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Bitpanda Nachteile: 10 Dinge, die du vorher wissen musst (2026)

Bitpanda 2026: 10 Punkte vor der Anmeldung. Sechs Gesellschaften, Gebühren bis 2,49 %, Earn ohne Einlagenschutz, Card-Zahlung mit Krypto oft steuerpflichtig.

Aktualisiert: 14.9.2026
Cover mit dem Schriftzug 10 Dinge vor der Anmeldung wissen und dem Bitpanda-Logo

Bitpanda bündelt Krypto, Aktien, ETFs, Edelmetalle und eine Visa-Debitkarte in einer App, verteilt auf sechs Gesellschaften. Ein Teil unseres Teams nutzt die Plattform seit 2018. Dabei haben wir zehn Punkte notiert, die vor der Anmeldung kaum jemand erklärt: vier Gebührenstufen bis 2,49 Prozent, Earn ohne Einlagenschutz, 20 Prozent Staking-Kommission, die Krypto-Zahlung per Card, die steuerpflichtig sein kann, und ein Sparplan ohne Ausführungsgarantie. Alle Produkt- und Rechtsangaben haben wir gegen die aktuellen Kostendokumente, Produktseiten und Behördenseiten geprüft.

Bitpanda vor der Anmeldung: 10 Dinge, die wir gerne vorher gewusst hätten

Bitpanda* bündelt Krypto, Aktien, ETFs, Edelmetalle und eine Visa-Debitkarte in einer App. Ein Teil unseres Teams hat dort 2018 die ersten Kryptowährungen gekauft. Seitdem sind uns zehn Dinge aufgefallen, die vor der Anmeldung kaum jemand erklärt. Genau die sammeln wir hier.

Die Gebühren im Detail, die Sicherheit und die Kontoeröffnung stehen in unseren Bitpanda Erfahrungen mit allen Gebührenstufen. Dieser Text ist die Ergänzung dazu. Es geht um die Fallstricke, die in den Kostendokumenten und in den Disclaimern der Produktseiten stehen. Grundlage sind die Kostendokumente vom 8. Juli 2026, die Produktseiten und die Behördenseiten, für L-Token das Dokument vom 11. April 2023.

Die 10 Punkte im Überblick:

  1. Sechs Gesellschaften, nicht ein Unternehmen
  2. Vier Gebührenstufen beim Krypto-Kauf
  3. Fusion für Vieltrader, 0,25 bis 0,02 Prozent
  4. Aktien und ETFs mit 1 Euro Gebühr, Bruchteile in der Regel ohne Stimmrecht
  5. Edelmetalle sind kein MiCAR-Produkt
  6. Bei Earn on Stablecoins geht das Eigentum vorübergehend an Bitpanda
  7. Staking kostet 20 Prozent der Rewards
  8. Die Card ist eine Debitkarte, und Krypto-Zahlungen können steuerpflichtig sein
  9. Margin Trading und L-Token sind zwei verschiedene Produkte
  10. Der Sparplan hat keine Ausführungsgarantie
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Krypto-Handel für deutsche Kunden nach MiCAR zugelassen, Depot ohne Gebühr

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Die 10 Punkte im Video

Im Video gehen wir die zehn Punkte in der Reihenfolge durch, in der sie uns selbst aufgefallen sind. An fünf Stellen präzisiert der Text das Video. Stablecoins liegen ebenfalls bei 0,99 Prozent. Spreads schließen wir nicht mehr pauschal aus. Bruchteile von Aktien haben in der Regel kein Stimmrecht. Die Tagesgebühr beim Margin Trading sinkt mit der Haltedauer. Und Fusion ist eine eigene Handelsoberfläche mit eigenem Gebührenmodell. Maßgeblich ist der Artikel.

1: Sechs Gesellschaften, nicht ein Unternehmen

Impressum von Bitpanda mit sechs aufgelisteten Gesellschaften: Bitpanda GmbH, Bitpanda Asset Management GmbH, Bitpanda Payments GmbH, Bitpanda Financial Services GmbH, Bitpanda Metals GmbH und Bitpanda Broker MENA DMCC

Im Impressum von Bitpanda stehen sechs Gesellschaften. Welche davon für dich relevant ist, hängt vom jeweiligen Produkt ab.

