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Binance Alternative 2026: Umzug zu Bitpanda in 4 Schritten

Binance Alternative: Bitpanda ist laut ESMA-Register MiCAR-zugelassen. Umzug in 4 Schritten, Gebühren von 0,99 bis 2,49 %, Staking-Risiken und Steuer.

Aktualisiert: 1.11.2026
Cover mit dem Schriftzug Binance Alternative, dem Bitpanda-Logo und Umzug in 4 Schritten

Binance Alternative gesucht? Im ESMA-Register der MiCAR-zugelassenen Krypto-Dienstleister ist Binance zum 30. Oktober 2026 nicht gelistet, Bitpanda dagegen mit drei Gesellschaften. Wir zeigen den Umzug in vier Schritten, die echten Gebühren von 0,99 bis 2,49 Prozent, die Grenzen von Staking und Earn und was bei der Steuer offen bleibt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich.

Binance Alternative: Worum es in diesem Artikel geht

Wer Krypto bei Binance hält und über einen Wechsel nachdenkt, stellt meist zwei Fragen. Was ist der belegte Stand bei Binance in der EU? Und wohin lassen sich die Coins übertragen, ohne dass Geld verloren geht?

Dieser Artikel beantwortet beides getrennt. Zuerst kommen die Fakten zu Binance, ausschließlich aus offiziellen Quellen und mit Datum. Danach folgt der Umzug zu Bitpanda* in vier Schritten, samt den Stolperfallen, die in der Praxis Geld kosten. Den Aufbau haben wir bewusst übersichtlich gehalten.

Den Umzug von Binance beschreiben wir nicht als Erfahrungsbericht, sondern nach den Anleitungen im Help Center und den Kostendokumenten des Anbieters. Alle Zahlen haben wir für diesen Artikel neu gegen die Originalseiten geprüft. Den Gesamttest findest du in unseren Bitpanda Erfahrungen, die Sicherheitsfragen in Ist Bitpanda sicher?.

Was wir nicht tun: Wir bewerten Binance nicht, wir spekulieren nicht über Lizenzen, und wir geben keine Anlageberatung. Ob du wechselst, entscheidest du. Wir zeigen, wie es geht und was es kostet.

Was wir zum Status von Binance belegen können

Hier gilt eine einfache Regel: Wir nennen nur, was in offiziellen Quellen steht, und geben das Datum dazu. Medienberichte und Gerüchte lassen wir weg.

Die Mitteilung von Binance. In einem Blogbeitrag vom 24. Juni 2026 schreibt Binance, den Antrag auf eine MiCA-Lizenz bei der griechischen Aufsicht HCMC zurückgezogen zu haben. Als Grund nennt Binance, dass keine formelle Entscheidung vorlag. Einen Antrag in einem anderen EU-Staat will Binance stellen und diesen Staat öffentlich nennen. Die Gelder der Nutzer seien sicher und zugänglich. Einige Nutzer seien je nach Land und Kontostatus betroffen und würden direkt kontaktiert. Was auffällt: Deutschland und Auszahlungen erwähnt der Beitrag nicht.

Das ESMA-Register. Die europäische Wertpapieraufsicht ESMA führt ein Register der Krypto-Dienstleister, die nach MiCAR zugelassen sind. Wir haben die Registerdateien am 30. Oktober 2026 selbst durchsucht. Binance taucht dort weder bei den zugelassenen Anbietern noch in der Liste der nicht konformen Anbieter auf. Das Register wird laufend aktualisiert, du kannst es jederzeit selbst prüfen.

Was offen bleibt. Welche Leistungen für Nutzer in Deutschland gelten, also Handel, Einzahlung und Auszahlung, haben wir aus keiner offiziellen Quelle belegen können. Auch eine BaFin-Veröffentlichung speziell zu Binance haben wir nicht gefunden. Aussagen wie "verboten" oder "illegal" bestätigen wir deshalb nicht, und wir machen sie nicht. Entscheidend ist, was in den Mitteilungen steht, die Binance dir schickt. Lies sie, bevor du Beträge verschiebst.

