OKX Card und Bybit Card sind beide kostenlos, beide laufen über Mastercard, beide zahlen Cashback. Die OKX Card gibt 2 % bis 50 Euro im Monat bei 0,1 % Umwandlung, die Bybit Card 1 % ohne Deckel bei 0,9 % Umwandlung aus Krypto. Wir haben beide Gebührenverzeichnisse gegeneinander gerechnet. Den Ausschlag geben zwei Dinge: wie viel du im Monat über die Karte laufen lässt und womit du das Bybit-Konto deckst.
Die beiden Karten auf einen Blick
Beide Karten kosten keine Jahresgebühr, beide laufen im Mastercard-Netz, beide kommen von einer MiCA-lizenzierten Börse. Die Ausgangslage ist damit übersichtlich. Der Unterschied steckt in den Details, und die entscheiden über den Betrag, der am Monatsende übrig bleibt.
OKX Card | Bybit Card | |
|---|---|---|
| Kartenform | Nur virtuell | Virtuell, physisch je nach Land |
| Bezahlt wird aus | USDC oder USDG | Krypto oder Euro im Funding Account |
| Umwandlung | Automatisch im Bezahlmoment | Vorher aufladen |
| Cashback Normalnutzer | 2 %, Deckel 50 € im Monat | 1 %, ohne Cashback-Deckel |
| Umwandlungskosten | 0,1 % | 0,9 % aus Krypto, 0 % aus Euro |
| Fremdwährung | Keine eigene Gebühr | 0,5 % |
| Geldautomat | Nicht offiziell beziffert | Erste 100 € im Monat gratis, dann 2 % |
| Ausgabelimit | Kein festes Limit | 10.000 € im Monat in der Standardstufe |
| Cashback-Auszahlung | USDG, binnen 72 Stunden | Bonuspunkte, dann Krypto, rund 4 Werktage |
| Kartenherausgeber | UAB Monavate, Litauen | Harmoniie SAS, Frankreich |
| Einlagensicherung | Keine, E-Geld | Keine, E-Geld |
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Video: OKX Card gegen Bybit Card
Im Video treten die beiden Karten in denselben fünf Runden gegeneinander an, inklusive der Rechnung, die den Ausschlag gibt.
Runde 1: Die Karte selbst
Fangen wir bei dem an, was du tatsächlich in die Hand bekommst.
Die OKX Card ist rein virtuell. Es kommt keine Plastikkarte per Post, sie lebt in der App und wird in Apple Pay oder Google Pay eingebunden. Bezahlt wird ausschließlich aus den beiden Dollar-Stablecoins USDC und USDG. Die Umwandlung in Euro passiert automatisch im Moment der Zahlung, ein Aufladen entfällt.
Die Bybit Card kann beides. Die virtuelle Karte gibt es sofort, eine physische Karte lässt sich zusätzlich bestellen, sofern sie im jeweiligen Land angeboten wird. Für Deutschland ist das in den öffentlichen Bedingungen nicht ausdrücklich bestätigt, der Versand ist mit rund vier Werktagen angesetzt. Bei der Bezahlquelle bist du freier: Das Funding Account lässt sich mit Krypto oder ganz normal mit Euro füllen.
Was auffällt: Das sind zwei verschiedene Bauprinzipien. OKX setzt auf Automatik ohne Zwischenschritt, Bybit auf Wahlfreiheit mit Vorbereitung. Beides ist durchdacht, es zielt nur auf verschiedene Nutzer.
Runde 1 geht an Bybit. Eine Karte zum Anfassen und die freie Wahl der Bezahlquelle sind ein handfester Vorteil.
Virtuelle Mastercard, 2 % Cashback auf USDG-Zahlungen, keine Jahresgebühr.
Runde 2: Das Cashback im Alltag

Hier prallen zwei Modelle aufeinander, die gegensätzlicher kaum sein könnten.
OKX zahlt Normalnutzern 2 % zurück, gedeckelt auf 50 Euro pro Kalendermonat. Damit sind die ersten 2.500 Euro Ausgaben im Monat cashback-berechtigt, darüber gibt es nichts mehr. Bybit zahlt 1 %, dafür ohne Cashback-Deckel.
Rechnen wir es durch. Bei 1.000 Euro Ausgaben stehen 20 Euro gegen 10 Euro, bei 2.500 Euro sind es 50 gegen 25. Im normalen Ausgabenbereich überzeugt OKX also deutlich.
Ab etwa 5.000 Euro im Monat dreht sich das Bild, weil OKX bei 50 Euro stehen bleibt und Bybit weiterläuft. Dabei ist zu beachten, was die Werbung nicht sagt: Bybit hat zwar keinen Cashback-Deckel, dafür ein Ausgabelimit von 10.000 Euro im Monat in der Standardstufe. Damit endet auch dort das Cashback praktisch bei rund 100 Euro, solange keine Höherstufung beantragt wird.