  • Bitpanda Asset Management GmbH: Krypto-Dienste für deutsche Kunden, von der BaFin nach MiCAR zugelassen (BaFin-ID 10159692)
  • Bitpanda Financial Services GmbH: Aktien, ETFs und ETCs, als Wertpapierdienstleistungsunternehmen von der österreichischen FMA nach dem WAG 2018 beaufsichtigt, Mitglied der Anlegerentschädigung AeW
  • Bitpanda Payments GmbH: E-Geld-Institut mit E-Geld- und PSD2-Lizenz der FMA, über sie laufen die Euro-Wallet, aus der Card-Zahlungen bedient werden, und die Fremdwährungsabwicklung bei Wertpapieren
  • Bitpanda Metals GmbH: Edelmetalle, im Impressum nur mit Gewerbeaufsicht (Magistratisches Bezirksamt Wien) gelistet, ohne FMA oder BaFin

Dazu kommen die Bitpanda GmbH, in Österreich von der FMA nach MiCAR zugelassen und zugleich Anbieter von Earn on Stablecoins, sowie die Bitpanda Broker MENA DMCC in Dubai.

Warum das für dich zählt: Welche Aufsicht greift, hängt von der jeweiligen Gesellschaft und dem Produkt ab. Die MiCAR-Zulassung deckt den Krypto-Handel ab, nicht die Edelmetalle und nicht Earn on Stablecoins. Wer in der App zwischen Bitcoin, Gold und einem ETF wechselt, wechselt also auch die Gesellschaft und den Rechtsrahmen. Die Aufteilung ist im Impressum nachvollziehbar dokumentiert, du musst sie nur einmal gelesen haben. In der Praxis merkst du davon beim Handeln nichts, die App zeigt alles in einer Oberfläche.

2: Vier Gebührenstufen beim Krypto-Kauf

Tabelle der vier Gebührenstufen aus dem Bitpanda-Kosteninformationsdokument: Stablecoins 0,99 Prozent mit EURCV 0 Prozent, Bitcoin und VSN 0,99 Prozent, andere Krypto-Assets 1,49 Prozent, Assets unter 100 Millionen Euro Marktkapitalisierung und Spotlight 2,49 Prozent

Beim Krypto-Kauf in der App zahlst du eine prozentuale Servicegebühr. Sie steht im verbindlichen Angebot, bevor du bestätigst. Das Kosteninformationsdokument Krypto in der Version 4.0.0 teilt alle Coins in vier Stufen ein.

Was auffällt: Nicht nur Bitcoin liegt in der unteren Stufe. Stablecoins kosten ebenfalls 0,99 Prozent, der Euro-Stablecoin EURCV sogar 0 Prozent. Andere Krypto-Assets wie Ethereum oder Solana liegen bei 1,49 Prozent. Wer Coins mit weniger als 100 Millionen Euro Marktkapitalisierung kauft oder Neulistungen aus Bitpanda Spotlight, zahlt 2,49 Prozent.

Bei 1.000 Euro Bitcoin sind das 9,90 Euro Gebühr, bei einem kleinen Altcoin 24,90 Euro. Der Unterschied liegt bei 15 Euro pro Kauf, und er wiederholt sich beim Verkauf. Im Video sagen wir, nur Bitcoin liege bei 0,99 Prozent. Das war zu kurz gegriffen.

Ein Wort zum Spread. Im Video sprechen wir davon, dass Bitpanda keine Spreads verlangt. Das formulieren wir hier vorsichtiger. Laut Kostendokument wird die Gebühr als fester Prozentsatz auf Basis eines verbindlichen Angebots berechnet, du siehst den Betrag also vor dem Klick. Bei Wertpapieren nennt die Stocks-Seite dagegen ausdrücklich, dass zusätzliche Spreads anfallen können. Eine Absolutaussage halten wir deshalb nicht mehr aufrecht.

Die vier Stufen im Überblick

Die Stufen gelten pro Kauf und Verkauf. In welcher Stufe ein Coin liegt, siehst du im Angebot vor der Bestätigung.

