierdienstleistungen: Aktien, ETFs, ETCsFMA, Mitglied der AeW
Metals GmbHWienEdelmetalleMagistratisches Bezirksamt, 2. Wiener Gemeindebezirk
Broker MENA DMCCDubaiMarkt DubaiVARA

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Ebene 2: IT-Sicherheit mit ISO 27001, SOC 2 Typ 2 und Bug Bounty

Abschnitt Plattform-Sicherheit auf der Bitpanda-Sicherheitsseite mit den Punkten Infrastruktur, Penetrationstests durch externe Parteien, Bug Bounty und interne Maßnahmen

Auf der Sicherheitsseite nennt Bitpanda eine Zertifizierung nach ISO 27001 und bezeichnet die Plattform als SOC 2 Typ 2-konform. Hinzu kommt der Abschnitt Plattform-Sicherheit mit Penetrationstests durch externe Parteien und einem öffentlichen Bug-Bounty-Programm.

Das Bug Bounty läuft laut Programmseite über die Plattform Bugcrowd. Belohnungen werden in Bitcoin ausgezahlt. Im Scope stehen alle digitalen Assets von Bitpanda, inklusive der öffentlichen Websites. Gefundene Lücken dürfen erst nach der Behebung öffentlich gemacht werden. Das ist sauber gelöst: Wer eine Schwachstelle findet, hat einen Anreiz, sie zu melden statt sie auszunutzen.

Für dein Konto ist die Multi-Faktor-Authentifizierung per TOTP ein zentraler Baustein. Bitpanda bietet sie laut Sicherheitsseite an. Was auffällt: Die Konzernsicherheit hilft nicht, wenn Zugangsdaten per Phishing abfließen. Gib Passwort und Authentifizierungs-Codes nie weiter, egal wer per Mail, Anruf oder Messenger danach fragt. Logge dich nur über die App oder die Domain bitpanda.com ein.

Verwahrung nach MiCAR Art. 75

Kryptowerte rechtlich vom Anbietervermögen getrennt. Totalverlust möglich.

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Ebene 3: Krypto-Verwahrung und MiCAR Artikel 75

Auszug aus MiCAR Artikel 75 Absatz 6 bis 8 auf EUR-Lex: Trennung der Kundenkryptowerte, kein Zugriff der Gläubiger bei Insolvenz, Haftung bis zum Marktwert

Bitpanda verwahrt Kryptowerte laut Sicherheitsseite in Cold Storage, also in Offline-Wallets. Der Anbieter schreibt dort: Deine Assets gehören dir, du bist der wirtschaftliche Eigentümer. Alle Bestände der Nutzer seien 1:1 physisch gesichert, und das werde regelmäßig durch externe Prüfungen bestätigt. Bitpanda nennt zudem eine rechtsverbindliche Trennung zwischen den eigenen Vermögenswerten und denen der Kunden. Das sind Eigenangaben des Anbieters, wir geben sie als solche wieder.

Verbindlich wird die Trennung durch die EU-Verordnung MiCAR, Verordnung (EU) 2023/1114. Artikel 75 Absatz 7 verlangt, dass verwahrte Kryptowerte im Interesse der Kunden rechtlich vom Vermögen des Anbieters getrennt werden. Gläubiger des Anbieters können nicht darauf zugreifen, ausdrücklich auch nicht im Fall einer Insolvenz. Absatz 6 schreibt ein Verfahren für die umgehende Rückgabe an die Kunden vor. Artikel 70 verpflichtet Anbieter zusätzlich, die Eigentumsrechte der Kunden gerade im Insolvenzfall zu schützen.

Dabei ist zu beachten: Die Regel gilt für Kryptowerte, die Bitpanda für dich verwahrt. Token, die du bei Earn verleihst, fallen nicht darunter. Dazu weiter unten mehr.

Was passiert bei einer Insolvenz von Bitpanda?

Ziffer 10.3 der Bitpanda-Nutzungsvereinbarung Version 2.0.1: Haftung für die Verwahrung von Crypto-Assets, begrenzt auf den Marktwert gemäß Artikel 75 Absatz 8 MiCAR

Bei einer Insolvenz der Bitpanda Asset Management GmbH gehören die verwahrten Kryptowerte nach Artikel 75 Absatz 7 MiCAR nicht zum Vermögen des Anbieters, auf das Gläubiger zugreifen. Sie sind rechtlich getrennt, und der Anbieter muss ein Verfahren für die umgehende Rückgabe vorhalten.