Die Quellen zu Binance im Überblick

Die Tabelle fasst zusammen, was die offiziellen Stellen im Sommer und Herbst 2026 veröffentlicht haben. Die ESMA nennt in ihrem Statement keinen Anbieter beim Namen. Wie sich die allgemeinen Regeln auf Binance auswirken, bewerten wir nicht.

Datum
Was dort steht
Binance-Blog24.06.2026MiCA-Antrag in Griechenland zurückgezogen, Antrag in anderem EU-Staat angekündigt, Gelder laut Binance sicher und zugänglich, einige Nutzer je nach Land und Kontostatus betroffen
ESMA-Statement23.06.2026Nicht zugelassene Anbieter müssen Neukunden-Onboarding und Marketing stoppen und geordnet abwickeln. Kunden solcher Anbieter haben keinen MiCA-Schutz und sollen das Register prüfen
BaFin und FIU08.07.2026MiCAR-Übergangsfrist EU-weit am 01.07.2026 beendet, in Deutschland schon am 31.12.2025. Viele Kundenwechsel zu lizenzierten Anbietern erwartet
ESMA-Register30.10.2026Binance weder unter den zugelassenen Krypto-Dienstleistern noch unter den nicht konformen Anbietern gelistet

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Was Bitpanda als regulierte Alternative ausmacht

Regulierung ist kein Gütesiegel für jedes Produkt, aber sie ist prüfbar. Im ESMA-Register stehen drei Gesellschaften mit dem Namen Bitpanda, die maltesische BP23 CA Limited führt ihn als Handelsnamen. Wir haben die Einträge am 30. Oktober 2026 selbst nachgeschlagen. Bei der Nachprüfbarkeit schneidet Bitpanda damit gut ab: Jeder Eintrag lässt sich einzeln im Register finden.

Für Kunden in Deutschland ist die Bitpanda Asset Management GmbH in Berlin die Vertragspartnerin für Krypto. Das Impressum (Stand 31. Oktober 2026) führt sie als bei der BaFin zugelassenen Dienstleister für Krypto-Vermögenswerte nach MiCAR. Ihre Nutzungsvereinbarung trägt die Version 2.0.1 vom 8. Juli 2026. Die einzelnen Gesellschaften, die Verwahrung und den Insolvenzfall erklären wir in Ist Bitpanda sicher?.

Dabei ist zu beachten, was die Zulassung nicht leistet. Sie schützt nicht vor Kursverlusten. Eine Einlagensicherung gibt es für Kryptowerte laut BaFin in der Regel nicht. Und nicht jedes Produkt in der App ist eine regulierte Krypto-Dienstleistung nach MiCAR: Staking ist es nicht, und Earn on Stablecoins ist ein nicht reguliertes Produkt. Mehr dazu weiter unten.

Darüber hinaus ist das Angebot breit. Bitpanda nennt auf seiner Startseite mehr als 650 Kryptowährungen und über 10.000 Aktien, ETFs und Edelmetalle in einer App.

Behörde
Datum im Register
Sitz
Bitpanda GmbHFMA (Österreich)09.04.2025Wien
Asset Management GmbHBaFin (Deutschland)24.01.2025Berlin
BP23 CA LimitedMFSA (Malta)27.01.2025Valletta

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Vor dem Umzug: Das solltest du klären

Der Transfer selbst dauert meist nur Minuten. Mit guter Vorbereitung sinkt das Risiko, dass dabei etwas schiefgeht. Diese fünf Punkte solltest du vorher klären:

