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Letsinvest: 10 Dinge, die du vor dem Investieren wissen musst

Letsinvest: 10 Dinge vor der ersten Investition. Kredit an die Projektfirma, Lizenz, Einstieg ab 1.000 Euro, Zinsen, feste Laufzeit, Steuern, Bedenkzeit.

Aktualisiert: 25.10.2026
Cover mit Letsinvest-Logo und dem Text 10 Dinge vorher wissen

Was solltest du vor dem Investieren bei Letsinvest wissen? Bei Darlehensprojekten leihst du dein Geld direkt der Projektfirma und nicht der Plattform. Die Lizenz stammt von der litauischen Zentralbank, der Einstieg liegt bei 1.000 Euro je Projekt, und an Letsinvest zahlst du keine Gebühren. Vor dem Laufzeitende kommst du in der Regel nicht an dein Geld, und ein Totalverlust ist möglich. Wir gehen die zehn Punkte der Reihe nach durch.

Letsinvest vorab: die Kurzfassung

Letsinvest ist eine Crowdfunding-Plattform aus Litauen. Über sie beteiligst du dich ab 1.000 Euro an Immobilienprojekten in mehreren europäischen Ländern. Bevor du überweist, solltest du zehn Dinge kennen. Die Einordnung ist unsere Analyse. Wir investieren selbst seit Jahren in P2P-Kredite, Kryptowährungen, Aktien und ETFs.

Im Folgenden die zehn Punkte, die wir einzeln erklären:

  1. •Du leihst der Projektfirma, nicht der Plattform.
  2. •Die Lizenz kommt aus Litauen und gilt in Deutschland.
  3. •Der Einstieg liegt bei 1.000 Euro je Projekt.
  4. •Die Zinsen steigen mit deiner Anlagesumme.
  5. •An Letsinvest zahlst du keine Gebühren.
  6. •Dein Geld ist für die ganze Laufzeit gebunden.
  7. •Hinter fast jedem Immobilienprojekt steht eine Hypothek.
  8. •Die Ausfallquote von 0 Prozent ist eine Angabe der Plattform.
  9. •Die Steuern hängen vom Projektland ab.
  10. •Als Privatanleger hast du 4 Kalendertage Bedenkzeit.

Entscheidend ist die Kehrseite: Letsinvest ist kein Sparprodukt, eine Einlagensicherung greift nicht. Auch bei Projekten mit Hypothek ist ein Totalverlust möglich. Wer erst die Gesamtbilanz sehen will, startet mit unserer Einordnung zu Zinsen, Kosten und Nachteilen.

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Letsinvest ansehen

Die zehn Punkte zu Letsinvest im Video

Im Video gehen wir dieselben zehn Punkte durch, von der Vertragsstruktur über Zinsen und Steuern bis zur Bedenkzeit. Die Zahlen im Text stammen von Startseite und Projektseiten vom 25. Oktober 2026. Projektstände ändern sich täglich, deshalb können Einblendungen im Video davon abweichen.

Punkt 1: Du leihst der Projektfirma, nicht der Plattform

Schaubild zum Vertragsweg bei Letsinvest: Anleger, Kreditvertrag mit der Projektfirma, getrenntes Sammelkonto beim Zahlungsdienstleister und die Plattform als Vermittler

Bei Letsinvest leihst du dein Geld der Firma hinter dem Bauprojekt. Den Kreditvertrag schließt Letsinvest in deinem Namen mit dieser Projektfirma ab, die Plattform selbst vermittelt nur. Dein Geld liegt getrennt vom Geschäftskonto der Plattform auf einem Sammelkonto bei einem in Litauen zugelassenen Zahlungsdienstleister. Das Konstrukt ist nachvollziehbar, hat aber zwei Seiten, wie das Schaubild zeigt: Das Risiko der Plattform ist vom Vertrag getrennt, das Risiko des Projekts bleibt bei dir. Bei den 4 Anleihen unter den 210 Projekten zeichnest du Wertpapiere statt eines Darlehens. Wie der Geldweg im Detail läuft, steht in Geldweg, Insolvenz und Ernstfall.

Punkt 2: Die Lizenz kommt aus Litauen und gilt in Deutschland

Betrieben wird Letsinvest von der 8 stars, UAB mit Sitz in Vilnius. Die litauische Zentralbank, die Bank of Lithuania, hat ihr eine Lizenz als Crowdfunding-Dienstleister erteilt, gültig seit 25. Juli 2023. Im öffentlichen Register der Bank of Lithuania steht sie mit dem Code LB002206. Per Dienstleistungsfreiheit gilt sie in zehn weiteren Ländern, darunter Deutschland.