Eine Bedingung gehört bei OKX dazu: Cashback gibt es ausschließlich bei Zahlung mit USDG. Aus USDG heraus zu zahlen ist eine Einstellung in der Bezahlreihenfolge, aus USDC heraus bekommst du null.
Runde 2 geht an OKX. Im Alltagsbereich zahlt die Karte doppelt so viel aus. Wer sehr hohe Beträge über die Karte schiebt, fährt mit Bybit besser.
Runde 3: Was es dich kostet
Diese Runde schaut sich kaum jemand an, und sie entscheidet trotzdem am meisten. Cashback ist nur die eine Seite, dagegen laufen die Umwandlungskosten.
Beide Karten haben keine Ausgabe-, Monats- und Jahresgebühr. Der Unterschied steckt darin, was die Umrechnung von Krypto in Euro kostet. OKX nimmt 0,1 %. Bybit nimmt 0,9 %, also das Neunfache.
Entscheidend ist, was übrig bleibt. Bei Bybit stehen 1 % Cashback gegen 0,9 % Umwandlung, unter dem Strich bleiben 0,1 %. Bei OKX stehen 2 % gegen 0,1 %, es bleiben 1,9 %. Das ist ein Unterschied um den Faktor 19, und er ist im Alltag spürbar.
Hinzu kommt das Ausland. Bybit berechnet 0,5 % Fremdwährungsgebühr, bei OKX fällt keine eigene an, der Kurs kommt direkt von Mastercard.
Für Bybit-Nutzer steckt hier der wichtigste Kniff des ganzen Vergleichs: Die 0,9 % fallen nur an, wenn die Zahlung aus Krypto gedeckt wird. Lädst du dein Funding Account mit Euro auf, entfällt die Gebühr, und das volle Prozent bleibt erhalten. Wer Bybit nutzt, sollte genau so vorgehen.
Runde 3 geht an OKX. Die Karte ist bei den laufenden Kosten schlicht günstiger gebaut.
Physische Karte, Cashback ohne Obergrenze und Euro als Bezahlquelle.
Die Rechnung: was am Monatsende bleibt
Jetzt beide Effekte zusammen. Die Tabelle zeigt, was nach Abzug der Umwandlungskosten übrig bleibt, wenn bei Bybit aus Krypto gezahlt wird. Fremdwährungsgebühren sind nicht enthalten, die kämen bei Bybit im Ausland noch dazu.
OKX netto | Bybit netto aus Krypto | Bybit netto aus Euro | |
|---|---|---|---|
| 500 € im Monat | +9,50 € | +0,50 € | +5,00 € |
| 1.000 € im Monat | +19,00 € | +1,00 € | +10,00 € |
| 2.500 € im Monat | +47,50 € | +2,50 € | +25,00 € |
| 5.000 € im Monat | +45,00 € | +5,00 € | +50,00 € |
| 10.000 € im Monat | +40,00 € | +10,00 € | +100,00 € |
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Runde 4: Bargeld, Ausland, Flexibilität
Runde vier ist die Antwort von Bybit, und sie fällt deutlich aus.
Am Geldautomaten kommst du mit der Bybit Card an Bargeld. Die ersten 100 Euro im Kalendermonat sind gebührenfrei, darüber werden 2 % fällig, in der Standardstufe bis 2.000 Euro im Monat. Das funktioniert allerdings nur mit der physischen Karte, die virtuelle gibt kein Bargeld aus.
Bei OKX ist zum Geldautomaten nichts offiziell beziffert. Wir behaupten deshalb an dieser Stelle keine Zahl. Cashback gibt es am Automaten bei beiden Karten nicht, das ist branchenüblich.
Beim Abo-Cashback liegt Bybit im Einstieg vorn: 100 % auf das erste Abo bis 50 Euro, bei fünf möglichen Diensten. Der einzige Haken ist die Einmaligkeit. Bei OKX läuft die entsprechende Aktion monatlich weiter, dafür mit 50 % und drei Diensten.
Runde 4 geht an Bybit. Bargeld, physische Karte und Euro als Bezahlquelle sind Punkte, die OKX nicht liefert.
Physische Karte, erste 100 Euro am Automaten pro Monat ohne Gebühr.
Wo es bei beiden kein Cashback gibt
Ein Punkt, den Werbeseiten gern auslassen: Nicht jeder Umsatz zählt. Beide Karten haben Kategorien, die vom Cashback ausgenommen sind, und OKX führt die deutlich längere Liste.