  1. •Welche Coins ziehen um? Prüfe in der Bitpanda-App, ob jeder deiner Coins dort als Asset auftaucht. Zahle nichts ein, was die App nicht führt. Bei Coins, die Bitpanda nicht anbietet, hilft nur ein Tausch vorher. Der kostet Gebühren und kann steuerlich ein Verkauf sein.
  2. •Staking und ähnliche Positionen beenden. Sie lassen sich nicht mitnehmen. Beende sie dort, wo du sie eingegangen bist, und prüfe, ob Fristen laufen oder Rewards noch ausstehen.
  3. •Historie sichern. Exportiere deine Transaktionshistorie bei Binance, bevor du Beträge verschiebst oder das Konto schließt. Wie Bitpanda Anschaffungskosten und Haltefristen übertragener Coins behandelt, erklärt der Anbieter nicht. Deine eigene Historie ist deshalb der Beleg.
  4. •Auszahlungsgebühr bei Binance klären. Welche Gebühr und welches Mindestlimit für deinen Coin gelten, legt Binance fest. Wir haben diese Konditionen nicht geprüft. Kleine Beträge können von Gebühren aufgezehrt werden.
  5. •Mit einem Testbetrag planen. Wir empfehlen, zuerst wenig zu senden. So siehst du, ob Netzwerk und Adresse stimmen, bevor der Rest folgt.

Der Aufwand ist zwar überschaubar, aber er lohnt sich. Die Reihenfolge unten ist bewusst so gewählt und nachvollziehbar: erst Konto und Euro-Einzahlung bei Bitpanda, dann erst Binance. So kommst du ohne Umwege zur Einzahlungsadresse.

Schritt 1: Bitpanda-Konto eröffnen und verifizieren

Registriere dich bei Bitpanda* mit deiner E-Mail-Adresse und schließe die Identitätsprüfung ab. Halte Ausweis und Smartphone bereit. Die Anmeldung selbst ist unkompliziert.

Die Prüfung ist keine Schikane. BaFin und FIU betonten im Juli 2026, dass Anbieter, die wechselnde Kunden aufnehmen, die Identität prüfen und jede neue Geschäftsbeziehung auf Geldwäscherisiken bewerten müssen. Wie lange die Verifizierung dauert, hängt vom Einzelfall ab. Plane sie deshalb nicht erst für den Tag, an dem du umziehen willst.

Aktiviere danach gleich die Multi-Faktor-Authentifizierung. Bitpanda rät selbst dringend dazu. Hinzu kommt die Steuernummer: Seit Januar 2026 ist sie für das Bitpanda-Konto verpflichtend, Hintergrund ist die EU-Regelung DAC8. Die Details haben wir in 10 Dinge, die du vor der Bitpanda-Anmeldung wissen solltest beschrieben.

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Schritt 2: Mindestens 10 Euro per SEPA einzahlen

Dieser Schritt geht leicht unter. Wer zum ersten Mal Krypto von einer anderen Plattform zu Bitpanda überträgt, muss laut Help Center zuerst Euro einzahlen: einmalig mindestens 10 Euro, aus Compliance-Gründen. Genannt werden dort ausdrücklich Binance, Coinbase, Trade Republic, Revolut und eToro. Ohne diese Einzahlung erscheint unter Umständen keine Einzahlungsadresse in der App. Die 10 Euro sind lediglich eine einmalige Hürde.

Für SEPA-Einzahlungen erhebt Bitpanda selbst keine Gebühr. Deine Bank kann eigene Entgelte berechnen. PayPal-Einzahlungen kosten 1,49 Prozent und wären für diesen Zweck unnötig teuer.

Die Überweisung braucht je nach Bank etwas Zeit. Löse sie deshalb vor dem eigentlichen Umzug aus. Das Geld liegt danach als Euro-Guthaben auf deinem Konto.

Schritt 3: Einzahlungsadresse kopieren und Netzwerk wählen

Help-Center-Anleitung von Bitpanda zum Einzahlen von Kryptowährungen: Hinweis auf die Fiat-Einzahlung von mindestens 10 Euro, acht Schritte in der Mobile App und Warnbox zu Netzwerk, Adresse und Mindesteinzahlungsbetrag

Öffne die Bitpanda-App, tippe auf Krypto, wähle das Asset, das du übertragen willst, tippe auf Mehr und dann auf Einzahlen. Der Screenshot zeigt die offizielle Anleitung, die übersichtlich aufgebaut ist und durch klare Warnhinweise überzeugt. Der Hinweis oben im Bild ist der Grund für Schritt 2.