Was gilt, wenn Kryptowerte durch ein Ereignis auf Seiten des Anbieters verloren gehen? Das regelt die Nutzungsvereinbarung der Bitpanda Asset Management GmbH, Version 2.0.1 vom 8. Juli 2026, in Ziffer 10.3. Bitpanda haftet für den Verlust von Crypto-Assets oder der Zugangsmittel, wenn das Ereignis Bitpanda zuzurechnen ist. Die Haftung ist auf den Marktwert zum Zeitpunkt des Verlustes begrenzt, gemäß Artikel 75 Absatz 8 MiCAR. Nicht zurechenbar sind laut Vertrag zum Beispiel Probleme des Distributed Ledger, also der Blockchain selbst.

In der Praxis heißt das: Für Verluste, die Bitpanda zuzurechnen sind, haftet der Anbieter bis zum Marktwert beim Verlust. Für Blockchain-Probleme, deren Unabhängigkeit von Bitpanda der Anbieter nachweist, haftet er nicht. Ein Kursrückgang ist kein Verwahrungsverlust und fällt nicht unter diese Klausel. Eine kleine Einschränkung liegt in der Bewertung: Steigt der Kurs nach dem Verlust, bleibt die Haftung beim Wert zum Verlustzeitpunkt.

Bitpanda Einlagensicherung: Was die BaFin sagt

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt laut BaFin Einlagen bis 100.000 Euro pro Einleger und Bank. Auf die Frage, ob Kryptowerte darunterfallen, antwortet die BaFin: in der Regel nicht. Besonders die als Kryptowährungen bekannten Werte seien meist nicht abgesichert. Eine Absicherung greift laut BaFin nur, wenn der Kryptowert als Wertpapier gilt oder es sich um Fondsanteile handelt, die in Kryptowerte investieren.

Für Bitcoin, Ethereum und die anderen Coins bei Bitpanda greift sie damit in der Regel nicht. Bitpanda schreibt das selbst im Risikohinweis der Nutzungsvereinbarung: Die meisten Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungssysteme schützen Investitionen in die unterstützten Vermögenswerte nicht.

Beim Euro-Guthaben liegt der Fall anders. Das Guthaben in der Fiat-Wallet ist E-Geld der Bitpanda Payments GmbH. Ein E-Geld-Institut ist keine Bank, und die Einlagensicherung, von der die BaFin spricht, gilt pro Einleger und Bank. Ob und wie E-Geld anderweitig abgesichert ist, haben wir für diesen Artikel nicht geprüft.

Aktien und ETFs: Anlegerentschädigung bis 20.000 Euro

Aktien, ETFs und ETCs laufen laut Stocks-Seite als Execution-Only-Service über die Bitpanda Financial Services GmbH. Die Gesellschaft ist ein konzessioniertes Wertpapierdienstleistungsunternehmen unter Aufsicht der FMA und laut Impressum Mitglied der Anlegerentschädigung von Wertpapierfirmen GmbH, kurz AeW.

Die FMA beschreibt, was die Mitgliedschaft bedeutet. Kann eine Wertpapierfirma im Insolvenzfall Geld oder Wertpapiere ihrer Kunden nicht zurückgeben, entschädigt die Einrichtung. Pro Anleger werden höchstens 20.000 Euro entschädigt. Der Anspruch muss binnen eines Jahres ab Konkurseröffnung angemeldet werden. Nicht gedeckt sind Verluste durch verletzte Beratungs-, Verwaltungs- oder Offenlegungspflichten sowie fiktive Gewinne.

Die Verwahrung von Bruchteilen erfolgt laut Bitpanda auf Sammelbasis, sogenannte Omnibus-Verwahrung. Bruchteile verleihen in der Regel keine Stimmrechte und lassen sich weder übertragen noch verbriefen. Das schränkt allerdings vor allem die Nutzung ein: Wer auf der Hauptversammlung abstimmen will, braucht ganze Aktien.

Earn on Stablecoins: nicht reguliert, Eigentum geht an Bitpanda

Disclaimer zu Earn on Stablecoins auf der Bitpanda-Staking-Seite: nicht reguliertes Produkt, kein Einlagenschutz, Eigentum geht für die Dauer der Earn-Transaktion auf Bitpanda über

Earn on Stablecoins ist ein anderes Produkt als die Verwahrung, auch wenn beides in derselben App liegt. Bitpanda schreibt auf der Staking-Seite: Es handelt sich nicht um ein Bank- oder Einlagenprodukt, und es besteht kein Einlagenschutz. Durch das Verleihen der E-Geld-Token an Bitpanda geht das Eigentum an den Assets für die Dauer der Earn-Transaktion auf Bitpanda über. Du bist laut Anbieter Gegenpartei- und Insolvenzrisiken sowie dem Risiko einer Abkopplung ausgesetzt.