Bei OKX fallen unter anderem heraus: Geldautomat und Bargeldauszahlung, Geldtransfer-Dienste, Krypto-Käufe und Konto-Aufladungen, das Aufladen anderer Wallets und Prepaid-Karten, Wertpapierhandel, Versicherungen, Kredittilgung, Glücksspiel, Steuer- und Behördenzahlungen, Spenden, Mitgliedsbeiträge und Schulgebühren. Bei Bybit ist vor allem die Abhebung am Geldautomaten ausgenommen.
Das relativiert den Deckel-Vergleich aus Runde 2 ein Stück weit. Wer einen großen Teil seines Umsatzes über solche Kategorien schiebt, kommt bei OKX ohnehin nicht an die 2.500 Euro heran. Für den klassischen Alltagseinkauf, also Supermarkt, Tanken, Restaurant, Online-Shopping, spielt die Liste dagegen kaum eine Rolle.
Dabei ist zu beachten: Ausschlaggebend ist die Einstufung des Händlers durch dessen Bank, nicht dein Eindruck vom Geschäft. Auch ein alltäglich wirkender Anbieter kann deshalb durchfallen. Verbindlich ist bei beiden Karten die Anzeige in der jeweiligen App.
Runde 5: Wer dahintersteht
Bei Geld zählt zuletzt immer die Frage, wer haftet.
Bei beiden Karten ist die Börse nicht selbst der Herausgeber. Hinter der OKX Card steht die litauische UAB Monavate, hinter der Bybit Card die französische Harmoniie SAS. Beide sind als E-Geld-Institute staatlich beaufsichtigt. Die Plattformen selbst arbeiten unter MiCA, OKX Europe aus Malta, Bybit EU aus Österreich.
Für beide gilt dieselbe Einschränkung: Eine gesetzliche Einlagensicherung greift nicht, weil E-Geld keine Bankeinlage ist. Kundengelder werden getrennt vom Firmenvermögen gehalten, der Schutz von 100.000 Euro gilt hier aber nicht. Bei beiden ist die Haftung im Missbrauchsfall auf 50 Euro begrenzt.
Runde 5 endet unentschieden. Beide sind sauber und vergleichbar aufgestellt und schneiden hier gleich ab. Beide sind zum Ausgeben gedacht, nicht zum Aufbewahren.
Steuerlich macht die Bezahlquelle einen Unterschied
Dieser Punkt taucht in Vergleichen selten auf, obwohl er nachvollziehbar Geld kosten kann.
Jede Kartenzahlung aus Krypto gilt steuerlich als Veräußerung. Bei der OKX Card zahlst du aus einem Dollar-Stablecoin, der ungefähr stabil bleibt. Zwischen Kauf und Ausgabe entsteht deshalb in der Regel kein nennenswerter Kursgewinn, der steuerliche Effekt der einzelnen Zahlung fällt gering aus.
Bei der Bybit Card hängt es davon ab, wie du das Funding Account füllst. Zahlst du aus Bitcoin oder Ethereum heraus, ist jede Kartenzahlung ein Verkauf mit dem vollen Kursgewinn seit dem Einstieg. Lädst du dagegen Euro auf, findet beim Bezahlen gar kein Krypto-Verkauf statt.
Insgesamt ist die Dokumentation damit bei beiden Karten überschaubar, wenn du die Bezahlquelle bewusst wählst. Aufwendig wird es nur, wenn du direkt aus schwankenden Coins bezahlst. Wie du das sauber erfasst, steht in unserem Beitrag zur Krypto-Steuererklärung.
Der Einrichtungsfehler, der bei beiden Karten Geld kostet
Beide Karten haben eine Einstellung, die über einen erheblichen Teil des Ertrags entscheidet. Bei beiden ist sie schnell gesetzt, und bei beiden merkt man den Fehler nicht, weil die Karte trotzdem funktioniert.
Bei der OKX Card ist es die Reihenfolge beim Aufsetzen. Die Karte zieht ihr Guthaben aus dem Pay-Konto, deshalb schieben die meisten das Geld direkt dorthin. Damit entsteht aber kein Handelsvolumen, und genau daran hängen die Neukunden-Staffel und die laufenden Verlosungen der Börse. Die Abfolge ist: mit Empfehlungscode registrieren, unserer lautet 30191345, dann Euro auf das OKX-Konto einzahlen, dann die Aktionen in der App anmelden, dann auf der Börse in USDG tauschen, und erst danach ins Pay-Konto übertragen. Rückwirkend lässt sich keine Aktion nachholen. Dazu die Bezahlreihenfolge prüfen, denn Cashback fällt nur bei Zahlung mit USDG an. Der komplette Ablauf steht in unserer OKX Anleitung.
