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Debitum Flow: 8 % p.a. und was im Prospekt wirklich steht

Debitum Flow bietet 8 % p.a. mit täglicher Zinszahlung und einem Auszahlungsantrag vor Laufzeitende. Wir haben Limits, Warteschlange und Basisprospekt geprüft.

Aktualisiert: 13.9.2026
Debitum Flow mit 8 Prozent pro Jahr und Auszahlungsantrag vor Laufzeitende

Debitum Flow ist seit dem 11. September 2026 live und sieht 8 % p.a. bei täglicher Zinszahlung vor, ohne Ausstiegsgebühren und mit der Möglichkeit, vor Laufzeitende eine Auszahlung zu beantragen. Wir haben die Produktseite, das Help Center und beide Basisprospekte gelesen und ordnen ein, was die Limits konkret bedeuten, wie die Warteschlange funktioniert und an welcher Stelle das Kleingedruckte die Marketingsprache relativiert.

Was ist Debitum Flow?

Debitum Flow als flexible Festzinsanlage mit 8 Prozent Rendite, keinen Ausstiegsgebühren und täglichen Zinszahlungen

Debitum Flow ist eine Festzinsanlage mit 8 % p.a., bei der du vor Laufzeitende eine Auszahlung beantragen kannst. Seit dem 11. September 2026 ist das Produkt live. Damit löst Debitum* das Liquiditätsfeature ein, das die Plattform seit Monaten angekündigt hatte.

Der Unterschied zum klassischen Debitum-Investment ist grundsätzlich. Dort suchst du dir einzelne Forderungen aus und steuerst deine Streuung selbst. Bei Flow investierst du stattdessen in besicherte Notes, die Debitum ausgewählt hat. Jede dieser Notes ist ein reguliertes Wertpapier mit eigener ISIN, begeben unter einem Basisprospekt und vermittelt über eine von der Latvijas Banka beaufsichtigte Lizenz.

Der Zinssatz steht dabei von vornherein fest und schwankt nicht mit der Marktlage. Die Zinsen werden laut Debitum nicht nur rechnerisch gutgeschrieben, sondern täglich ausgezahlt. Wie die Plattform insgesamt aufgestellt ist, haben wir im Debitum Erfahrungsbericht ausführlich geprüft.

Ein Punkt vorweg, weil er häufig durcheinandergeht: Flow ist ein eigenes Produkt mit eigenen Notes. Es ist kein Sekundärmarkt für deine bestehenden ABS-Investments. Wer klassische Debitum-Assets hält, kommt über Flow nicht früher heraus.

Die Eckdaten im Überblick

Debitum führt die Konditionen auf der deutschen Produktseite vollständig auf. Wir haben sie mit dem Help Center abgeglichen, dort stehen die Detailregeln präziser.

Wert
Was das praktisch heißt
Rendite8 % p.a.Fester Satz, keine Schwankung mit der Marktlage
ZinszahlungtäglichWird tatsächlich ausgezahlt, nicht nur gutgeschrieben
Laufzeit5 JahreFlow ist im Kern eine langfristige Anlage
Mindestanlage10 € pro NoteNicht pro Konto, sondern je ausgewählter Note
Höchstanlage5.000 € pro NoteBei zwei verfügbaren Notes also bis 10.000 €
AusstiegsgebührenkeineDer Auszahlungsantrag selbst kostet nichts
Auszahlung Folgetagbis 1.000 €In der Regel bis zum nächsten Werktag
Wochenlimit5.000 €Einschließlich des Folgetag-Betrags, nicht zusätzlich

Tipp: Scrolle horizontal, um alle Spalten zu sehen

Übersichtstabelle von Debitum Flow auf der deutschen Produktseite mit allen Konditionen

Ein Detail, das oft falsch wiedergegeben wird: Das Wochenlimit von 5.000 € ist keine Ergänzung zu den 1.000 € vom Folgetag, sondern schließt sie ein. Debitum formuliert das im Help Center eindeutig, der Betrag gilt „einschließlich des für die Auszahlung am Folgetag verfügbaren Betrags“. Wer 1.000 € am Folgetag abruft, hat in derselben Woche also noch 4.000 € übrig und nicht 5.000 €.

