Das DKB Girokonto ist nur mit Aktivstatus wirklich kostenlos – ansonsten zahlst du 4,50 € pro Monat plus 2,20 % Fremdwährungsgebühr. Der Aktivstatus ist an einen monatlichen Geldeingang von 700 € gekoppelt, lässt sich aber auch ohne Gehalt erreichen, indem du das Geld von einem anderen Konto auf dein DKB-Konto überweist. Wir nutzen die DKB seit über 5 Jahren als Zweitkonto und zeigen dir genau, wie der Trick funktioniert, welche Buchungen wirklich zählen und welche Fehler den Status sofort kosten.
DKB Aktivstatus: Was bringt er konkret?

Die DKB* unterteilt ihre Kunden in zwei Gruppen: Aktivkunden mit mindestens 700 € monatlichem Geldeingang und Passivkunden ohne. Welche Gruppe du angehörst entscheidet, ob das Konto kostenlos ist oder dich pro Jahr rund 65 € extra kostet.
Die wichtigsten Aktivkunden-Vorteile:
- •0 € Kontoführung statt 4,50 €/Monat (54 €/Jahr Ersparnis)
- •0 € Fremdwährungsgebühr beim Bezahlen und Abheben mit der Visa Debit (sonst 2,20 %)
- •Niedrigerer Dispozins: 7,91 % p.a. statt 8,51 %
- •Kostenloses Notfallpaket im Ausland (sonst 180 € Notfallkarte, 150 € Notfallbargeld)
- •0 € Tagesgeldkonto mit aktuell 1 % Zinsen (Stand: 2026-05-12, prüfe die App für tagesaktuelle Konditionen)
- •Gemeinschaftskonto kostenlos statt 4,50 €/Monat
Konkretes Rechenbeispiel: Wer einmal pro Jahr 500 € im Urlaub außerhalb der Euro-Zone ausgibt und das Konto allein führt, zahlt ohne Aktivstatus rund 65 € pro Jahr mehr – nur für ein Konto, das mit Aktivstatus komplett gratis wäre.
Neukunden bekommen automatisch 3 Monate Aktivstatus – Zeit genug, den Trick einzurichten.
Die 700-Euro-Regel im Detail
Die offizielle Regel der DKB* (laut den aktuellen Kundenbedingungen) lautet:
"Aktivkunde wirst du, wenn 3 Monate in Folge und dann dauerhaft mindestens 700 Euro auf deinem Konto eingehen."
Das heißt im Klartext:
- •Pro Kalendermonat müssen mindestens 700 € als Geldeingang auf dem DKB-Konto ankommen
- •Drei Monate in Folge ist die Mindest-Anlaufzeit, bis der Status erstmals greift
- •Danach läuft der Status dauerhaft weiter – solange die monatlichen 700 € weiterhin eingehen
- •Maßgeblich ist das Buchungsdatum, nicht das Wertstellungsdatum. Eine Überweisung am 31. wird also dem Monat zugeordnet, in dem sie verbucht wird.
- •Mehrere kleinere Überweisungen sind erlaubt: Drei Mal 250 € im Monat reichen, solange die Summe 700 € erreicht
Für Neukunden gilt eine Sonderregel: Wer in den letzten 12 Monaten kein DKB-Girokonto hatte, bekommt automatisch in den ersten 3 Monaten den Aktivstatus geschenkt – ohne dass Geld eingehen muss. Das ist genau die Zeit, um den Dauerauftrag in Ruhe einzurichten.
Für unter 28-Jährige gilt eine andere Regel: Sie sind unabhängig vom Geldeingang automatisch Aktivkunden. Erst zum 28. Geburtstag greift die 700-Euro-Regel.
Der Aktivkunde-Trick: 700 Euro vom eigenen Konto
Hier kommt der Punkt, den die meisten Anleitungen "Trick" nennen – obwohl er offiziell von der DKB* erlaubt ist. Die Bank prüft nicht, woher der Geldeingang kommt. Sie prüft nur, ob er die 700-Euro-Schwelle erreicht.
Das heißt: Du kannst dir die 700 € von deinem eigenen Konto bei einer anderen Bank auf das DKB-Konto überweisen, und es zählt als Geldeingang.
Schritt-für-Schritt:
- •Dauerauftrag bei deiner Hauptbank einrichten (z. B. ING, Sparkasse, Comdirect): 700 € monatlich auf das DKB-Konto, zum 1. oder 2. des Monats. Verwendungszweck egal.
- •Dauerauftrag bei der DKB einrichten: Die gleichen 700 € zum 5. oder 10. wieder zurück auf dein Hauptkonto. So bleibt das Geld nicht "stuck" und du verlierst keine Liquidität.