Was die Lizenz nicht bedeutet, ist eine Garantie für dein Geld, und einzelne Projekte prüft oder genehmigt die Aufsicht nicht. Was Lizenz und Aufsicht im Ernstfall tragen, erklären wir in Lizenz, Hypothek und Ernstfall im Detail.

Punkt 3: Der Einstieg liegt bei 1.000 Euro je Projekt

Startseite von Letsinvest mit drei Karten: Einstieg ab 1.000 Euro, Investors' Club ab 50.000 Euro und bis zu 10 Prozent Zinsen für Club-Mitglieder mit aktivem 50.000-Euro-Portfolio

Laut FAQ liegt die Mindestanlage bei 1.000 Euro, nach den AGB kann je Projekt eine eigene Schwelle gelten. Einzelne Projekte nehmen weniger: Bei CAPREA Vilamoura III stand auf der Projektseite „8,5 % from 500 €“.

Ab 50.000 Euro in einem einzelnen Projekt wirst du laut FAQ Mitglied im Investors' Club. Die Beträge mehrerer Projekte werden nicht zusammengerechnet. Letsinvest nennt als Vorteile früheren Zugang zu Projekten und eine höhere Rendite. Die Startseite formuliert die Bedingung anders, dort ist von einem aktiven Portfolio von 50.000 Euro die Rede. Im Zweifel fragst du beim Support nach.

Mit 1.000 Euro bist du trotzdem willkommen, du streust damit nur kaum. Die Rechnung ist schnell nachvollziehbar: Zehn Projekte zu je 1.000 Euro sind 10.000 Euro.

Punkt 4: Die Zinsen steigen mit deiner Anlagesumme

Schaubild zum Auszahlungsrhythmus bei 210 Projekten: 121 zahlen am Laufzeitende, 80 quartalsweise, 6 jährlich und 3 halbjährlich, dazu die Zinsplan-Kürzel B, Q, A und H

Bei den meisten Projekten gilt: Je mehr du anlegst, desto höher ist dein Zins. Die FAQ formuliert vorsichtiger, der Zins „may depend“ auf dem Betrag. Acht der 210 Projekte haben nur einen einzigen Satz, darunter die Anleihe von Eika Asset Management aus Polen mit 8 Prozent.

Wie eine Staffel aussieht, zeigt die Projektseite von Pedra Branca (Algarve, Portugal) vom 25. Oktober 2026. Dort gibt es 8,5 Prozent ab 1.000 Euro, 9 Prozent ab 15.000 Euro, 9,5 Prozent ab 30.000 Euro, 10 Prozent ab 50.000 Euro, die auch Mitglieder des Investors' Clubs erhalten, und 10,5 Prozent ab 100.000 Euro. Das Projekt sucht 1,2 Millionen Euro für 12 Monate. Die Beleihung liegt bei 38 Prozent, gezahlt wird jährlich (Zinsplan A). Der Zinsplan steht als Kürzel auf der Projektseite und wird dort nicht erklärt. Nach den Projektdaten steht A für jährlich, Q für quartalsweise, H für halbjährlich und B für Zahlung am Laufzeitende.

Auch bei der Auszahlung unterscheiden sich die Projekte. In der Projektliste zahlen nach unserer Zählung 121 der 210 Projekte am Laufzeitende, 80 quartalsweise, 6 jährlich und 3 halbjährlich. Das Schaubild zeigt diese Verteilung samt Kürzeln.

Entscheidend ist der Blick auf die Stufe, die zu deinem Betrag passt. Die „bis zu 10 Prozent“ der Startseite erreichst du meist erst bei hohen Summen. Im Schnitt der Projektliste liegt die unterste Stufe nach unserer Rechnung bei 8,35 Prozent, die oberste bei 10,19 Prozent. Ein Rechenbeispiel: 5.000 Euro zu 8,5 Prozent über 12 Monate ergeben 425 Euro Zinsen vor Steuern. Letsinvest schreibt selbst, dass seine Berechnungen Prognosen sind und sich ändern können.

Staffel je Projekt prüfen

Die Zinsstufen stehen auf jeder Projektseite. Der Einstieg liegt bei 1.000 € je Projekt.

Zinsstufen ansehen

Die Zinsstaffel von Pedra Branca in Zahlen

Die Tabelle rechnet die fünf Stufen von Pedra Branca für 12 Monate durch. Letsinvest rechnet laut FAQ Betrag mal Zins mal Zeit. Die Euro-Werte sind unsere Rechnung vor Steuern und keine Zusage.