Ebenfalls leicht zu übersehen: Die 10 € Mindestanlage gelten pro ausgewählter Note. Wer auf beide Notes verteilen will, braucht entsprechend mindestens 20 €. Wie Einzahlung und Kontoeröffnung ablaufen, zeigen wir in der Debitum Anleitung. Dein Zeichnungsauftrag wird nach 00:00 GMT ausgeführt, bis dahin steht er auf „Gezeichnet“.

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Debitum Flow ansehen

So läuft die Auszahlung ab

Debitum erklärt den Auszahlungsantrag mit den Grenzen 1.000 Euro am Folgetag und 5.000 Euro pro Woche

Der Auszahlungsantrag ist der eigentliche Kern von Flow, deshalb lohnt sich der genaue Blick. Du klickst auf Auszahlen, gibst den Betrag ein und siehst vor dem Bestätigen einen voraussichtlichen Auszahlungsplan.

Alle Anträge landen in einer Warteschlange und werden nach dem First-in-first-out-Prinzip abgearbeitet. Debitum beschreibt die Warteschlange als transparent und nennt als Ordnungskriterium den Eingangszeitpunkt des Antrags. Den Status deines Antrags kannst du jederzeit einsehen.

Interessant wird es, wenn die Liquidität an einem Tag nicht reicht. Dann bleibt der Restbetrag ausstehend, behält seinen Platz in der Warteschlange und wird weiter verzinst. Du musst den Antrag nicht erneut stellen. Das Warten soll dich damit keinen Tag Rendite kosten, ein Unterschied zu Produkten, bei denen Kapital während der Bearbeitung zinslos geparkt wird.

Kleinere Einschränkungen bestehen bei der Verbindlichkeit dieser Angaben. Debitum nennt den Auszahlungsplan ausdrücklich eine Schätzung und formuliert die Folgetag-Auszahlung bewusst als „in der Regel“. Wochenenden, Feiertage und Bearbeitungszeiten können den Zeitpunkt verschieben. Das ist sauber kommuniziert, ändert aber nichts daran, dass du dich darauf nicht fest verlassen kannst.

Die beiden Finanzierungspartner im Vergleich

Hinter Flow stehen zwei Emittenten. Beide waren am 13. September 2026 in unserem Konto verfügbar, jeweils mit 8,00 % und jeweils mit 5.000 € Anlagelimit. Wer sich in den ersten Tagen nach dem Launch informiert hat, hat womöglich noch gelesen, dass nur ein Partner live sei. Das ist überholt.

Die beiden unterscheiden sich deutlicher, als die identischen 8 % vermuten lassen.

LFDF II
Baltic Terra Capital
GeschäftsmodellWaldflächen ankaufen, bündeln, weiterverkaufenAgrarland in Lettland, Fokus Latgale und Vidzeme
Gegründet26. März 20264. Juni 2025
Eigene HistorieLaut Prospekt begrenzte Betriebshistorie25 Objekte mit 198 ha gekauft und wieder verkauft
Geprüfter AbschlussNoch keiner, erster Bericht bis 31.05.2027Geprüfter operativer Bericht für 06/2025 bis 10/2025
Zinssatz8,00 % p.a.8,00 % p.a.

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Die beiden verfügbaren Flow-Notes LFDF II und Baltic Terra nebeneinander, beide mit 8,00 Prozent und 5.000 Euro Limit

Wie wir die Tabelle lesen:

Mehr als diese beiden gibt es aktuell nicht. Der Screenshot oben zeigt die komplette Auswahl in unserem Konto: zwei Notes, beide mit 8,00 % und jeweils 5.000 € Restlimit. Wer in Flow investiert, verteilt auf genau diese zwei Emittenten.

Beim Trackrecord gehen die beiden deutlich auseinander. Baltic Terra Capital besteht seit Juni 2025 und hat im Juli 2025 laut eigenem Basisprospekt 25 Objekte mit 198 Hektar für 458.000 € erworben, also rund 2.313 € pro Hektar, und dieselben Objekte im September 2025 für 749.630 € veräußert. Das Unternehmen hat damit einen abgeschlossenen Zyklus vorzuweisen.

LFDF II wurde dagegen erst am 26. März 2026 eingetragen. Der Prospekt weist für den Zeitraum bis 31. Mai 2026 ungeprüfte Zahlen aus: einen Verlust von 220 € aus reinem Verwaltungsaufwand, eine Bilanzsumme von 2.580 €, davon 2.410 € liquide Mittel. Ein testierter Jahresabschluss existiert noch nicht, der erste ist bis 31. Mai 2027 einzureichen. Baltic Terra hat dagegen bereits einen geprüften operativen Finanzbericht für den Zeitraum Juni bis Oktober 2025 vorgelegt.