Assets
Gebühr pro Kauf und Verkauf
Stufe 1Stablecoins (EURCV: 0 %)0,99 %
Stufe 2Bitcoin, VSN0,99 %
Stufe 3Andere Krypto-Assets, etwa Ethereum oder Solana1,49 %
Stufe 4Marktkapitalisierung unter 100 Mio. Euro und Bitpanda Spotlight2,49 %

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3: Fusion für Vieltrader, 0,25 bis 0,02 Prozent

Gebührentabelle von Bitpanda Fusion mit sieben Stufen von 0,25 Prozent bei bis zu 100.000 Euro Volumen bis 0,02 Prozent bei über 250 Millionen Euro

Bitpanda Fusion ist die Handelsoberfläche für aktive Nutzer mit eigenem Gebührenmodell. Statt der vier Coin-Stufen gilt ein Volumenmodell. Gezählt wird dein Handelsvolumen der letzten 30 Tage, die Stufe berechnet sich daraus automatisch.

Level 1 bis 100.000 Euro kostet 0,25 Prozent. Level 2 liegt bei 0,21 Prozent, und in sieben Stufen geht es hinunter bis 0,02 Prozent bei über 250 Millionen Euro. Die Liquidität kommt laut Bitpanda aus über 12 Handelsplätzen, gehandelt werden über 2.000 Paare.

In der Praxis bleibt für Privatanleger Level 1. Bei einem Kauf über 1.000 Euro Bitcoin zahlst du dort 2,50 Euro statt 9,90 Euro in der App. Bei Ethereum sind es 2,50 Euro statt 14,90 Euro. Wer regelmäßig kauft, spart in Fusion spürbar.

Der einzige Haken: Die Oberfläche richtet sich an Trader, nicht an Einsteiger, und braucht etwas Einarbeitung. Wer einmal im Monat Bitcoin kauft, kann in der App bleiben und zahlt den Aufpreis für die Bequemlichkeit. Im Video haben wir Fusion als Nachfolger eines älteren Produkts bezeichnet. Das stimmt so nicht, Fusion ist eine eigene Oberfläche innerhalb von Bitpanda.

Fusion 0,25 bis 0,02 % pro Trade

Volumenmodell über 30 Tage, Liquidität aus über 12 Handelsplätzen

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4: Aktien und ETFs mit 1 Euro Gebühr, Bruchteile in der Regel ohne Stimmrecht

Bitpanda Stocks: über 10.000 Aktien und ETFs, ganze Aktien oder Teile davon, 1 Euro Fixgebühr pro Trade, Limit Orders, automatische Steuerabwicklung

Bei Aktien, ETFs und ETCs verlangt Bitpanda 1 Euro pro Kauf und Verkauf. Ausgeführt wird über Quotrix, den Handelsplatz der Börse Düsseldorf. Das Depot kostet nichts. Zur Auswahl stehen laut Anbieter über 10.000 Aktien und ETFs, der Einstieg liegt bei 2 Euro.

Hinzu kommt der Sparplan. Der Kaufauftrag im Sparplan ist derzeit kostenlos, für über 7.500 Aktien und 2.500 ETFs. Bitpanda kennzeichnet das im Kostendokument ausdrücklich als Promotion. Ob die Aktion beim Lesen dieses Artikels noch läuft, steht in der jeweils aktuellen Fassung.

Dabei ist zu beachten: Der feste Euro ist bei kleinen Orders teuer. Bitpanda schreibt es selbst auf der Stocks-Seite: Bei kleinen Aufträgen kann die Gebühr von 1 Euro einen erheblichen Prozentsatz des Auftragswerts ausmachen. Bei 20 Euro sind es 5 Prozent, bei 500 Euro 0,2 Prozent. Dazu können bei Wertpapieren zusätzliche Spreads anfallen. Fremdwährungskosten laufen über die Bitpanda Payments GmbH.

Der Punkt, den wir im Video falsch hatten: Bruchteile von Aktien verleihen laut Bitpanda in der Regel keine Stimmrechte. Sie lassen sich weder übertragen noch verbriefen. Dividenden bekommst du anteilig, gegebenenfalls abgerundet. Du bist Miteigentümer der Aktie. Die Wertpapiere liegen in einem separaten Depot, getrennt von den Beständen von Bitpanda. Wer mit ganzen Aktien zur Hauptversammlung will, zahlt 60 Euro für die Anmeldung. Die Stimmrechtsausübung per Proxy kostet 5 Euro.

