Ich nutze sowohl die AMEX Gold als auch die Platinum seit über einem Jahr — und genau deshalb kann ich dir aus erster Hand sagen, wo sich welche Karte wirklich lohnt. Die Gold kostet 240 Euro im Jahr und ist ein solider Einstieg ins Meilensammeln. Die Platinum schlägt mit 720 Euro zu Buche, bringt dafür aber Lounge-Zugang, Hotel-Upgrades und üppige Guthaben mit. In diesem Vergleich rechne ich beide Karten ehrlich durch.
Ich habe beide Karten im Alltag getestet — die AMEX Gold* als meinen Einstieg ins Meilensammeln und die AMEX Platinum* als Upgrade für häufigere Reisen. Was mich selbst überrascht hat: Die Entscheidung ist weniger eine Frage des Budgets als eine Frage deines Reiseverhaltens. Beide Karten setzen auf das Membership Rewards Programm, sammeln Punkte für Flüge und bieten solide Versicherungen. Aber bei Guthaben, Lounge-Zugang und Status-Upgrades trennt sich die Spreu vom Weizen.
In diesem Vergleich rechne ich dir beide Karten ehrlich durch: Jahresgebühr, reale Guthaben, Versicherungsumfang und effektive Kosten — inklusive meiner persönlichen Erfahrungen nach über einem Jahr mit beiden Karten. Am Ende weißt du genau, welche Karte zu deinem Lifestyle passt. Falls du generell nach einer kostenlosen Kreditkarte ohne Jahresgebühr suchst, schau dir unseren Barclays Visa Test oder die Advanzia Mastercard Gold an — dort geht es um ganz andere Karten-Philosophien.

Schnellvergleich: AMEX Gold vs Platinum
Keine Zeit für den ganzen Artikel? Hier die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick — aktuell gültig für 2026, wobei sich solche Konditionen erfahrungsgemäß regelmäßig ändern:
AMEX Gold | AMEX Platinum | |
|---|---|---|
| Jahresgebühr | 240€/Jahr (20€/Monat) | 720€/Jahr (60€/Monat) |
| Willkommensbonus | 40.000 Punkte | 80.000 Punkte |
| Punkte pro Euro | 1 Punkt/Euro | 1 Punkt/Euro |
| Turbo Option | 1,5 Punkte (15€/Jahr) | 1,5 Punkte (15€/Jahr) |
| Reiseguthaben | 200€/Jahr | |
| Restaurant-Guthaben | 150€/Jahr | |
| Sixt Guthaben | 50€ + 180€ Sixt+ | 200€ Sixt Ride |
| Lounge-Zugang | Priority Pass + Lufthansa | |
| Priority Pass Gäste | 1 Gast kostenlos | |
| Reiserücktrittsversicherung | Ja (höhere Deckung) | |
| Mietwagen-Versicherung | Ja (umfangreicher) | |
| Hotel-Status | GHA Discovery Gold | Hilton Gold, Marriott Gold, Radisson Premium |
| Fremdwährungsgebühr | 2% | 2% |
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Kostenfaktor: 240 Euro vs 720 Euro
Der offensichtlichste Unterschied: Die Jahresgebühr. Die AMEX Gold* kostet 240 Euro im Jahr, also 20 Euro im Monat. Die AMEX Platinum* liegt bei 720 Euro im Jahr bzw. 60 Euro im Monat. Das klingt nach einem gewaltigen Unterschied — und ich gebe zu, dass mich die 720 Euro anfangs auch abgeschreckt haben.
Aber die reinen Gebühren sagen wenig aus. In meinem Fall hat sich gezeigt: Entscheidend ist, wie viel du von den Guthaben und Benefits tatsächlich nutzt. Und da sieht die Rechnung plötzlich ganz anders aus. Genau das rechne ich dir in den nächsten Abschnitten durch.
Die Gold als Einsteigerkarte: Ich habe selbst mit der Gold angefangen — und das war rückblickend genau richtig. Wenn du ins Meilensammeln einsteigen willst, ohne direkt 720 Euro auf den Tisch zu legen, ist die Gold eine solide Wahl. Du sammelst identisch viele Punkte, hast Zugang zu den gleichen Transferpartnern und kannst das System erstmal kennenlernen.