Beides ist kein Ausschlusskriterium, aber es ist ein Unterschied, der bei gleicher Verzinsung selten thematisiert wird. Wer streuen möchte, hat mit zwei Notes immerhin die Wahl, statt nur auf die zuerst angebotene zu setzen.

Was der Basisprospekt sagt

Abschnitt 4.3.14 im Basisprospekt von LFDF II, wonach ein Auszahlungsantrag den Emittenten nicht bindet

Hier liegt der Punkt, an dem sich Produktbeschreibung und Rechtstext unterscheiden. Wir haben den Basisprospekt von LFDF II im Original gelesen, nicht in einer Zusammenfassung, und zitieren die Abschnitte mit ihrer Nummer.

Abschnitt 4.3.14, vorzeitige Rückzahlung. Der Prospekt hält fest, dass ein Anleger eine vorzeitige Rückzahlung vorschlagen, aber nicht verlangen kann. Ein solcher Antrag sei lediglich eine Anfrage und für den Emittenten nicht bindend. Der Emittent entscheide nach eigenem und ausschließlichem Ermessen über Annahme oder Ablehnung. Wörtlich heißt es weiter, Anleger sollten sich nicht darauf verlassen, ihre Notes vor Fälligkeit zurückgeben zu können, und die vorzeitige Rückzahlung nicht als Liquiditätsquelle einplanen.

Das ist die zentrale Aussage: Die FIFO-Warteschlange ist eine freiwillige Leistung von Debitum, kein einklagbarer Anspruch. Im selben Abschnitt steht außerdem, dass es für die Notes möglicherweise keinen Sekundärmarkt gibt.

Abschnitt 8.1.4, keine Kreditverbesserung. Die Notes genießen laut Prospekt weder eine Kreditverbesserung noch eine Liquiditätsunterstützung für Zins- oder Kapitalzahlungen. Debitum als Zahlstelle ist nicht verpflichtet zu zahlen, solange keine ausreichenden Mittel vom Emittenten eingegangen sind.

Abschnitt 4.4.3, Umfang der Sicherheiten. Die Besicherung umfasst ausdrücklich keine Hypothek auf das Landportfolio. Die Notes sind also nicht unmittelbar durch die Grundstücke besichert, die den wirtschaftlichen Wert des Emittenten ausmachen. Im Vollstreckungs- oder Insolvenzfall können Anleger bezüglich dieser Immobilien wie ungesicherte Gläubiger behandelt werden.

Die oft zitierte 150-Prozent-Quote. Sie steht im Prospekt, meint aber etwas anderes, als sie klingt. Der Text stellt klar, es handle sich um den maximal besicherten Forderungsbetrag für Registrierungszwecke. Er sei keine Bewertung der Sicherheiten, belege keine 150-prozentige Deckung und stelle keinen Mindest-Verwertungserlös dar. Die Formulierung „zu 150 % besichert“ gibt den Prospekt damit nicht korrekt wieder.

Dass Debitum diese Punkte selbst so deutlich niederschreibt, spricht für die Transparenz der Dokumentation. Man muss sie nur lesen.

Woher die Liquidität kommt

Debitum nennt neue Anlagen und einen Liquiditätspuffer der Emittenten als die zwei Quellen für Auszahlungen

Ob ein liquides Produkt hält, was es verspricht, hängt daran, woher das Geld für Auszahlungen kommt. Debitum nennt dafür zwei Quellen.

Die erste und in normalen Marktphasen tragende Quelle sind neue Anlagegelder. Solange frisches Kapital in Flow fließt, gleichen sich Ein- und Auszahlungen von selbst aus. Dieses Prinzip bildet bei allen liquiden P2P-Produkten die erste Verteidigungslinie, von Bondora Go & Grow bis Monefit.

Die zweite Quelle ist ein Liquiditätspuffer. Er wird von den beiden Finanzierungspartnern finanziert, aber von Debitum selbst gehalten. Diese Trennung ist strukturell durchdacht, weil die Verwaltung bei der Plattform liegt und die finanzielle Verpflichtung bei den Emittenten.