Danach müssen drei Dinge zusammenpassen:

  • •Netzwerk: Wähle in Bitpanda ein Netzwerk, falls mehrere zur Wahl stehen. Bei Binance nimmst du später exakt dasselbe. Beispiele sind ERC20, BEP20 und TRC20.
  • •Adresse: Kopiere die Einzahlungsadresse mit der Kopierfunktion, tippe sie nicht ab.
  • •Memo oder Tag: Zeigt die App zusätzlich ein Memo, einen Tag oder eine Payment-ID an, brauchst du sie bei der Auszahlung ebenfalls. Das betrifft laut Help Center zum Beispiel XRP, XLM und Cosmos.

Das Help Center ist bei Fehlern deutlich. Wer das falsche Netzwerk wählt, riskiert den Verlust seiner Bestände. An eine falsche Adresse gesendete Kryptowährungen gehen auf der Blockchain dauerhaft verloren, Bitpanda kann sie nicht wiederherstellen. Das Kostendokument (Version 4.0.0, Punkt 5) behält sich zwar eine Bearbeitungsgebühr von 15 Prozent für Wiederherstellungsversuche vor, die nur bei bestimmten Blockchains möglich sind. Verlassen solltest du dich darauf nicht.

Schritt 4: Bei Binance auszahlen, erst mit Testbetrag

Jetzt wechselst du zu Binance. Menüs und Bezeichnungen dort kann Binance jederzeit ändern, deshalb beschreiben wir nur die Regeln, die für beide Seiten gelten.

Starte eine Krypto-Auszahlung des gewünschten Coins und füge die kopierte Adresse ein. Wähle das Netzwerk, das du in Schritt 3 bei Bitpanda gewählt hast. Trage ein Memo oder einen Tag ein, falls Bitpanda eines anzeigt. Vergleiche vor dem Bestätigen den Anfang und das Ende der Adresse.

Sende zuerst einen kleinen Betrag. Er muss über dem Mindesteinzahlungsbetrag von Bitpanda liegen: Geringere Beträge werden laut Help Center von den Transaktionskosten aufgebraucht und nicht gutgeschrieben. Kommt der Testbetrag an, schickst du den Rest. So fällt ein Fehler bei Adresse oder Netzwerk nur beim kleinen Betrag auf.

Wie lange dauert es? Meist wenige Minuten, je nach Coin und Auslastung der Blockchain. Bitcoin kann bis zu zwei Stunden oder länger brauchen, weil sechs Bestätigungen nötig sind. Erscheint die Einzahlung nach zwei Stunden nicht, obwohl die Blockchain sie als erfolgreich zeigt, öffnest du ein Ticket beim Support und nennst Transaktions-ID und Asset. Für Wechsler gibt es außerdem ein Onboarding-Team.

Was kostet es? Bitpanda erhebt für eingehende Krypto-Einzahlungen keine Gebühr. Der Betrag muss aber über dem Mindesteinzahlungsbetrag samt Wallet-Einzahlungsgebühr liegen, kleinere Beträge werden nicht gutgeschrieben. Die sendende Plattform kann für die Auszahlung eine Netzwerkgebühr berechnen. Bei Binance haben wir die Höhe nicht geprüft.

Und wenn ein Memo fehlt? Dann liegen die Coins laut Help Center im Hauptpool von Bitpanda. Du musst den Support kontaktieren, und die Rückbuchung erfordert manuellen Aufwand, der Zeit kostet.

Typische Stolperfallen beim Transfer im Überblick

Die Tabelle fasst die Fehler zusammen, die beim Umzug am meisten kosten, und wie du sie vermeidest. Die Angaben stammen aus den Help-Center-Artikeln zum Einzahlen und zum Wechsel von anderen Plattformen.