Die Platinum als Lifestyle-Karte: Die Platinum richtet sich an Reisende, die regelmäßig fliegen und Wert auf Komfort legen. Was mich persönlich überzeugt hat: Die Kombination aus Lounge-Zugang, Hotel-Upgrades und den üppigen Guthaben hat die höhere Gebühr in meinem Fall mehr als ausgeglichen. Ob das bei dir genauso ist, hängt von deinem individuellen Reiseverhalten ab.
Punkte sammeln: Membership Rewards und Turbo

Hier kommt eine wichtige Info, die mich selbst überrascht hat: Beide Karten sammeln identisch viele Punkte. Es ist nicht so, dass die Platinum automatisch mehr Punkte pro Euro bringt. Du erhältst bei beiden Karten 1 Membership Rewards Punkt pro ausgegebenem Euro. Dieses Detail wird in vielen Vergleichen verschwiegen — deshalb erwähne ich es hier direkt am Anfang.
Mein Tipp: Für zusätzliche 15 Euro im Jahr kannst du bei beiden Karten die sogenannte Turbo Option aktivieren. Damit sammelst du 1,5 Punkte pro Euro — also 50 Prozent mehr. Ich habe die Turbo Option sofort aktiviert, weil sich die 15 Euro schon ab 1.500 Euro Jahresumsatz lohnen. Das Upgrade gilt für Umsätze bis 40.000 Euro im Jahr, was dir effektiv bis zu 20.000 Bonuspunkte einbringt.
Transferpartner sind identisch: Egal ob Gold oder Platinum — du kannst deine Punkte zu den gleichen Airline- und Hotelpartnern transferieren. Dazu gehören unter anderem British Airways Avios, Singapore Airlines KrisFlyer, Emirates Skywards und Hilton Honors. Die Transferraten werden erfahrungsgemäß regelmäßig angepasst, aktuell sind sie aber bei den meisten Partnern 1:1.
Fazit Punkte: Wenn dein einziges Ziel das Meilensammeln ist, gibt es keinen Grund für die Platinum. Die Gold leistet hier exakt das Gleiche zu einem Drittel der Kosten — das war auch der Grund, warum ich anfangs nur die Gold hatte. Mehr zum Thema Kreditkarten mit Cashback und Punkten findest du in unserem Trade Republic Visa Test.
Guthaben der AMEX Gold
Die American Express Gold bringt mehrere Guthaben mit, die deine effektiven Kosten senken. Ich bin hier bewusst ehrlich: Nicht jedes Guthaben wirst du voll ausschöpfen. Aber die Kombination macht es.
Lodenfrey Shopping-Guthaben: 80 Euro/Jahr Aufgeteilt in 2 x 40 Euro (je Halbjahr). Lodenfrey ist eine Premium-Boutique — in meinem Fall habe ich dort Geschenke bestellt und die 80 Euro komplett mitgenommen. Wenn du dort nicht einkaufst, bleibt das Guthaben allerdings ungenutzt. Aktuell gibt es auch immer wieder Aktionen mit weiteren Partnern, es lohnt sich also, die AMEX App im Blick zu behalten.
FreeNow Taxi-Guthaben: 60 Euro/Jahr Das sind 5 Euro pro Monat für Taxifahrten über die FreeNow-App. Ich nutze das vor allem nach Abendveranstaltungen oder für den Weg zum Flughafen — da kommen die 5 Euro schnell zusammen. Gelegenheitsnutzer werden das aber selten ausreizen.
Sixt Guthaben: 50 Euro/Jahr Aufgeteilt in 2 x 25 Euro für Mietwagenbuchungen bei Sixt. Dazu kommen 180 Euro Sixt+ Guthaben für das Abo-Modell von Sixt.