5: Edelmetalle sind kein MiCAR-Produkt

Disclaimer auf der Bitpanda-Edelmetallseite: Bitpanda Metals gilt nicht als Kryptowert im Sinne der MiCAR, Hinweis auf das Gegenparteirisiko bei externen Verwahrern

Gold, Silber, Platin und Palladium kaufst du ab 1 Euro. Laut Bitpanda erwirbst du Anteile an echten Barren. Sie sind LBMA-zertifiziert und lagern bei Brink's in einem Schweizer Tresor. Das Lager ist zollfrei, Mehrwertsteuer fällt deshalb nicht an. Bitpanda nennt dich rechtlichen Eigentümer eines konkreten Anteils.

So weit die Produktseite. Der Disclaimer darunter zieht die Grenze: Bitpanda Metals gilt nicht als Kryptowert im Sinne der MiCAR. Die Zulassung, die für den Krypto-Handel gilt, greift hier also nicht. Bitpanda nennt zudem selbst ein Gegenparteirisiko im Zusammenhang mit der Lagerung durch externe Verwahrer. Ein Totalverlust ist laut Anbieter möglich.

Im Impressum steht die Bitpanda Metals GmbH lediglich mit der Gewerbeaufsicht, nicht mit FMA oder BaFin. Für dich heißt das: Beim Gold in der App vertraust du Bitpanda und dem Verwahrer, nicht einer Finanzaufsicht. Der Krypto-Handel und die Wertpapiere laufen dagegen unter Finanzaufsicht. Wer das weiß, kann den anderen Rechtsrahmen bei seiner Entscheidung berücksichtigen. Wer es nicht weiß, hält Gold in der App für genauso reguliert wie Bitcoin, und das ist es nicht.

6: Bei Earn on Stablecoins geht das Eigentum vorübergehend an Bitpanda

Bitpanda Earn on Stablecoins mit bis zu 7 Prozent auf EURCV und USDC und dem Hinweis, dass es sich um ein nicht reguliertes Produkt handelt

Earn on Stablecoins wirbt mit bis zu 7 Prozent APY auf USDC und EURCV. Der Reward setzt sich aus einem fixen Basis-Reward von bis zu 3 Prozent und einem variablen Zusatz-Reward zusammen, den Bitpanda nach eigenem Ermessen vergibt. Ausgezahlt wird wöchentlich, jeden Dienstag. Hinzu kommt eine 14-tägige Lock-in-Frist: Sobald du die Freigabe anforderst, bleiben die Stablecoins laut Bitpanda noch 14 Tage gebunden und generieren in dieser Zeit weiter Erträge.

Das ist der Punkt, der uns besonders überrascht hat. Laut Produktseite wird während der Earn-Transaktion das Eigentum an deinen Krypto-Assets vorübergehend an Bitpanda übertragen. Rechtlich ist das eine Kreditvereinbarung. Bitpanda nutzt die Token intern für Liquidität. Du verleihst also an das Unternehmen und bekommst dafür den Reward.

Bitpanda schreibt dazu, Earn sei ein nicht reguliertes Produkt der Bitpanda GmbH. Es ist kein Bank- oder Einlagenprodukt, es gibt keinen Einlagenschutz. Es unterliegt weder MiCAR noch einem sonstigen Einlagen- oder Investorenschutzprogramm. Als Risiken nennt der Anbieter Gegenpartei, Insolvenz und Depeg.

Was das in der Praxis heißt: Die 7 Prozent sind keine Verzinsung wie beim Festgeld, auch wenn die Auszahlung wöchentlich kommt. Das Insolvenzrisiko steht als eigener Punkt auf der Produktseite und betrifft das, was du in Earn gibst. Für regulär verwahrte Coins gilt laut Sicherheitsseite etwas anderes: Bitpanda verwahrt sie als Treuhänder, wirtschaftlicher Eigentümer bleibst du. Lies diese Zeile im Disclaimer, bevor du den Earn-Schalter umlegst.

7: Staking kostet 20 Prozent der Rewards

Beim Staking behält Bitpanda 20 Prozent der Rewards als Kommission. Der Abzug läuft automatisch, du siehst nur den Nettoertrag. Bringt ein Netzwerk 5 Prozent, kommen bei dir 4 Prozent an. Bei Passive Earn sind es ebenfalls 20 Prozent des zurechenbaren Nettoertrags.