Was passiert
So vermeidest du es
Falsches NetzwerkBestände können verloren sein, Bitpanda kann sie nicht in jedem Fall wiederherstellenNetzwerk bei Bitpanda und Binance vergleichen, mit Testbetrag starten
Falsche AdresseCoins gehen auf der Blockchain dauerhaft verlorenAdresse kopieren statt tippen, Anfang und Ende prüfen
Memo oder Tag fehltGutschrift bleibt im Hauptpool, Support und manueller Aufwand nötigMemo oder Tag mitsenden, sobald die App eines anzeigt
Adresse fehltIdentitätsprüfung oder erste Euro-Einzahlung fehltVerifizierung abschließen und mindestens 10 Euro einzahlen
Betrag zu kleinTransaktionskosten zehren den Betrag auf, keine GutschriftMindesteinzahlungsbetrag inklusive Wallet-Einzahlungsgebühr beachten
Bitcoin braucht längerBis zu zwei Stunden oder länger wegen sechs BestätigungenAbwarten, nach zwei Stunden Ticket mit Transaktions-ID eröffnen

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Gebühren: Was der Umzug und das Handeln bei Bitpanda kosten

Tabelle der vier Gebührenstufen aus dem Bitpanda-Kosteninformationsdokument: Stablecoins 0,99 Prozent mit EURCV 0 Prozent, Bitcoin und VSN 0,99 Prozent, andere Krypto-Assets 1,49 Prozent, Assets unter 100 Millionen Euro Marktkapitalisierung und Spotlight 2,49 Prozent

Ein reiner Umzug kostet bei Bitpanda keine Handelsgebühr. Du überträgst Coins, du kaufst sie nicht neu. Handelsgebühren entstehen erst, wenn du bei Bitpanda handelst. Wer vor dem Umzug verkauft und danach neu kauft, zahlt dagegen Gebühren für Verkauf und Neukauf, und der Verkauf kann steuerlich eine Veräußerung sein.

Im Broker gilt ein fester Prozentsatz je Coin-Stufe. Stablecoins und Bitcoin kosten 0,99 Prozent, wobei der Euro-Stablecoin EURCV mit 0 Prozent die Ausnahme ist. Andere Krypto-Assets wie Ethereum kosten 1,49 Prozent. Coins unter 100 Millionen Euro Marktkapitalisierung und Neulistungen aus dem Programm Spotlight kosten 2,49 Prozent. Der Betrag steht vor der Bestätigung im Angebot.

Ein Rechenbeispiel: Für 1.000 Euro Bitcoin zahlst du 9,90 Euro, für Ethereum 14,90 Euro und für einen kleinen Altcoin 24,90 Euro. Das ist verständlich und planbar, liegt aber spürbar über dem Fusion-Satz von 0,25 Prozent. Bei den Kosten musst du im Broker Abstriche machen, dafür bekommst du die einfachere App. Die Sätze stammen aus dem Kostendokument Krypto, Version 4.0.0 vom 8. Juli 2026.

Die Bitpanda-Kosten im Überblick

Die Tabelle zeigt, was für den Umzug und danach relevant ist. Die Werte stammen aus dem Kostendokument Krypto in der Version 4.0.0 vom 8. Juli 2026 und aus den Help-Center-Artikeln zu Gebühren und Einzahlungen.

Kosten bei Bitpanda
Einordnung
Krypto-EinzahlungKeine Bitpanda-Gebühr, Mindesteinzahlung inkl. Wallet-Einzahlungsgebühr beachtenAuszahlungsgebühr bei Binance möglich, Höhe nicht geprüft
SEPA-Ein- und AuszahlungKeine Bitpanda-GebührBankentgelte sind möglich
Kauf und Verkauf0,99 % bis 2,49 % je Coin-StufeBitcoin 0,99 %, Ethereum 1,49 %
Bitpanda Fusion0,25 % bis 0,02 % je nach 30-Tage-Volumen0,02 % erst über 250 Mio. Euro Volumen
Krypto-Indizes1,99 % pro Kauf und VerkaufHalten kostet nichts
Staking20 % Kommission auf die RewardsAngezeigte Renditen sind Schätzungen
Krypto-AuszahlungBlockchain-Gebühr, von Bitpanda weder festgelegt noch einbehaltenHöhe hängt vom Coin ab
PayPal-Einzahlung1,49 %Für den Umzug unnötig

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Bitpanda Fusion: 0,02 Prozent gelten nur für die höchste Stufe

Gebührenstufen von Bitpanda Fusion: Level 1 bis 100.000 Euro Volumen 0,25 Prozent, Level 7 über 250 Millionen Euro Volumen 0,02 Prozent

Bitpanda Fusion ist die Handelsoberfläche für aktive Nutzer. Die Gebühr hängt vom Handelsvolumen der letzten 30 Tage ab und startet bei 0,25 Prozent. Die 0,02 Prozent, die in Werbetexten auftauchen, gelten erst bei mehr als 250 Millionen Euro Volumen. Das ist Level 7 im Screenshot.