Meine realistische Einschätzung: Wenn du das Shopping-Guthaben und das Taxi-Guthaben nutzt, kommst du auf etwa 140 Euro reales Guthaben. Das Sixt+ Guthaben ist nur relevant, wenn du das Abo-Modell ohnehin nutzt — in meinem Fall war das bisher nicht der Fall. Trotzdem: 140 Euro Guthaben bei 240 Euro Jahresgebühr bedeutet, dass du effektiv nur 100 Euro für eine Premium-Metallkarte mit Versicherungspaket zahlst. Das ist fair.
Guthaben der AMEX Platinum

Und hier wird es spannend — die Platinum spielt beim Thema Guthaben in einer komplett anderen Liga. Ich gehe jede Position einzeln durch:
Reiseguthaben: 200 Euro/Jahr Das ist für mich das wertvollste Guthaben der Platinum. Du buchst Flüge oder Hotels über das AMEX Reiseportal und bekommst 200 Euro erstattet. In meinem Fall war das innerhalb einer einzigen Buchung aufgebraucht — und genau das macht es so unkompliziert. Wer mindestens einmal im Jahr verreist, nutzt das problemlos aus.
Restaurant-Guthaben: 150 Euro/Jahr Bei teilnehmenden Restaurants bekommst du Guthaben gutgeschrieben. Die Liste der Partnerrestaurants wächst aktuell stetig und umfasst mittlerweile viele beliebte Lokale in deutschen Großstädten. Ich war ehrlich überrascht, wie viele Restaurants in meiner Nähe dabei sind — einfach in der AMEX App checken. Solche Partnerschaften ändern sich allerdings regelmäßig, also nicht zu lange warten.
Shopping-Guthaben: 100 Euro/Jahr Aufgeteilt in 2 x 50 Euro (je Halbjahr) beim gleichen Anbieter wie bei der Gold — aber mit höherem Betrag. In meinem Fall habe ich das für Geburtstagsgeschenke genutzt, die ich ohnehin gekauft hätte.
Sixt Ride Guthaben: 200 Euro/Jahr Premium-Transfers über Sixt Ride. Gestückelt und eher für Geschäftsreisende relevant, die regelmäßig Chauffeur-Services nutzen. Ich nutze das ehrlich gesagt kaum — aber für Geschäftsreisende kann das ein echter Mehrwert sein.
Meine realistische Einschätzung: Reiseguthaben, Restaurant-Guthaben und Shopping-Guthaben sind für die meisten Nutzer gut einlösbar — das ergibt rund 450 Euro reales Guthaben. Bei 720 Euro Jahresgebühr bleiben also nur noch 270 Euro übrig. Und für diese 270 Euro bekommst du Lounge-Zugang, Hotel-Statusse und ein umfangreiches Versicherungspaket. Das ist, finde ich, eine andere Diskussion als "720 Euro für eine Kreditkarte".
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Lounge-Zugang: Priority Pass und Gäste
Ich sage es direkt: Der Lounge-Zugang war für mich persönlich der Hauptgrund für das Upgrade auf die Platinum. Und hier gibt es tatsächlich einen massiven Unterschied.
AMEX Gold — kein inkludierter Lounge-Zugang: Mit der Gold hast du keinen automatischen Zugang zu Flughafen-Lounges. Du kannst allerdings einen vergünstigten Priority Pass separat dazubuchen, was sich lohnen kann, wenn du ein paar Mal im Jahr fliegst.
AMEX Platinum — Priority Pass und Lufthansa Lounges: Mit der Platinum bekommst du den Priority Pass automatisch inklusive. Das bedeutet:
- •Zugang zu über 1.550 Lounges weltweit über den Priority Pass
- •Lufthansa Lounges mit der physischen Platinum-Karte (wichtig: Karte physisch mitbringen!)
- •Bis zu 50 Lounge-Besuche pro Jahr
- •1 Gast kostenlos pro Priority Pass Besuch mitnehmen
Partnerkarte verdoppelt den Zugang: Wenn du eine Partnerkarte beantragst, erhält dein Partner einen eigenen Priority Pass mit eigenem Gäste-Kontingent. Theoretisch könnt ihr also zu viert in eine Priority Pass Lounge gehen — jeder Karteninhaber plus ein Gast. In meinem Fall ist das bei Reisen zu zweit Gold wert.