Der Unterschied zur Verwahrung ist damit grundlegend. Verwahrte Kryptowerte bleiben laut Bitpanda dein Eigentum und sind nach MiCAR bei einer Insolvenz getrennt. Bei Earn bist du Kreditgeber von Bitpanda. Das Produkt basiert auf einer Kreditvereinbarung, der Basis-Reward liegt bei bis zu 3 Prozent plus variablem Bonus, beworben werden bis zu 7 Prozent APY, und Bitpanda schreibt dazu: Bonus-Rewards sind nicht garantiert. Nach einer Freigabeanforderung gilt eine Lock-in-Frist von 14 Tagen.

Positiv hervorzuheben ist die Klarheit des Anbieters: Der Disclaimer steht direkt auf der Produktseite. Lesen musst du ihn trotzdem selbst.

Bitpanda Metals: kein MiCAR-Produkt, Gegenparteirisiko beim Verwahrer

Disclaimer auf der Bitpanda-Metals-Seite: Bitpanda Metals gilt nicht als Kryptowert im Sinne der MiCAR, Hinweis auf das Gegenparteirisiko externer Verwahrer

Edelmetalle kaufst du bei der Bitpanda Metals GmbH ab 1 Euro. Laut Metals-Seite lagern die Barren bei Brink's in einem Schweizer Tresor, LBMA-zertifiziert. Bitpanda schreibt: Du besitzt deine Barren vollständig, sie sind dein rechtliches Eigentum.

Im Disclaimer derselben Seite steht der Rest. Bitpanda Metals gilt nicht als Kryptowert im Sinne der MiCAR, die Trennungsregel aus Artikel 75 greift hier also nicht. Bitpanda nennt zudem ausdrücklich das Gegenparteirisiko im Zusammenhang mit der Lagerung durch externe Verwahrer und den möglichen vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals. Aufsicht führt die Gewerbebehörde in Wien, nicht die Finanzaufsicht.

Das Eigentum am Barren ist zwar zugesagt, der Schutz hängt aber am Verwahrer in der Schweiz. Wer dieses Gegenparteirisiko nicht tragen will, lässt Metals weg. Die Kryptoverwahrung ist davon nicht betroffen.

Bitpanda Card: Aussteller ist Transact Payments Malta

Card-Seite von Bitpanda mit den Grundgebühren und Bedingungen der Visa-Debitkarte

Die Bitpanda Card wird laut Card-Seite von Transact Payments Malta Limited ausgestellt, gemäß einer Lizenz von Visa Europe Limited. TPML ist als Finanzinstitut nach dem Financial Institution Act 1994 von der Malta Financial Services Authority zugelassen und reguliert, Registrierungsnummer C 91879. Dein Vertragspartner für die Karte sitzt damit in Malta, nicht in Wien oder Berlin.

Für die Sicherheitsfrage ist das lediglich eine Frage der Zuständigkeit: Der Aussteller steht unter maltesischer Aufsicht. Die Gebühren und Limits der Karte stehen auf der Card-Seite und in unserem Erfahrungsbericht. Andere Karten vergleichen wir im Krypto-Kreditkarten-Vergleich.

Für die Steuer auf Kartenzahlungen mit Krypto verweisen wir auf unsere Krypto-Steuererklärung und die Tests der Steuertools Blockpit und CoinTracking.

Schutz je Produkt im Überblick

Die Tabelle zeigt, welche Gesellschaft dein Vertragspartner ist und welches Regelwerk bei einer Insolvenz gilt. Die Quellen sind das Impressum, die Nutzungsvereinbarung, die Produktseiten von Bitpanda sowie BaFin, FMA und EUR-Lex.

Vertragspartner
Regelwerk
Was bei Insolvenz gilt
Krypto (Verwahrung)Bitpanda Asset Management GmbH (BaFin)MiCARRechtlich getrennt, kein Zugriff der Gläubiger (Art. 75 Abs. 7), in der Regel keine Einlagensicherung
Euro-GuthabenBitpanda Payments GmbH (FMA)E-Geld-InstitutE-Geld, keine Bankeinlage
Aktien, ETFs, ETCsBitpanda Financial Services GmbH (FMA)WAG 2018, Mitglied AeWAnlegerentschädigung höchstens 20.000 Euro pro Anleger
Earn on StablecoinsBitpanda GmbHNicht reguliert, KreditvereinbarungEigentum geht an Bitpanda über, Gegenpartei- und Insolvenzrisiko
MetalsBitpanda Metals GmbH (Gewerbebehörde)Kein MiCAR-ProduktEigentum am Barren laut Anbieter, Gegenparteirisiko des externen Verwahrers
CardTransact Payments Malta Limited (MFSA)Financial Institution Act 1994, MaltaAussteller ist TPML, nicht Bitpanda

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Wie vertrauenswürdig ist Bitpanda? Track Record seit 2014

Kennzahlen der Bitpanda-Sicherheitsseite: über 7.000.000 Nutzer, 16 europäische Lizenzen und Registrierungen, 7.700 Rezensionen, Bestände regelmäßig validiert

Bitpanda wurde 2014 in Wien von Eric Demuth, Paul Klanschek und Christian Trummer gegründet. Laut Unternehmensseite zählt der Konzern über 800 Mitarbeiter und über 7 Millionen Kunden. 2021 wurde Bitpanda nach eigenen Angaben zum ersten Unicorn Österreichs, mit einer Bewertung von 4,1 Milliarden Euro.