Zinssatz pro Jahr
Zinsen nach 12 Monaten
ab 1.000 €8,5 %85 € bei 1.000 €
ab 15.000 €9 %1.350 € bei 15.000 €
ab 30.000 €9,5 %2.850 € bei 30.000 €
ab 50.000 €10 %5.000 € bei 50.000 €
ab 100.000 €10,5 %10.500 € bei 100.000 €

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Punkt 5: An Letsinvest zahlst du keine Gebühren

Dieser Punkt überzeugt auf den ersten Blick: Laut Preisliste kosten Kontoeröffnung, Kontoführung, Vertragsabschluss und Eignungstest 0 Euro. Auch die Eröffnung des Kontos beim Zahlungsdienstleister kostet laut Preisliste nichts. Bezahlt wird die Plattform vom Projektentwickler. Die Preisliste nennt dafür 1 bis 5 Prozent der Darlehenssumme. Von deinen Zinsen zieht Letsinvest also keine Provision ab.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Gebühren Dritter richten sich nach deren eigenen Verträgen. Das betrifft die Anleihen mit Wertpapierkonto, dort nennt der Verwahrvertrag 5 Euro je zusätzlichem Kontoauszug. Darüber hinaus darf Letsinvest Preise ändern, muss das laut AGB aber mindestens 30 Kalendertage vorher ankündigen.

Beim Zahlungsweg beschreibt Letsinvest die Lage nicht ganz einheitlich. Laut FAQ überweist du von deinem Bankkonto, ein virtuelles Wallet ist nicht nötig, und Zinsen und Kapital kommen auf dasselbe Konto zurück. Die AGB verlangen zusätzlich ein E-Geld-Konto beim Zahlungsdienstleister, das du bei der Registrierung eröffnest. Beides steht so bei Letsinvest. Rechne damit, dass im Hintergrund ein Konto beim Zahlungsdienstleister für dich angelegt wird.

Punkt 6: Dein Geld ist für die ganze Laufzeit gebunden

Startseite von Letsinvest mit drei Projektkarten: Pedra Branca mit 8,5 bis 10,5 Prozent, 12 Monaten und Beleihung 38 Prozent, Eika-Anleihe Polen mit 8 Prozent und 24 Monaten ohne Beleihungsangabe, LHM Geilo mit 8 bis 10 Prozent, 12 Monaten und Beleihung 65 Prozent

Die meisten Projekte laufen 12 bis 18 Monate. In der Projektliste trifft das nach unserer Zählung auf 164 von 210 Projekten zu, am häufigsten sind 12 Monate. Der Screenshot zeigt Laufzeit und Zinsplan übersichtlich und nennt drei Beispiele von der Startseite: 12 Monate bei Pedra Branca und bei LHM Geilo, 24 Monate bei der Eika-Anleihe.

Aussteigen kannst du in der Regel nicht. Laut FAQ lassen sich Investments auf der Plattform nicht vorzeitig kündigen, sofern die Bedingungen des Projekts nichts anderes vorsehen. Einen Zweitmarkt, auf dem du deinen Anteil verkaufen könntest, bietet Letsinvest laut seinen Bewertungsregeln nicht an. Rechte übertragen darfst du nur mit schriftlicher Zustimmung des Betreibers.

Die Laufzeit kann sich allerdings in beide Richtungen verschieben. Der Entwickler darf mit mindestens drei Werktagen Vorlauf früher zurückzahlen. Dann bekommst du weniger Zinsen, je nach Projekt gibt es dafür einen Bonus. Die Höhe nennt Letsinvest nicht. Der Entwickler darf auch verlängern, meist um bis zu 6 Monate. Eine solche Option nennen 69 der 210 Projekttexte, 54 davon mit 6 Monaten. Sie steht vorher in der Projektbeschreibung und im Informationsblatt, und Letsinvest kann eine Verlängerung verweigern, wenn Vertragsbedingungen verletzt wurden.

Entscheidend ist deshalb, dass du das Geld für die gesamte Laufzeit und eine mögliche Verlängerung nicht brauchst.

Punkt 7: Hinter fast jedem Immobilienprojekt steht eine Hypothek

Schaubild zur Beleihung bei sieben Projekten von 36 bis 70 Prozent, mit der Obergrenze von 70 Prozent und dem Durchschnitt von 56,5 Prozent

Für Immobilienkredite verlangt Letsinvest laut FAQ eine Hypothek auf die Immobilie. In den öffentlichen Projekttexten erwähnen 13 von 210 Projekten keine, darunter alle 4 Anleihen. Geliehen wird bei Immobilienkrediten höchstens 70 Prozent vom Wert. Was auffällt: Die Spanne reicht weit, bei den Beispielen von 36 bis 70 Prozent. Kein Projekt der Liste liegt darüber. Im Schnitt der Projekte mit Angabe sind es nach unserer Rechnung 56,5 Prozent, das Schaubild zeigt sieben Beispiele von der Invest-Seite.