Die Höhe dieses Puffers beziffert Debitum öffentlich nicht. Damit lässt sich von außen nicht beurteilen, wie viele gleichzeitige Auszahlungswünsche er trägt. Belastbar wird diese Frage ohnehin erst in einem Stressszenario, also dann, wenn viele Anleger zur selben Zeit aussteigen wollen. Flow ist dafür schlicht zu neu.

Die Risiken im Überblick

Debitum nennt Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko als die wesentlichen Risiken von Flow

Debitum benennt die Risiken im Produktdokument selbst, und der Prospekt wird noch deutlicher. Fünf davon im Überblick.

Konzentrationsrisiko. Anders als bei breit gestreuten P2P-Portfolios mit hunderten Einzelforderungen hängt Flow an der wirtschaftlichen Stabilität von genau zwei Emittenten. Fällt einer aus, wirkt sich das unmittelbar auf das Produkt aus.

Liquiditätsrisiko. Die Warteschlange gibt eine nachvollziehbare Reihenfolge vor, nennt aber keinen Zeitrahmen. Übersteigt die Nachfrage nach Rückzahlung die verfügbare Liquidität über einen längeren Zeitraum, verschiebt sich die Auszahlung. Laut Prospekt kann der Emittent einen Antrag auch ganz ablehnen, dann bleibt die Note bis zum Laufzeitende investiert.

Kein einklagbarer Ausstieg. Wie in Abschnitt 4.3.14 beschrieben, ist die vorzeitige Auszahlung eine Ermessensentscheidung des Emittenten. Wer Flow wegen der Komfortfunktion wählt, sollte wissen, dass diese Funktion im Ernstfall entfallen kann, ohne dass das ein Vertragsbruch wäre.

Besicherungslücke. Das Landportfolio ist nicht mit einer Hypothek belegt. Die Sicherheit besteht aus einem Pfandrecht auf bewegliche Vermögenswerte und auf die Geschäftsanteile.

Fehlender Trackrecord. Die Plattform Debitum kennen wir seit Jahren, Flow als Produkt gibt es seit September 2026. Wie es sich über verschiedene Marktphasen verhält, ist offen.

Dazu kommt der grundsätzliche Punkt, den Debitum selbst voranstellt: Flow ist kein Einlagen- oder Sparkonto. Abschnitt 4.3.15 des Prospekts stellt klar, dass die Anlage nicht den Status einer Bankeinlage hat und von keinem Einlagensicherungssystem gedeckt ist. Dein Kapital ist Risikokapital. Wie Debitum insgesamt bei der Sicherheit abschneidet, haben wir in Debitum Sicherheit aufgeschlüsselt.

Was für Flow spricht

  • 8 % p.a. liegen über den etablierten liquiden P2P-Produkten
  • Zinsen sollen während der gesamten Wartezeit weiterlaufen
  • FIFO-Warteschlange ist transparent und bevorzugt niemanden
  • Keine Ausstiegsgebühren
  • Regulierte Notes mit ISIN unter MiFID II
  • Einstieg ab 10 € pro Note

Was dagegen spricht

  • Vorzeitige Auszahlung ist laut Prospekt nicht einklagbar
  • Konzentration auf nur zwei Emittenten
  • Keine Hypothek auf das Landportfolio
  • Liquiditätspuffer wird der Höhe nach nicht beziffert
  • Laufzeit von 5 Jahren, falls kein Ausstieg zustande kommt
  • Produkt ohne eigenen Trackrecord

Wo Flow zwischen den Alternativen steht

Flow tritt in einen Markt ein, in dem es bereits mehrere liquide Produkte gibt. Wir stellen es hier dem bekanntesten Vertreter dieser Gattung gegenüber und dem klassischen Debitum-Investment, weil daran der eigentliche Tausch sichtbar wird: mehr Zinsen gegen weniger Verbindlichkeit bei der Auszahlung.

Rendite
Auszahlung
Verbindlichkeit
Debitum Flow8 % p.a.5.000 € pro Woche, davon bis 1.000 € am FolgetagAntrag, Emittent entscheidet
Bondora Go & Growbis 6 % p.a.in der Regel near-instantPlattform stellt schnelle Auszahlung in Aussicht
Klassisches Debitumbis 16,5 % p.a.erst zum LaufzeitendeVertraglich zum Fälligkeitstag

Tipp: Scrolle horizontal, um alle Spalten zu sehen

Die Tabelle zeigt den Tausch in einer Zeile: Flow liegt mit 8 % p.a. spürbar über Bondora Go & Grow, sagt eine vorzeitige Auszahlung aber ausdrücklich nicht zu. Go & Grow zahlt schneller, dafür zu einem niedrigeren Zinssatz.