- •Drei Monate abwarten – dann ist der Aktivstatus dauerhaft aktiv.
- •Status in der App prüfen (siehe Abschnitt unten) und sicherstellen, dass die Buchung wirklich als Geldeingang erkannt wurde.
Wichtig: Die Rückbuchung muss eine separate Überweisung sein, keine Rücklastschrift oder Storno – sonst entwertet sie deinen Geldeingang.
In der Community wird dieser Ablauf manchmal "Ping-Pong-Trick" genannt, weil das Geld zwischen den beiden Konten hin- und herwandert. Faktisch ist es eine ganz normale Überweisung, die du jeden Monat selbst auslöst – kein Schlupfloch, sondern Standardpraxis vieler DKB-Kunden, die das Konto als Zweitkonto nutzen.
Als Neukunde sofort Aktivstatus – Trick danach einrichten.
Was zählt als Geldeingang – und was nicht
Nicht jede Buchung auf deinem DKB-Konto zählt für den Aktivstatus. Hier die offizielle Aufteilung laut DKB Kundenbedingungen (Stand 2026-05-12):
Zählt als Geldeingang | Zählt NICHT | |
|---|---|---|
| Gehalt / Lohn vom Arbeitgeber | ✅ | — |
| Rente / Pension | ✅ | — |
| BAföG / Unterhalt / Sozialleistungen | ✅ | — |
| Überweisung vom eigenen Konto | ✅ | — |
| Überweisung von Familie / Freunden | ✅ | — |
| Mehrere Kleinüberweisungen (Summe ≥ 700 €) | ✅ | — |
| Zinsgutschriften | — | ❌ |
| Wertpapierumsätze / Verkäufe | — | ❌ |
| Stornobuchungen | — | ❌ |
| Rücklastschriften | — | ❌ |
| Rückbuchungen aus Visa-Kreditkarten-Guthaben | — | ❌ |
| Bareinzahlungen am Automaten | — | ❌ |
Tipp: Scrolle horizontal, um alle Spalten zu sehen
Die wichtigste Konsequenz: Wertpapierverkäufe oder Zinsen vom Tagesgeld zählen nicht. Wer also das DKB-Konto als reines Anlagekonto nutzen will und hofft, die Aktivkunden-Vorteile darüber zu bekommen, hat keine Chance. Es braucht eine bewusste Bewegung von außen – sei es Gehalt oder eine selbst angelegte Überweisung.
Auch praktisch wichtig: Mehrere Beträge sind erlaubt. Wer einen 500-Euro-Dauerauftrag laufen hat und zusätzlich 200 € Mietzahlung vom Mitbewohner bekommt, kommt zusammen auf 700 € und ist Aktivkunde. Die DKB summiert die einzelnen Geldeingänge im Monat.
Alternative Wege zum Aktivstatus
Der 700-Euro-Trick ist die häufigste Lösung, aber nicht die einzige. Hier sind alle offiziellen Wege:
1. Echter Gehaltseingang
Wenn du dein Hauptkonto bei der DKB* führst, ist das der einfachste Weg. Solange das Gehalt 700 € oder mehr beträgt, läuft der Aktivstatus automatisch.
2. Unter 28 Jahre
Bist du jünger als 28, brauchst du gar keinen Geldeingang. Der Aktivstatus ist automatisch aktiv. Nach dem 28. Geburtstag gilt eine Übergangsphase von wenigen Monaten, in der du auf die 700-Euro-Regel umstellen musst.
3. Neukunden-Bonus: 3 Monate gratis
Jeder Neukunde bekommt in den ersten 3 Monaten automatisch den Aktivstatus – unabhängig vom Geldeingang. Diese Zeit nutzt du, um den Dauerauftrag einzurichten.
4. U18-Konto mit Übergang
Wer als Jugendlicher ein DKB-U18-Konto hatte, behält nach dem 18. Geburtstag drei Jahre lang automatisch den Aktivstatus – ohne Geldeingangs-Bedingung. Das ist eine der besten "Lifecycle-Lücken" im Portfolio.
5. Mehrere Quellen kombinieren
Wenn dein Gehalt unter 700 € liegt (z. B. bei Teilzeit oder Mini-Job), kannst du den Rest mit eigenen Überweisungen auffüllen. 400 € Gehalt + 300 € vom Sparkonto = 700 € Geldeingang.