Der Rest zum Wert ist ein Puffer, falls die Immobilie im Ernstfall weniger einbringt. Voll geschützt bist du damit nicht. Wie Rang, Wertermittlung und Verwertung geregelt sind, steht in Hypothek, Rang und Beleihung im Detail.

Punkt 8: Die Ausfallquote von 0 Prozent und wie du sie liest

Über Letsinvest wurden laut Startseite über 187 Millionen Euro investiert, rund 67 Millionen zurückgezahlt („€67M+“) und über 9 Millionen Zinsen ausgezahlt. Dazu zeigt die Seite eine Ausfallquote von 0 Prozent. Das ist eine Angabe der Plattform, wie sie berechnet wird, erklärt Letsinvest nicht. Hinzu kommt der Zeitraum: Das erste Projekt startete im Dezember 2020, die Quote kann also höchstens knapp sechs Jahre abdecken. Eine Ausfallquote von null heißt außerdem nicht, dass jede Zahlung pünktlich einging. Wie Verzug und Verwertung ablaufen, erklären wir unter Verzug, Verwertung und Gebühren.

Eine Einlagensicherung fehlt, und selbst eine Hypothek schließt einen Totalverlust nicht aus. Das schreibt Letsinvest selbst in seinen Risikohinweisen. Das Muster des Informationsblatts nennt Investments kein Sparprodukt, Einlagensicherung und Anlegerentschädigung gelten nicht. Lies dazu vorab die Risikobeschreibung von Letsinvest und das Informationsblatt des Projekts.

Punkt 9: Die Steuern hängen vom Projektland ab

Du versteuerst und erklärst deine Zinsen selbst. Letsinvest führt für dich keine Steuern ab, sofern kein Gesetz es verlangt, und berät auch nicht zu Steuern. Zusätzlich kann im Projektland eine Quellensteuer anfallen, der Satz hängt also vom einzelnen Projekt ab. Die FAQ beschreibt die Sätze für einzelne Länder aus Sicht litauischer Anleger, für Anleger aus Deutschland nennt Letsinvest keinen Satz. Das ist keine Steuerberatung: Die Sätze je Projektland findest du unter Steuer je Projektland, im Zweifel klärt dein Steuerberater, wie Letsinvest bei dir steuerlich läuft.

Punkt 10: 4 Kalendertage Bedenkzeit für Privatanleger

Zum Start gehört die Bedenkzeit. Als Privatanleger giltst du bei Letsinvest automatisch als unerfahrener Anleger, solange du dich nicht mit Nachweisen als erfahren einstufen lässt. Dann kannst du jedes Investment innerhalb von 4 Kalendertagen ohne Begründung zurückziehen. Die Frist beginnt mit dem Eingang deines Angebots, das Wochenende zählt mit. Bei einem Rücktritt kommt dein Geld laut Verfahren binnen drei Werktagen zurück. Danach steht das Investment fest, so beschreiben es die AGB.

Vor dem ersten Investment kommt eine Prüfung. Du füllst einen Fragebogen zu Wissen und Erfahrung aus, für Darlehen mit 16 Fragen, dazu eine Verlustsimulation. Sie rechnet deine Verlustfähigkeit als 10 Prozent deines Nettovermögens. Wer im Test als nicht geeignet gilt, bekommt eine Warnung, bestätigt sie per Häkchen und darf danach trotzdem investieren. Der Test sperrt also nicht. Er warnt nur. Bei Beträgen über 1.000 Euro oder 5 Prozent des Nettovermögens, je nachdem, was größer ist, erscheint eine weitere Warnung.

Das Informationsblatt zum Projekt ist knapp und verständlich gehalten: höchstens sechs A4-Seiten, einfache Sprache, feste Gliederung. Es nennt Risikofaktoren, Zinsen, Sicherheiten, Zahlplan und frühere Zahlungsausfälle des Entwicklers aus den letzten fünf Jahren. Lesen kannst du es erst nach Registrierung und Identitätsprüfung. Projekte sind laut FAQ nach wenigen Stunden bis zu 14 Tagen voll. Pedra Branca war am 25. Oktober 2026 zu 67,35 Prozent finanziert, bei einer Restzeit von 1 Tag und 9 Stunden. Die Bedenkzeit ersetzt deshalb nicht das Lesen des Informationsblatts vor dem Investieren.