Das klassische Debitum-Investment liefert weiterhin die höheren Zinssätze und ist dabei am Fälligkeitstag vertraglich fällig. Der Preis dort ist die volle Kapitalbindung über die ABS-Laufzeit. Wer beides kombinieren will, findet in Debitum im Portfolio unsere Einordnung, welche Rolle die Plattform neben Mintos und Bondora spielen kann.

MiFID II reguliert

Lizenziert von der Latvijas Banka und MiFID-II-reguliert, Einstieg ab 10 € pro Note, keine Ausstiegsgebühren

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Für wen Flow passt

Flow ergibt Sinn für Anleger, die Debitum bereits kennen und eine planbare Auszahlungsstruktur einer maximalen Rendite vorziehen. Die 8 % liegen über den etablierten Ein-Klick-Produkten, und anders als beim klassischen ABS gibt es überhaupt einen Weg, vor dem Laufzeitende an das Geld zu kommen. Ein Anspruch darauf ist es nicht.

Weniger passend ist Flow für alle, die breite Streuung erwarten. Zwei Emittenten sind keine Diversifikation. Auch wer größere Summen flexibel parken möchte, stößt mit 5.000 € pro Note schnell an eine Grenze.

Und wer grundsätzlich einen bewährten Trackrecord sehen will, bevor er investiert, findet ihn bei einem Produkt, das wenige Tage alt ist, naturgemäß noch nicht. Was wir vor unserem ersten Debitum-Investment gern gewusst hätten, steht in 10 Dinge vor dem Invest. Abzuwarten ist bei dieser Ausgangslage eine nachvollziehbare Haltung.

Ein Punkt in eigener Sache zur Einordnung: Wir sind auf Debitum seit längerem mit einem fünfstelligen Betrag investiert, in Flow bisher nicht. Was wir hier schreiben, ist die Auswertung der offiziellen Unterlagen und der Produktoberfläche, kein Erfahrungsbericht aus eigener Nutzung des neuen Produkts. Sobald wir Flow selbst über mehrere Auszahlungszyklen getestet haben, aktualisieren wir diesen Artikel.

In der P2P-Community wird bei neuen Produkten häufig genannt, zunächst mit einem kleinen Testbetrag zu starten und die Auszahlung einmal real durchzuspielen, bevor größere Summen folgen. Dieser Artikel ist keine Anlageberatung.

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Fazit: Was wir von Flow halten

Auf dem Papier ist Debitum Flow durchdacht. Die 8 % p.a. liegen spürbar über den etablierten liquiden Produkten, die FIFO-Logik ist fair gelöst, und dass die Zinsen laut Debitum während der gesamten Wartezeit weiterlaufen sollen, ist ein handfester Vorteil gegenüber Produkten, bei denen eine offene Auszahlungsanfrage Rendite kostet.

Der Basisprospekt macht allerdings unmissverständlich klar, dass genau diese Komfortmerkmale rechtlich nicht abgesichert sind. Die vorzeitige Auszahlung ist ein Antrag, über den der Emittent nach eigenem Ermessen entscheidet. Debitum schreibt das immerhin offen in die Unterlagen, statt es zu verstecken. Es ändert aber die Einordnung: Flow ist eine Fünf-Jahres-Anlage mit einer Ausstiegsoption, nicht ein Tagesgeldersatz mit 8 %.

Wer das so liest, bekommt ein Produkt, das seinen Platz zwischen dem klassischen Debitum-Investment und den schnelleren Ein-Klick-Produkten sauber ausfüllt. Wer die 8 % dagegen als planbare Verfügbarkeit missversteht, wird im Zweifel enttäuscht.

Offen bleibt für uns, wie belastbar der Liquiditätspuffer in einem echten Stressszenario ist und wie transparent Debitum künftig über die Auszahlungsquoten berichtet. Beides lässt sich erst in einigen Monaten beurteilen. Bis dahin bleibt unsere Einschätzung eine Bewertung der Struktur, nicht der Praxis.

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