Level 1 gilt bis 100.000 Euro Volumen in 30 Tagen, Level 2 beginnt darüber. Die weiteren Stufen folgen über 500.000 Euro, 2,5 Millionen, 10 Millionen, 50 Millionen und 250 Millionen Euro. Auf Level 1 sind das auf 1.000 Euro 2,50 Euro, im Broker wären es bei Bitcoin 9,90 Euro. Bei regelmäßigen Käufen macht sich der Unterschied schnell bemerkbar.

Hinzu kommt eine Einordnung, die in Vergleichen oft fehlt: Bei Fusion ist Bitpanda selbst deine Vertragspartnerin und betreibt kein multilaterales Handelssystem. Die Preise speisen sich nach Anbieterangabe aus mehreren Handelsplätzen. Alle sieben Level und weitere Details findest du in unseren Bitpanda Erfahrungen.

Fusion ab 0,25 %

Volumenstaffel statt Broker-Aufschlag. Level 1 startet bei 0,25 Prozent.

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Steuer: Was Bitpanda liefert und was bei dir bleibt

Hier gibt es für Nutzer in Deutschland eine Einschränkung: Den offiziellen jährlichen Steuerbericht als PDF bietet Bitpanda laut Help Center nur Nutzern in Österreich an. Für alle anderen nennt das Help Center folgende Unterlagen:

  • •vierteljährliche Kontoauszüge, die automatisch erstellt werden
  • •einen Jahresauszug auf Anfrage
  • •die Transaktionshistorie, jederzeit als CSV oder PDF
  • •eine Blockpit-Integration, aber nur für bestimmte Steuerwohnsitze

Ob Deutschland zu diesen Steuerwohnsitzen gehört, steht in der Anleitung nicht. Prüfe die Anbindung deshalb direkt im Steuertool. Steuerberatung gibt Bitpanda nicht. Positiv hervorzuheben ist, dass sich die Transaktionshistorie jederzeit abrufen lässt.

Was das für deinen Umzug heißt: Anschaffungskosten und Haltefristen deiner Coins stammen aus der Zeit bei Binance. Sichere deshalb die Historie beider Plattformen. CoinTracking bietet für Binance einen Import per API oder CSV und für Bitpanda einen CSV-Import an. Bei größeren Summen hilft ein Krypto-Steuerberater.

Die Regeln selbst sind überschaubar. Gewinne aus dem Verkauf oder dem Tausch von Kryptowährungen im Privatvermögen sind nach der Finanzverwaltung NRW steuerpflichtig, wenn sie innerhalb eines Jahres erzielt werden (§ 23 Abs. 1 EStG). Bleibt der Gesamtgewinn aus allen privaten Veräußerungsgeschäften eines Kalenderjahres unter 1.000 Euro, ist er nach § 23 Abs. 3 EStG steuerfrei. Wer also vor dem Umzug Coins verkauft oder tauscht, sollte das mitrechnen. Die Details stehen in unserem Beitrag zur Krypto-Steuererklärung.

Staking und Earn: Was nicht mitkommt und was du wissen musst

Bitpanda Earn on Stablecoins mit bis zu 7 Prozent auf EURCV und USDC und dem Hinweis, dass es sich um ein nicht reguliertes Produkt handelt

Zwei Produkte stehen in der App nebeneinander, sind aber unterschiedlich geregelt. Kein Staking-Guthaben zieht beim Umzug mit. Du baust es bei Bitpanda neu auf, wenn du es willst.