Die Rewards kommen jeden Dienstag. Laut Staking-Seite gibt es keine Lock-in- und keine Warm-up-Fristen, du kannst jederzeit unstaken, außer beim ETH-Staking mit dem Unbonding-Zeitraum des Protokolls. Die angezeigten APYs sind laut Bitpanda nur eine Orientierung, keine Zusage.

Ein Fünftel des Ertrags ist kein Pappenstiel. Im Gegenzug entfallen eigener Node, Wallet-Konfiguration und die Buchführung über jede Auszahlung. Wer ohne Bitpanda gar nicht staken würde, steht damit besser da als vorher. Wer die Technik selbst im Griff hat, zahlt hier vor allem für Bequemlichkeit.

Jede wöchentliche Auszahlung ist zugleich ein Eintrag in deiner Transaktionshistorie. Für die Steuererklärung brauchst du diese Einträge vollständig. Steuertools wie CoinTracking oder Blockpit lesen die Bitpanda-Historie ein und ordnen die Rewards zu. Wie der Import Schritt für Schritt läuft, zeigt unsere Blockpit Anleitung.

8: Die Card ist eine Debitkarte, und Krypto-Zahlungen können steuerpflichtig sein

FAQ-Antwort auf der Bitpanda-Card-Seite: Beim Bezahlen mit Kryptowährungen findet ein Trade von Krypto zu Euro statt, üblicherweise ein steuerpflichtiges Ereignis

Die Bitpanda Card ist eine Visa-Debitkarte, kein Kreditrahmen. Herausgeber ist Transact Payments Malta Limited, beaufsichtigt von der maltesischen MFSA. Die Euro-Wallet, aus der Zahlungen bedient werden, führt die Bitpanda Payments GmbH. Eröffnung, Monatsgebühr und Erstversand kosten nichts, die Fremdwährungsgebühr liegt bei 0 Prozent. Am Geldautomaten zahlst du 2 Prozent oder 2 Euro, je nachdem, was höher ist. Das Automatenlimit liegt bei 500 Euro am Tag, das Ausgabenlimit bei 10.000 Euro.

Das Cashback von 1 Prozent gibt es nur bei Zahlungen mit Kryptowährungen. Euro-Guthaben, Aktien, Edelmetalle und Stablecoins sind ausgenommen. Und genau hier liegt der Punkt, den du vorher wissen solltest.

Beim Bezahlen mit Krypto findet laut Bitpanda-FAQ ein Trade von Krypto zu Euro statt. Bitpanda schreibt dazu: Es handelt sich dabei üblicherweise um ein steuerpflichtiges Ereignis. Ob das im Einzelfall so ist, hängt laut Anbieter von deiner Steuersituation und deinem Wohnort ab. Jeder Kaffee, den du mit Ethereum bezahlst, ist also ein Verkauf von Ethereum.

Für Deutschland gilt § 23 EStG. Private Veräußerungsgeschäfte sind steuerpflichtig, wenn zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr liegt. Steuerfrei bleiben sie, wenn der Gesamtgewinn im Kalenderjahr unter 1.000 Euro liegt. Das ist eine Freigrenze, kein Freibetrag: Ab 1.000 Euro ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig. Wer die Card mit Coins nutzt, die jünger als ein Jahr sind, erzeugt mit jeder Zahlung ein steuerlich relevantes Ereignis.

Hinzu kommt DAC8. Seit Januar 2026 ist deine Steuernummer für das Bitpanda-Konto verpflichtend, das schreibt Bitpanda im Help Center. Hintergrund ist der europäische Informationsaustausch: CARF und DAC 8 regeln laut Bundeszentralamt für Steuern den Austausch über aggregierte Transaktionen von Kryptowerten. In Deutschland ist das durch das Kryptowerte-Steuertransparenz-Gesetz umgesetzt, zuständige Behörde ist das BZSt.