Erreicht ein Projekt sein Ziel nicht, kann der Entwickler verlängern, die Summe senken oder abbrechen. Bei einem Abbruch bekommst du das Geld binnen drei Werktagen zurück. Wie du die zehn Punkte beim ersten Investment anwendest, fassen wir in fünf Regeln vor dem ersten Investment zusammen.

4 Kalendertage Bedenkzeit

Als Privatanleger kannst du jedes Investment in 4 Kalendertagen ohne Begründung zurückziehen. Über unseren Link kommen 15 € Bonus nach der ersten Investition dazu.

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Die zehn Punkte im Überblick

Die Tabelle stellt übersichtlich nebeneinander, was Letsinvest regelt und was daraus für dich folgt. Die rechte Spalte ist unsere Einordnung, sie ersetzt nicht den Wortlaut bei Letsinvest.

Was Letsinvest regelt
Was das für dich heißt
1 VertragBei Darlehen Kreditvertrag mit der Projektfirma, Letsinvest unterschreibt für dich; bei den 4 Anleihen WertpapiereDas Plattformrisiko ist vom Vertrag getrennt, das Projektrisiko bleibt bei dir
2 LizenzCrowdfunding-Lizenz der Bank of Lithuania seit 25. Juli 2023, in 10 weiteren LändernDie Lizenz ist keine Garantie für dein Geld
3 Einstieg1.000 € je Projekt, Investors' Club ab 50.000 € in einem ProjektStreuung über mehrere Projekte kostet schnell fünfstellige Beträge
4 ZinsenStaffel nach Anlagesumme, bei Pedra Branca 8,5 % bis 10,5 %Entscheidend ist die Stufe, die zu deinem Betrag passt
5 Gebühren0 € für Konto, Kontoführung, Vertrag und EignungstestAn Letsinvest zahlst du nichts, Gebühren Dritter sind möglich
6 LaufzeitMeist 12 bis 18 Monate, keine Kündigung, Verlängerung meist bis 6 MonateSelbst aussteigen kannst du in der Regel nicht, der Bauträger darf früher zurückzahlen oder verlängern
7 HypothekBei fast jedem Immobilienprojekt, Beleihung höchstens 70 %Der Puffer schützt, aber nicht vollständig, Anleihen haben andere Sicherheiten
8 Ausfallquote0 % laut StartseiteEine Angabe der Plattform, keine Einlagensicherung, Totalverlust möglich
9 SteuernDu erklärst selbst, im Projektland kann Quellensteuer anfallenDer Satz hängt vom Projektland ab, bei Fragen berät dein Steuerberater
10 Bedenkzeit4 Kalendertage für unerfahrene Anleger, vorher Test und VerlustsimulationDas Informationsblatt liest du besser vor dem Investieren

Tipp: Scrolle horizontal, um alle Spalten zu sehen

Für wen sich ein genauer Blick auf Letsinvest anbietet

Letsinvest kann zu dir passen, wenn du einen kleinen Teil deines Geldes in Immobilien anlegen willst, einen Totalverlust verkraftest und das Geld für die Laufzeit nicht brauchst. Außerdem solltest du mit englischen Texten zurechtkommen. Es gibt zwar eine teilweise deutsche Oberfläche, aber FAQ und Plattform-Dokumente liegen auf Englisch vor.

Weniger passt Letsinvest, wenn du dein Geld jederzeit zurückholen können willst oder mit 1.000 Euro je Projekt breit streuen möchtest. Auch wer Steuerfragen aus mehreren Projektländern scheut, muss bei Letsinvest genauer hinsehen.

Unser Fazit zu den zehn Punkten

Letsinvest ist nachvollziehbar gebaut: Bei Darlehen leihst du der Projektfirma, die Plattform hat eine litauische Lizenz, und an Letsinvest zahlst du keine Gebühren. Dazu kommt bei den meisten Immobilienprojekten eine Hypothek mit Puffer. Die Kehrseite kennst du jetzt auch. Der Einstieg liegt bei 1.000 Euro je Projekt, selbst aussteigen kannst du in der Regel nicht, und eine Einlagensicherung gibt es nicht. Hinzu kommen Steuern je nach Projektland und englische Verträge. Ein Totalverlust ist trotz Hypothek möglich.

Ob das zu dir passt, entscheidest du. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Letsinvest selbst schreibt, dass Investments nur im Rahmen eines diversifizierten Portfolios erfolgen sollten. Weitere Zahlen und Konditionen findest du im Letsinvest-Überblick. Lies vor deiner ersten Investition das Informationsblatt zum Projekt.

Informationsblatt vorher lesen

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