Bei der Bybit Card ist es die Bezahlquelle. Wird die Zahlung aus Krypto gedeckt, greift die Umwandlung von 0,9 Prozent und frisst fast das gesamte Prozent Cashback. Lädst du das Funding Account stattdessen mit Euro auf, entfällt die Gebühr, und das volle Prozent bleibt erhalten. Aus 0,1 Prozent netto werden so 1,0 Prozent, also der zehnfache Ertrag bei identischem Umsatz.
Entscheidend ist: Diese zwei Einstellungen sind kein Detail am Rand. Sie verändern den Nettoertrag beider Karten stärker als die Frage, welche der beiden du wählst.
Der Punktestand und die Auflösung
Nach Runden steht es zwei zu zwei bei einem Unentschieden. Damit ist die Frage aber nicht beantwortet, denn die Runden wiegen nicht gleich schwer.
Der Kipppunkt hängt davon ab, womit du das Bybit-Konto deckst, und dieser Punkt wird fast überall unterschlagen.
Mit Euro im Funding Account liegt er bei rund 4.500 Euro Kartenausgaben im Monat. Darunter zahlt die OKX Card mehr aus, darüber die Bybit Card.
Mit Krypto im Funding Account gibt es innerhalb der Standardstufe gar keinen Kipppunkt. Weil die Umwandlung 0,9 % von einem Prozent Cashback abzieht, bleiben dort 0,1 % übrig. Selbst bei 10.000 Euro Monatsumsatz, dem Ausgabelimit der Standardstufe, stehen 40 Euro netto bei OKX gegen 10 Euro bei Bybit.
Und genau hier fällt unsere Entscheidung: Der weit überwiegende Teil der Nutzer liegt unter der 4.500-Euro-Schwelle, und wer sein Bybit-Konto mit Krypto deckt, liegt ohnehin durchgehend hinten. Für 500 bis 2.500 Euro Monatsumsatz, den typischen Alltagsbereich, liefert die OKX Card das Zehn- bis Zwanzigfache an Nettoertrag.
Deshalb geht der Vergleich für uns knapp an die OKX Card. Knapp, weil es kein Sieg über alle Kategorien ist. Die Bewertung fällt gemischt aus, nicht einseitig. Die Bybit Card gewinnt zwei Runden klar, und in ihrem Bereich gewinnt sie deutlich.
Zwei Fälle drehen die Empfehlung unabhängig von der Rechnung. Wer eine Karte zum Anfassen braucht oder regelmäßig Bargeld abhebt, nimmt Bybit. Wer über 4.500 Euro im Monat über die Karte laufen lässt und dort Euro statt Krypto hinterlegt, ebenfalls.
Ein Nachsatz, weil er den Vergleich verschieben kann: OKX hebt den Monatsdeckel im laufenden Aktionszeitraum per Anmeldung in der App an. Das verschiebt den Kipppunkt nach oben, gilt aber nur befristet. Für die Dauerbetrachtung rechnen wir bewusst mit dem regulären Deckel.
2 % Cashback bei 0,1 % Umwandlung, im Alltagsbereich der höhere Nettoertrag.
Fazit: welche Karte passt zu dir
Nimm nicht die Karte mit der größeren Zahl auf der Werbeseite, sondern die, die zu deinem Ausgabeverhalten passt.
Die OKX Card passt, wenn du im Alltag bis etwa 2.500 Euro im Monat über die Karte laufen lässt, ohnehin Stablecoins hältst und mit einer rein virtuellen Karte zurechtkommst. Sie liefert doppeltes Cashback bei einem Neuntel der Umwandlungskosten und verlangt im Ausland keine eigene Gebühr. Im Alltag arbeitet sie zuverlässig im Hintergrund. Alle Details stehen in unseren OKX Card Erfahrungen, die Einrichtung zeigt die OKX Anleitung.
Die Bybit Card passt, wenn du eine physische Karte willst, am Automaten Bargeld brauchst, lieber aus Euro als aus Krypto zahlst oder sehr hohe Beträge über die Karte schiebst. Denk dann daran, das Konto mit Euro aufzuladen, sonst frisst die Umwandlungsgebühr fast das gesamte Cashback. Mehr dazu in unseren Bybit Card Erfahrungen.
Beide Karten kosten keine Grundgebühr. Du kannst also auch beide einrichten und nach zwei Monaten vergleichen, welche bei dir mehr abwirft. Wie sich die beiden gegen die übrigen Anbieter schlagen, zeigt unser Vergleich der Krypto-Kreditkarten.
2 % Cashback bei 0,1 % Umwandlung, keine Fremdwährungsgebühr, kein Staking.
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