Was du tun kannst: Für Alltagszahlungen lässt sich laut Card-Seite die Euro-Wallet verknüpfen. Dann findet kein Krypto-Verkauf statt, das Cashback entfällt aber ebenfalls. Wer das Cashback will, braucht eine vollständige Transaktionsliste. Wie du die Gewinne erklärst, steht in unserer Anleitung zur Krypto-Steuererklärung. Welches Werkzeug die Bitpanda-Historie sauber einliest, zeigen unsere Blockpit Erfahrungen. Andere Karten stehen im Vergleich der Krypto-Kreditkarten.

Wir sind keine Steuerberater. Bei größeren Summen gehört der Fall in eine Steuerberatung, worauf du bei der Auswahl achten kannst, steht in unserem Ratgeber zu Krypto-Steuerberatern.

9: Margin Trading und L-Token sind zwei verschiedene Produkte

Bei Bitpanda kannst du über den Leverage-Tab der App mit Hebel handeln, bis zu 10x bei Krypto und bis zu 20x bei Aktien und ETFs. Dafür gibt es zwei Produkte: Margin Trading und Leverage-Token, bei Bitpanda L-Token genannt. Sie stehen in unterschiedlichen Kostendokumenten und folgen einer eigenen Gebührenlogik.

Beim Krypto-Margin-Trading ist der Kauf gebührenfrei. Stattdessen zahlst du eine Tagesgebühr auf die Position. Im Video nennen wir pauschal 0,18 Prozent, richtig ist eine Staffel nach Haltedauer. Für Tag 1 bis 60 fallen 0,18 Prozent pro Tag an, abgerechnet mit 0,03 Prozent je vier Stunden. Ab Tag 61 sind es 0,12 Prozent, ab Tag 101 0,06 Prozent und ab Tag 181 0,0312 Prozent. Beim Krypto-Margin-Trading kostet das Schließen 0,3 Prozent, eine Liquidation 1 Prozent.

Bei den L-Token ist der Kauf ebenfalls gebührenfrei. Die Overnight Fee liegt bei 0,10 Prozent pro Tag, entfällt aber, wenn du vor 23 Uhr MEZ schließt. Beim Beenden fällt eine Return Fee von 1 Prozent an. Das Kostendokument dazu stammt vom 11. April 2023 und ist damit älter als die Dokumente für Krypto und Wertpapiere.

Welche Variante günstiger ist, hängt von Haltedauer und Schließzeitpunkt ab. Die Tabelle stellt die Gebühren nebeneinander. Beide Produkte tragen ein Totalverlustrisiko, beim Margin Trading kommt die Liquidation dazu. Hebelprodukte sind nichts für Einsteiger, und wir sprechen hier keine Empfehlung aus.

Margin Trading (Krypto)
L-Token
Kaufgebühr0 %0 %
Laufende Gebühr0,18 % pro Tag (Tag 1 bis 60), danach gestaffelt bis 0,0312 %0,10 % Overnight Fee pro Tag, entfällt bei Schließen vor 23 Uhr MEZ
Schließen0,3 %, Liquidation 1 %1,00 % Return Fee beim Beenden
KostendokumentKrypto v4.0.0 vom 8. Juli 2026Leverage v1.0.0 vom 11. April 2023

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10: Der Sparplan hat keine Ausführungsgarantie

Disclaimer auf der Bitpanda-Aktienseite: Sparplan-Aufträge können verzögert oder gegebenenfalls nicht ausgeführt werden, etwa bei Marktstörungen oder unzureichender Kontodeckung

Aktien- und ETF-Sparpläne laufen bei Bitpanda automatisch. Der Disclaimer auf der Stocks-Seite enthält dazu einen Satz, den kaum jemand liest: Der Zeitpunkt der Ausführung und der Ausführungspreis können variieren. Aufträge können verzögert oder gegebenenfalls nicht ausgeführt werden, zum Beispiel bei Marktstörungen, Marktschließungen oder bei unzureichender Kontodeckung.

In der Praxis heißt das: Ein Sparplan ist ein Auftrag, keine Zusage. Bitpanda gibt keine Ausführungsgarantie. Fällt eine Ausführung aus, bekommst du das nicht zwingend mit, wenn du die App monatelang nicht öffnest. Laut Bitpanda kommt das selten vor, ausschließen lässt es sich nicht.

Unser Tipp dazu ist unkompliziert: ab und zu in die Ausführungshistorie schauen und das Euro-Guthaben vor dem Stichtag decken. Das kostet zwei Minuten und nimmt dem Punkt seinen Schrecken.