Häufige Fehler, die den Aktivstatus kosten
Wir haben über die Jahre einige Fallstricke gesehen, die den Aktivstatus überraschend schnell zerstören können:
1. Genau 700 € ist riskant. Eine kleine Storno-Buchung oder Rücklastschrift, und du fällst unter die Schwelle. Wir empfehlen einen Puffer von 50 bis 100 €, also einen Dauerauftrag über 750 € oder 800 €.
2. Monatswechsel falsch geplant. Wenn dein Dauerauftrag am 28. des Monats ausgelöst wird und das Wochenende dazwischen liegt, kann die Buchung erst am 1. des Folgemonats ankommen. Damit gehört sie dem nächsten Monat. Setze den Dauerauftrag besser auf den 5. oder 10. – dann ist die Buchung sicher im Zielmonat.
3. Verwendungszweck "Sparen" oder "Anlage" ist egal. Manche Anleitungen behaupten, der Verwendungszweck müsste "Gehalt" lauten. Das stimmt nicht. Die DKB prüft nicht den Verwendungszweck, sondern nur die Höhe und das Buchungsdatum.
4. Rückbuchung am gleichen Tag. Wer die 700 € am selben Tag wieder zurücküberweist, wird unter Umständen als "Storno-Verdacht" markiert. Lieber einen Abstand von einigen Tagen lassen. Eine separate Überweisung ist immer sicherer als eine Rückbuchung.
5. Konto-Übersicht selten checken. Der Aktivstatus kann unbemerkt kippen – etwa wenn der Arbeitgeber für einen Monat das Gehalt verzögert auszahlt. Wir prüfen den Status einmal pro Quartal in der App, damit kein Fremdwährungs-Schock im Urlaub passiert.
6. Den Aktivstatus für andere DKB-Konten erwarten. Der Status gilt pro Konto, nicht pro Person. Wer Erst- und Zweitkonto bei der DKB hat, braucht für beide separate Geldeingänge – oder akzeptiert, dass das Zweitkonto mit 2,50 € pro Monat zu Buche schlägt.
So prüfst du deinen Aktivstatus
Den aktuellen Status findest du in der DKB*-App oder im Online-Banking:
- •App öffnen und unter "Konto-Details" oder "Persönliche Daten" nach "Aktivstatus" suchen
- •Es wird der aktuelle Status (aktiv / nicht aktiv) sowie der bereits eingegangene Geldbetrag des laufenden Monats angezeigt
- •Im Online-Banking auf dkb.de findest du den Status unter "Service" → "Persönliche Daten" → "Kontostatus"
Wenn du sehen willst, wann genau dein Status zuletzt überprüft wurde: Die DKB führt die Prüfung am Monatsende durch. Ein Geldeingang, der erst am 1. des Folgemonats verbucht wird, zählt nicht mehr für den vorherigen Monat.
Tipp: Stelle einen Kalendereintrag auf den 25. jedes Monats und prüfe kurz, ob die 700 € schon eingegangen sind. Falls nicht, kannst du noch rechtzeitig eine Sofortüberweisung machen.
Fazit: Lohnt sich der Aktivkunde-Trick?
Für alle, die die DKB* als Zweitkonto oder Reisekonto nutzen wollen, lohnt sich der Trick fast immer. Ein Dauerauftrag-Paar von 5 Minuten Einrichtung spart pro Jahr 54 € Kontoführung und schaltet 2,20 % Fremdwährungsgebühr ab. Wer einmal pro Jahr außerhalb des Euroraums Urlaub macht oder online in Fremdwährung bestellt, hat den Aufwand schon mehrfach raus.
Für Hauptkonto-Nutzer mit Gehalt ist die Frage akademisch: Das Gehalt erfüllt die Bedingung sowieso. Für Studenten, Teilzeitkräfte und Selbstständige mit unregelmäßigem Einkommen ist der Trick die einzige zuverlässige Lösung, weil die Geldeingänge sonst Monat für Monat schwanken.
Was wir nicht empfehlen: Den Aktivstatus für ein Konto erkämpfen, das man eigentlich gar nicht braucht. Wenn die DKB* für dich keine echten Vorteile bietet (also kein Reisen, keine Fremdwährung, kein Tagesgeld), ist ein bedingungslos kostenloses Konto wie das von der C24 oder N26 die einfachere Wahl. Vergleiche dazu unsere ausführlichen Tests:
→ DKB Erfahrungen: Der komplette Test → DKB vs C24: Welches Girokonto ist besser? → C24 Bank Erfahrungen: Bedingungslos kostenlos
Neukunden bekommen den Aktivstatus 3 Monate geschenkt. Danach Dauerauftrag einrichten und dauerhaft kostenlos bleiben.
Häufig gestellte Fragen
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