Auf der Sicherheitsseite nennt Bitpanda 16 europäische Lizenzen und Registrierungen, darunter VASP-Registrierungen sowie MiFID-II-, E-Money- und PSD-II-Lizenzen. Die Zahl ist eine Eigenangabe. Für dich zählt daraus vor allem die MiCAR-Zulassung der Berliner Gesellschaft bei der BaFin.

Seit Januar 2024 ist Bitpanda Partner des FC Bayern. Im März 2026 wurde die Zusammenarbeit laut FC Bayern verlängert, Bitpanda ist jetzt offizieller Online Trading Partner. Sponsoring ist kein Sicherheitsmerkmal, wir nennen es der Vollständigkeit halber.

Auf Trustpilot steht Bitpanda bei 4,1 von 5 Sternen aus 15.756 Bewertungen. 73 Prozent vergeben 5 Sterne, 17 Prozent 1 Stern. Das Profil ist seit Oktober 2015 beansprucht. Die rund 7.700 Rezensionen, die Bitpanda selbst auf der Sicherheitsseite nennt, sind ein älterer Stand. Der Track Record fällt positiv aus, ersetzt aber keine Prüfung der Regelwerke oben.

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Welche Nachteile hat Bitpanda?

Ehrliche Kritik gehört dazu, auch wenn sie nicht die Sicherheit betrifft. Der Krypto-Broker kostet je nach Coin 0,99 bis 2,49 Prozent pro Kauf und Verkauf: Stablecoins und Bitcoin 0,99 Prozent, andere Krypto-Assets wie Ethereum 1,49 Prozent, Coins unter 100 Millionen Euro Marktkapitalisierung 2,49 Prozent. Beim Staking behält Bitpanda 20 Prozent der Rewards als Kommission.

Der Ausweg bei den Handelsgebühren heißt Bitpanda Fusion, die Handelsoberfläche mit Volumenstaffel. Level 1 startet bei 0,25 Prozent, Level 7 endet bei 0,02 Prozent über 250 Millionen Euro Volumen in 30 Tagen. Für die Staking-Kommission nennt Bitpanda keinen solchen Ausweg. Abstriche gibt es also beim Preis, nicht bei der Verwahrung.

Darüber hinaus bleibt ein Risiko, das keine Zulassung ausschließt: Unterbrechungen der Plattform. Laut Ziffer 10.2 der Nutzungsvereinbarung sind geplante und ungeplante Wartungsarbeiten systemimmanent und gelten nicht als Mangel. Kauf, Verkauf und Übertragung können in dieser Zeit vorübergehend unmöglich sein. Die vollständigen Gebührentabellen stehen in den Bitpanda Erfahrungen, die Fallstricke der Zusatzprodukte in 10 Dinge, die du vor der Anmeldung wissen solltest. Weitere Anbieter vergleichen wir im Kryptobörsen-Vergleich, den Direktvergleich mit der Börse-Stuttgart-App gibt es in BISON vs. Bitpanda.

Fazit: Ist mein Geld bei Bitpanda sicher?

Für verwahrte Kryptowerte hängt die Antwort an drei Punkten: der MiCAR-Zulassung der Bitpanda Asset Management GmbH bei der BaFin, der Trennung nach Artikel 75 Absatz 7 MiCAR und der Haftung bis zum Marktwert nach Ziffer 10.3 der Nutzungsvereinbarung. Bei Regulierung und Verwahrung schneidet Bitpanda damit gut ab. Die Regelwerke sind öffentlich, verständlich und lassen sich nachlesen.

Die Abstriche liegen bei den Zusatzprodukten. Earn on Stablecoins ist nicht reguliert, Metals fällt nicht unter MiCAR, die Card kommt aus Malta, und eine Einlagensicherung gibt es für Kryptowerte in der Regel nicht. Wer diese Produkte nicht nutzt, hat noch das Marktrisiko und das Risiko am eigenen Zugang. Multi-Faktor-Authentifizierung an, Codes nie weitergeben.

Wer seine Coins nicht auf der Plattform lassen will, kann sie auf eine eigene Wallet auszahlen. Dann liegt die Verantwortung für die Seed-Phrase bei dir, nicht bei Bitpanda.

Krypto ist volatil, ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.

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Häufig gestellte Fragen

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