Wichtig: Für Lufthansa Lounges brauchst du die physische Platinum-Karte — ich hab sie beim ersten Mal vergessen und stand dann ohne Zugang da. Für Priority Pass Lounges reicht die digitale Version in Apple Pay oder Google Pay plus Boardingkarte.
Was viele unterschätzen: Ein einzelner Lounge-Besuch kostet regulär zwischen 60 und 150 Euro. Wer nur fünfmal im Jahr eine Lounge nutzt, hat allein dadurch 300 bis 750 Euro Gegenwert. Das relativiert die Jahresgebühr erheblich — und ehrlich gesagt, nach dem ersten Lounge-Besuch mit warmem Essen und Ruhe vor dem Gate will man nicht mehr zurück. Zum Vergleich: Eine komplett kostenlose Reisekreditkarte ohne Lounge-Zugang findest du mit der Barclays Visa.
Status-Upgrades: Hotels und Mietwagen
Neben dem Lounge-Zugang bringt vor allem die Platinum handfeste Vorteile bei Hotels und Mietwagen mit — und das ist ein Bereich, den viele bei der Entscheidung unterschätzen.
AMEX Gold Status-Vorteile:
- •GHA Discovery Gold — Goldstatus bei den Global Hotel Alliance Hotels
- •Sixt Gold — Goldstatus mit kleineren Extras wie Rabatten
Das ist nett, aber überschaubar. In meinem Fall hat mir der GHA Gold einmal ein Zimmer-Upgrade gebracht — insgesamt ist der Mehrwert aber begrenzt.
AMEX Platinum Status-Vorteile:
- •Hilton Honors Gold — Zimmer-Upgrades, kostenloses Frühstück, Late Checkout
- •Marriott Bonvoy Gold — Zimmer-Upgrades, 25% Bonuspunkte, Late Checkout
- •Radisson Rewards Premium — Upgrades und Extras
- •GHA Discovery Platinum — Höchster Status bei Global Hotel Alliance
- •Sixt Platinum — Upgrades auf höhere Fahrzeugklassen
- •Hertz und Avis Status — Bevorzugte Behandlung
Der Unterschied ist im Alltag spürbar. Was mich überzeugt hat: Ein einziges kostenloses Frühstück in einem Hilton oder Marriott kann 30 bis 50 Euro wert sein. Bei meinem letzten Hilton-Aufenthalt habe ich allein durch das kostenlose Frühstück für zwei Personen über drei Nächte rund 180 Euro gespart. Wer fünf bis zehn Hotelnächte im Jahr bucht, sammelt hier schnell mehrere hundert Euro Gegenwert. Das macht die Platinum vor allem für Geschäftsreisende und Vielreisende attraktiv. Wichtig zu wissen: Diese Hotel-Statusse werden erfahrungsgemäß regelmäßig angepasst — aktuell ist das Angebot aber sehr stark.
Versicherungen: Gold vs Platinum
Was viele vergessen: Beide Karten bringen ein Versicherungspaket mit, das separate Reiseversicherungen in vielen Fällen komplett überflüssig macht. Ich habe meine separate Reiseversicherung gekündigt, seit ich die AMEX habe — und spare mir damit ca. 80 Euro im Jahr.
Beide Karten decken ab:
- •Auslandskrankenversicherung
- •Reiserücktrittsversicherung
- •Reiseabbruchversicherung
- •Gepäckverspätungsversicherung
- •Flugverspätungsversicherung
Unterschied Platinum: Die Platinum hat durchgehend höhere Deckungssummen, weniger Selbstbeteiligungen und bessere Bedingungen. Was für mich den Ausschlag gegeben hat: Bei der Platinum sind auch der Partner und die Familie mitversichert, während bei der Gold teilweise nur der Karteninhaber abgedeckt ist. Wer also zu zweit oder als Familie reist, profitiert hier deutlich.