Sparplan-Kauf derzeit ohne Ordergebühr

Sparpläne für über 7.500 Aktien und 2.500 ETFs, Aktienbruchteile ab 2 Euro

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Was für Bitpanda spricht

Kennzahlen der Bitpanda-Sicherheitsseite: über 7.000.000 Nutzer, 16 europäische Lizenzen und Registrierungen, 7.700 Rezensionen

Nach zehn Fallstricken ist ein Blick auf die andere Seite fällig. Auf der Sicherheitsseite stehen 16 europäische Lizenzen und Registrierungen, über 7 Millionen Nutzer und die Zertifizierungen ISO 27001 und SOC 2 Typ 2. Regulär verwahrte Kryptowerte hält Bitpanda als Treuhänder, wirtschaftlicher Eigentümer bist du. Für deutsche Kunden kommt die MiCAR-Zulassung durch die BaFin dazu. Auf der eigenen Seite nennt Bitpanda 7.700 Rezensionen, auf Trustpilot liegt der Anbieter bei 4,1 von 5 Sternen aus über 15.000 Bewertungen.

Positiv hervorzuheben ist die Offenheit der Disclaimer. Earn, Metals und der Sparplan haben ihre Grenzen, und Bitpanda schreibt sie auf die Produktseite statt ins Kleingedruckte. Für uns ist das ein Vertrauenssignal: Wer die Hinweise liest, weiß, was er nutzt. Die App selbst ist übersichtlich und für Einsteiger verständlich. Seit 2018 gilt das für uns unverändert.

Bei Regulierung und Breite überzeugt uns Bitpanda. Bei den Gebühren in der App fällt das Urteil gemischt aus, Fusion gleicht das für aktive Nutzer aus.

Was für Bitpanda spricht

  • MiCAR-Zulassung durch die BaFin für den Krypto-Handel deutscher Kunden
  • Krypto, Aktien, ETFs, Edelmetalle und Card in einer App
  • Gebühr steht im verbindlichen Angebot, bevor du bestätigst
  • Fusion von 0,25 bis 0,02 Prozent für aktive Nutzer
  • 1 Euro pro Aktien-Trade, Sparplan-Kauf derzeit ohne Gebühr, Depot kostenlos

Was du vorher wissen musst

  • 0,99 bis 2,49 Prozent beim Krypto-Kauf in der App
  • Earn on Stablecoins: Eigentum geht vorübergehend an Bitpanda, kein Einlagenschutz
  • 20 Prozent Kommission auf Staking-Rewards
  • Card-Cashback nur bei Krypto-Zahlung, und die ist üblicherweise steuerpflichtig
  • Edelmetalle außerhalb von MiCAR, Sparplan ohne Ausführungsgarantie

Fazit: Für wen Bitpanda passt und für wen nicht

Bitpanda passt zu Anlegern, die Krypto als einen Baustein neben Aktien und ETFs sehen. Sie bekommen eine App, deren Krypto-Handel für deutsche Kunden bei der BaFin zugelassen ist. Die zehn Punkte ändern nichts am Gesamtbild, sie setzen den Rahmen. Wer die vier Gebührenstufen kennt, für regelmäßige Käufe Fusion nutzt und die Disclaimer bei Earn und Metals gelesen hat, handelt hier ohne Umwege.

Nicht passt Bitpanda zu Vieltradern, die in der App bleiben wollen. 0,99 bis 2,49 Prozent pro Kauf und Verkauf summieren sich. Welche Börsen ohne Broker-Aufschlag arbeiten, zeigt unser Kryptobörsen-Vergleich. Wer die Card täglich mit Krypto nutzen will, sollte Punkt 8 zweimal lesen und ein Steuertool angebunden haben, bevor die erste Zahlung läuft.

Die Bewertung von Gebühren, Sicherheit und Kontoeröffnung findest du in unseren Bitpanda Erfahrungen. Krypto ist volatil, ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung und keine Steuerberatung.

Krypto, Aktien und Edelmetalle in einer App

MiCAR-Zulassung durch die BaFin, Depot ohne Gebühr, Fusion von 0,25 bis 0,02 Prozent

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Häufig gestellte Fragen

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