Staking. Bitpanda behält 20 Prozent der Rewards als Kommission. Bringt ein Netzwerk 5 Prozent, kommen bei dir 4 Prozent an. Die Staking-Seite führt 38 verschiedene Coins auf (Stand 31. Oktober 2026), die Rewards kommen wöchentlich. Eine Sperrfrist gibt es laut Anbieter nur bei Ethereum. Die genannten Renditen sind Schätzungen, keine Zusage. Bitpanda weist selbst darauf hin, dass Staking keine regulierte Krypto-Dienstleistung nach MiCAR ist. Dazu kommen Risiken, die zum Prinzip gehören: Slashing, also Strafabzüge bei Fehlverhalten eines Validators, Hacks und Kursverluste. Eine Garantie auf Rewards gibt es nicht.

Earn on Stablecoins. Beworben werden bis zu 7 Prozent APY auf USDC und EURCV. Der Disclaimer darunter lässt keinen Spielraum. Es handelt sich um ein nicht reguliertes Produkt der Bitpanda GmbH, nicht um ein Bank- oder Einlagenprodukt, und es besteht kein Einlagenschutz. Für die Dauer der Earn-Transaktion geht das Eigentum an den Token auf Bitpanda über. Du trägst Gegenpartei- und Insolvenzrisiken sowie das Risiko, dass ein Stablecoin seine Kopplung verliert. Die Rewards sind variabel. Positiv hervorzuheben ist die Klarheit des Anbieters, denn der Disclaimer steht direkt auf der Produktseite. Lesen musst du ihn trotzdem selbst.

Das ändert den Charakter des Produkts. Für verwahrte Kryptowerte verlangt Artikel 75 Absatz 7 MiCAR die rechtliche Trennung vom Vermögen des Anbieters, Gläubiger können darauf auch bei einer Insolvenz nicht zurückgreifen. Bei Earn geht dagegen für die Dauer der Earn-Transaktion das Eigentum an den Stablecoins auf Bitpanda über. Den Unterschied erklären wir in Ist Bitpanda sicher? im Detail. Wir empfehlen weder Staking noch Earn, und wir geben keine Anlageberatung.

Gegründet 2014 in Wien

Über 650 Kryptos, Aktien und ETFs in einer App. Kapital im Risiko.

Zu Bitpanda*

Fazit: Für wen sich der Umzug zu Bitpanda lohnt

Der Umzug schneidet bei Nachprüfbarkeit und Ablauf gut ab, bei Kosten und Steuer gibt es Abstriche. Bitpanda steht mit drei Gesellschaften im ESMA-Register, den Eintrag kannst du selbst nachschlagen. Der Ablauf ist verständlich, und die Fallen sind bekannt: Euro-Einzahlung vorab, passendes Netzwerk, Memo nicht vergessen. Dagegen stehen die Gebühren von 0,99 bis 2,49 Prozent im Broker, der fehlende offizielle Steuerbericht für Deutschland und der Verzicht auf Staking-Positionen beim Wechsel.

Der Umzug passt, wenn du Wert darauf legst, dass dein Anbieter im Register als MiCAR-zugelassen steht. Er passt, wenn du Krypto als einen Baustein neben Aktien, ETFs und Edelmetallen in einer App halten willst und feste Prozentgebühren akzeptierst. Und er passt, wenn alle deine Coins bei Bitpanda gelistet sind.

Der Umzug passt weniger, wenn du vor allem Positionen nutzt, die sich nicht mitnehmen lassen, wenn du sehr kleine Beträge verschiebst oder wenn du bei hohem Handelsvolumen möglichst niedrige Gebühren suchst. Dann lohnt der Blick in unseren Kryptobörsen-Vergleich. Bitpanda ist außerdem nicht die einzige Alternative, und bei jedem Anbieter gehört der Blick ins ESMA-Register dazu. Die Direktvergleiche zeigen die Unterschiede zu Bitvavo und zur Börse-Stuttgart-App BISON.

Krypto ist volatil, ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Eine MiCAR-Zulassung schützt nicht vor Kursverlusten. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.

Umzug in vier Schritten

Konto eröffnen, 10 Euro einzahlen, Krypto übertragen. Totalverlust möglich.

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Häufig gestellte Fragen

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