Wichtige Voraussetzung (beide Karten): Du musst mindestens 50 Prozent der Reisekosten mit der jeweiligen AMEX bezahlt haben, damit die Versicherungen greifen. Mein Tipp: Ich buche Flüge und Hotels grundsätzlich mit der AMEX — so bin ich immer auf der sicheren Seite. Das vergessen viele Karteninhaber — und stehen im Schadensfall ohne Deckung da.
Wenn du eine kostenlose Kreditkarte mit soliden Reiseversicherungen suchst, ist die Advanzia Mastercard Gold oder die Bank Norwegian Visa eine Alternative. Die Versicherungen sind nicht so umfangreich wie bei der AMEX Platinum, dafür fällt keine Jahresgebühr an.
Rechenbeispiel: Was kosten die Karten effektiv?
Jetzt wird es konkret — ich rechne dir beide Karten durch, so wie ich es für mich selbst gemacht habe.
Rechenbeispiel AMEX Gold:
Betrag | |
|---|---|
| Jahresgebühr | -240€ |
| Lodenfrey Guthaben | +80€ |
| FreeNow Guthaben | +60€ |
| Effektive Kosten | -100€/Jahr |
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Dazu kommt der Willkommensbonus: Aktuell gibt es 40.000 Punkte, wenn du 4.500 Euro in den ersten 6 Monaten umsetzt. Diese 40.000 Punkte kannst du für einen Flug von Deutschland nach Bali einlösen (plus ca. 200 Euro Steuern) — regulär würde so ein Flug rund 800 Euro kosten. Alternativ kannst du die Punkte über Payback in 133 Euro Bargeld umwandeln. Damit wärst du im ersten Jahr sogar 33 Euro im Plus. Solche Willkommensboni werden erfahrungsgemäß regelmäßig angepasst — aktuell ist das Angebot attraktiv.
Rechenbeispiel AMEX Platinum:
Betrag | |
|---|---|
| Jahresgebühr | -720€ |
| Reiseguthaben | +200€ |
| Restaurant-Guthaben | +150€ |
| Shopping-Guthaben | +100€ |
| Effektive Kosten | -270€/Jahr (22,50€/Monat) |
Tipp: Scrolle horizontal, um alle Spalten zu sehen

Der Willkommensbonus liegt aktuell bei bis zu 80.000 Punkten (bei 10.000 Euro Umsatz in 6 Monaten). Über Payback umgewandelt sind das 283 Euro — womit die Karte im ersten Jahr 13 Euro Gewinn bringt. Und dabei sind die Lounge-Besuche, Hotel-Upgrades und Versicherungen noch gar nicht eingerechnet. Als ich das zum ersten Mal durchgerechnet habe, war die Entscheidung für mich klar.
Beide Karten lassen sich also im ersten Jahr durch den Willkommensbonus praktisch risikofrei testen. In meinem Fall habe ich mit der Gold angefangen und nach sechs Monaten gemerkt, dass ich die Platinum-Benefits tatsächlich brauche. Im Folgejahr musst du dann entscheiden, ob du die Benefits ausreichend nutzt, um die Gebühr zu rechtfertigen. Weitere Kreditkarten-Tests findest du in unserem Kreditkarten Vergleich.
Premium-Metallkarte mit Sixt-Guthaben und Reiseversicherungen ab 20€/Monat.
Nachteile: Das solltest du wissen
Ich will hier ehrlich sein: Bei aller Begeisterung für Punkte und Guthaben gibt es bei beiden AMEX-Karten Nachteile, die du kennen solltest. Ich habe sie alle selbst erlebt.
2% Fremdwährungsgebühr: Sowohl die Gold als auch die Platinum berechnen 2 Prozent Fremdwährungsgebühr bei Zahlungen außerhalb der Eurozone. Das frisst bei Auslandsausgaben einen Teil deiner gesammelten Punkte wieder auf. Das hat mich anfangs gestört — aber die Lösung ist einfach (dazu gleich mehr). Zum Vergleich: Die Barclays Visa und die Trade Republic Visa haben keine Fremdwährungsgebühren.
4% Bargeldgebühr (mind. 5 Euro): Bargeld abheben mit einer AMEX ist teuer und sollte vermieden werden. Ich habe es genau einmal gemacht und seitdem nie wieder. Für Bargeld im Ausland nutzt du am besten eine separate Debitkarte.
Akzeptanzstellen: American Express wird in Deutschland noch nicht überall akzeptiert. Große Ketten wie Aldi, Lidl, Edeka, Rewe und Amazon nehmen AMEX — aber kleinere Geschäfte oft nicht. In meinem Alltag ist die Akzeptanz in den letzten Jahren aber deutlich gestiegen. Eine zweite Karte (Visa oder Mastercard) solltest du trotzdem immer dabei haben.
Umsatzanforderung für den Willkommensbonus:
- •Gold: 4.500 Euro in 6 Monaten
- •Platinum: 10.000 Euro in 6 Monaten
Das ist nicht wenig. Mein Tipp: Lasse alle Alltagsausgaben über die AMEX laufen — Supermarkt, Tanken, Streaming, Versicherungen. Viele Anbieter, die keine AMEX direkt akzeptieren, lassen sich über PayPal mit hinterlegter AMEX bezahlen. So habe ich die 4.500 Euro bei der Gold locker in drei Monaten erreicht.
Meine Empfehlung für Auslandszahlungen: Kombiniere deine AMEX mit einem kostenlosen Girokonto wie dem C24 Smartkonto. Dort bekommst du eine Mastercard ohne Fremdwährungsgebühren und kannst weltweit kostenlos bezahlen. Genau so mache ich es: Die AMEX für Euro-Zahlungen zum Punktesammeln, die C24 für alles in Fremdwährung. Das ist die Kombination, die einfach funktioniert. Eine weitere Option ist die GenialCard, die ebenfalls keine Fremdwährungsgebühren erhebt.
Fazit: Welche AMEX passt zu dir?
Nach über einem Jahr mit beiden Karten kann ich dir eine klare Einschätzung geben:
Die AMEX Gold ist richtig für dich, wenn du:
- •ins Meilensammeln einsteigen willst, ohne direkt 720 Euro zu investieren
- •ein paar Mal im Jahr verreist, aber keinen Lounge-Zugang brauchst
- •das Punktesystem erstmal kennenlernen möchtest
- •eine solide Kreditkarte mit Versicherungspaket suchst
- •nicht regelmäßig in Hotels der großen Ketten übernachtest
Ich habe selbst genau so angefangen — und es war rückblickend der richtige Einstieg.
Die AMEX Platinum ist richtig für dich, wenn du:
- •regelmäßig fliegst und Lounge-Zugang haben willst
- •in Hilton, Marriott oder Radisson Hotels übernachtest und Upgrades mitnimmst
- •als Familie, Geschäftsreisender oder digitaler Nomade unterwegs bist
- •die Reise-, Restaurant- und Shopping-Guthaben tatsächlich nutzt
- •umfangreiche Versicherungen mit hohen Deckungssummen brauchst
Für mich persönlich hat sich das Upgrade auf die Platinum gelohnt, weil ich die Guthaben und den Lounge-Zugang regelmäßig nutze. Aber ich sage auch ehrlich: Wer nur zwei- bis dreimal im Jahr fliegt, fährt mit der Gold günstiger.
Beide Karten lassen sich im ersten Jahr durch den Willkommensbonus praktisch kostenlos testen — aktuell gibt es 40.000 bzw. 80.000 Punkte, solche Boni ändern sich aber erfahrungsgemäß regelmäßig. Wenn du dir unsicher bist, starte mit der Gold. Du kannst jederzeit auf die Platinum upgraden, wenn du merkst, dass du die zusätzlichen Benefits nutzen würdest.
Für alle, die keine Jahresgebühr zahlen wollen und trotzdem eine solide Reisekreditkarte suchen: Unsere Tests zur Barclays Visa, Advanzia Mastercard Gold und Trade Republic Visa zeigen kostenlose Alternativen mit ihren eigenen Stärken.
Premium-Metallkarte mit Sixt-Guthaben und Reiseversicherungen ab 20€/Monat.
Lounge-Zugang, 650€+ Guthaben und Hotel-Upgrades für Vielreisende.
Häufig gestellte Fragen
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